Tripwolf dankt ab: Digitaler Reiseführer ist pleite

Das Unternehmen ist insolvent

Die Coronakrise fordert ihr nächstes Opfer: Der digitale Reiseführer Tripwolf (App Store-Link) ist pleite und stellt den Betrieb in Kürze komplett ein. 2008 wurde das Unternehmen gegründet, rund 12 Jahre später muss der Reiseführer den Betrieb einstellen.

Es ist uns gelungen, weltweit Partner für Tripwolf zu gewinnen, und eine neue Form der digitalen Reiseführer auf die Welt zu bringen. Allem voran war es uns eine große Freude, dich und Millionen Reisende zu begleiten, die große weite Welt und ihre Wunder zu entdecken.

12 Mitarbeiter haben jahrelang bei Tripwolf mitgewirkt, wir haben gemeinsam gelacht, Tränen vergossen und Erfolge gefeiert. Heute sind wir an dem Punkt angekommen, an dem wir auf Grund der globalen Corona-Situation leider gezwungen sind, unsere Tore zu schließen und den Betrieb der App zu beenden. Falls es uns gelingt, aus der Corona Krise dennoch gestärkt heraus zu kommen, melden wir uns natürlich wieder.

Wir möchten uns mit ganzem Herzen für diese gemeinsame Zeit bedanken, für eure Loyalität und Vertrauen. Mit Freude blicken wir auf die vergangenen Zeiten zurück und sind dankbar für jede Reise mit Euch.

Laut vienna.at sind von der Insolvenz 23 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 1,7 Millionen betroffen. Ein weiterer Betrieb kommt nicht infrage. Ein konkretes Abschaltdatum hat Tripwolf noch nicht kommuniziert.


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Kommentare 25 Antworten

    1. Pull the plug. Da waren anscheinend noch ne Menge Schulden vorhanden. Vielleicht noch aus der Zeit des Exits des Gründers? Das Businessmodell war wahrscheinlich nicht tragfähig genug, um auch die jetzigen, schweren Zeiten zu meistern

  1. Das tut mir wirklich leid, habe diese App wirklich viel genutzt und auch das volle Paket gekauft. Möglicherweise wäre hier das Abo-Modell besser gewesen.

  2. Bei solchen Nachrichten stellt sich immer häufiger die Frage, ob man mit seinen Gewohnheiten und seinem Nutzungsverhalten nicht wieder “back to the roots“ gehen sollte.

    Also Falt-Stadtpläne und Papierreiseführer statt Elektronik, verkabelte Standlautsprecher statt WLAN-gebündelt Lautsprechergruppen oder verkabelte Überwachungssysteme mit eigenem Festplattenrekorder statt WLAN-Geräten mit Cloudspeicherung.

    Alles was man sich heute so shoppt und smart nutzt scheint nach mal kürzerer, mal nach längerer Zeit zu teurem Elektronikschrott zu mutieren.

    “Besser“ kann man sein Geld offenbar nicht vernichten.

    1. Am besten gehen wir auch auf analoge Telefone und Steintafeln zum Schreiben zurück…

      So ist es halt, ohne Menschen, die etwas neues ausprobieren, bleiben wir nur auf der Stelle stehen. Mal klappen neue Ideen, mal nicht. Dadurch kann nicht automatisch alles verteufelt werden.

      Deine Faltkarten informieren dich nicht über Staus, gesperrte Straßen oder zeigen dir sogar neue Straßen an. Technik schreitet halt voran. Welche man dann unterstützt oder selber verwendet muss man selber sehen.

      1. Da hast Du recht … auch wenn die Staumeldung wirklich oft erst erscheint, wenn man bereits Teil des selben geworden ist.

        Aber die Technik kostet und hat halt oftmals nur eine geringe Halbwertzeit.

  3. An Corona allein kann das nicht liegen, das gibt es erst seit 2-3 Monaten, aber das Phänomen ist in vielen Branchen existent, die, die vernünftig gewirtschaftet haben, kommen über die Runden. Und ja, es trifft auch einen winzig kleinen Prozentanteil unverschuldet, da er gerade investiert hat o.ä.

  4. Ganz ehrlich? Da stand nichts drin! Ich habe das Komplettpaket vor Jahren mal gekauft und im Nachhinein fand ich es rausgeworfenes Geld, da nur sehr spärlicher Informationsgehalt im Vergleich zu einem guten, gedruckten Reiseführer enthalten war. Ich habe die App nie genutzt. Gut so, so fällt wenigstens keiner mehr drauf rein.

      1. Das Gegenteil ist der Fall. Für unsere jährlichen Städtetouren in ganz Europa fanden wir dort viel mehr und aktuelleres als in jedem Reiseführer. Besonders die aktuellen Locations sind in den Reiseführern meist garnicht oder nur sehr spärlich vorhanden. Auf die vielen Rückmeldungen der Besucher waren hilfreich und in „Papier“-Reiseführern nicht enthalten. Höchstens bei geschichtlichen Rückblicken zur Stadtentwicklung usw. hatten die Papierversionen die Nase vorn.
        Ich hoffe, dass ich was vergleichbares wie Tripwolf finde.

  5. Was heutzutage alles auf Corona geschoben wird, ist so einfach geworden. Fakt ist das die schon länger Probleme haben und nicht erst seit Corona. Immer diese verlogenen Aussagen

  6. Ein weiteres DGSVO Opfer ? Bewegungsdaten lassen wohl nicht mehr so einfach verkaufen.

    Wie haben die überhaupt Geld verdient bzw. mit 12 Angestellten 1,5 Millionen Schulden angehäuft.

      1. und ich frag mich wiederum, warum Leute wie @Cintana, Signum, Jama, usw. dann offenbar trotzdem noch oder weiterhin so oft hier sind – wenn sie das alles so genau wissen und mitunter so schlecht finden !?

        aber Hauptsache, mal wieder rumgestänkert !

        1. Also Du billigst die Produkte Werbung uneingeschränkt und gesetzliche Vorgaben dürfen ignoriert werden.
          Leute die das nicht so Prickelnd finden werden als Nestbeschmutzer identifiziert und zur Tür gewiesen.
          Sehr nett, weiter so.

  7. Das ist ein prima Beispiel dafür, dass wir mit Apps auf Gedeih und Verderb darauf hoffen müssen, dass nichts schief geht. Jetzt wird das Ding eingestellt und kann die App, die man bezahlt hat, nicht mehr nutzen.

  8. Wie ich doch so ein App-Gehabe sowas von dicke hab…!
    Die Weiterentwicklung einzustellen ist das Eine.
    Jedoch kann ich jetzt auch nicht mehr auf meine Inhalte/Käufe zugreifen 🙀
    Leider schon häufiger passiert.
    Da sollte man sich doch grundsätzlich alles extern laden können um dann auch später wieder darauf zugreifen zu können.
    Diese „ist halt nicht mehr Gehabe“ empfinde ich als unprofessionell und zeigt mir wieder mal dass man dich lieber nicht auf Apps jeglicher Art verlassen soll…

  9. Es wäre schön, wenn es einen Nachfolger gäbe, der die ganzen Informationen, die Tripwolf in den Jahren aufgebaut hat, Weiternutzung kann.

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