Trivia Blast: Neues Quiz-Spiel ist überladen mit Werbung und Abos

Keinen Download wert

Im App Store tummeln sich so einige Quizspiele, mit denen sich das eigene Allgemeinwissen prüfen und kleine Fragerunden gegen Freunde oder Spieler aus der ganzen Welt absolvieren lassen. Das Konzept gefällt mir grundsätzlich sehr, allerdings setzen viele dieser Spiele auf ein Freemium-Prinzip und lassen sich nur mit Einschränkungen oder über teure In-App-Käufe wirklich in vollem Umfang nutzen.

Als nun also auch das neue Trivia Blast (App Store-Link) von Gameloft, FreshPlanet und eWRLD im App Store erschienen ist und uns dazu eine entsprechende Mitteilung ins Postfach flatterte, war ich dementsprechend gespannt, was dieses neue Quiz-Game so alles bereithalten würde. Der Download von Trivia Blast ist gratis und kann auf iPhones und iPads erfolgen. Für die Installation benötigt man neben 63 MB an freiem Speicherplatz auch iOS 12.1 oder neuer. Entgegen der Info im App Store liegt auch bereits eine deutsche Übersetzung vor, die aber in vielen Bereichen noch einige Übersetzungs- und Grammatikfehler aufweist.


Quizspiele machen grundsätzlich viel Spaß, insbesondere dann, wenn man Freunde oder fremde Spieler herausfordern und sich mit ihnen messen kann. Dieses Feature bietet auch Trivia Blast, das laut eigener Aussage über einen Katalog von mehreren zehntausend Fragen verfügt und diese in mehreren Wissenskategorien wie Allgemeinwissen, Pop, amerikanische Geschichte, Alternative und Künste zur Verfügung stellt. Auch eine Auswahl an mehreren Spielmodi ist vorhanden.

Wenn man weiß, dass Trivia Blast schon seit längerem ein Facebook-Game ist, lässt sich in etwa erahnen, was einen in dieser neuen mobilen Variante erwartet. Spieler können eigene „Fotokabinen“-Profile mit Fotos und speziellen Filtern erstellen und sich dann in Duellen gegen andere Gamer beweisen. Dies geht zum Glück auch ohne Anmeldung mit Apple ID oder Facebook-Konto als Gast.

Überfrachtetes Layout und zig verschiedene Währungen

Nach ein paar kurzen Quizduellen, in denen man maximal fünf Fragen zu beantworten hat, wird man dann aber gleich vor die ersten Probleme gestellt: Weitere Partien kosten Münzen, und von denen hat man auch zum Start leider nur wenige, so das es nicht einmal für eine weitere Partie gegen einen zufällig ausgewählten Gegner reicht. Auch wer die zur Verfügung stehenden Wissenskategorien neu durchmischen möchte, muss mit Münzen zahlen. Gleiches gilt, wenn man sich einer Trivia-Gruppe anschließen möchte, auch hier zahlt man für einen Beitritt mit Münzen, die man nicht hat.

An jeder Ecke dieses hoffnungslos überladenen und mehr als nur unübersichtlichen Quizspiels werden In-App-Käufe und Abonnements angepriesen, die zudem über alle Maßen überteuert sind. Neben Münzen gibt es auch Diamanten, Herzen sowie Joker in Form von richtigen Antworten, Entfernen von zwei Antworten, Super Suche und Themen mischen. Herzen und Joker können durch das Ansehen von Werbevideos erworben oder mit Münzen gekauft werden, zudem gibt es teure Abonnements, die als VIP-Pass bezeichnet werden und pro Woche mit 5,49 Euro bzw. 10,99 Euro/Monat zu Buche schlagen. Im Jahresabo zahlt man satte 77,99 Euro – wohlgemerkt, für ein kleines Quiz-Spiel und keine umfassende nützliche Produktivitäts-App.

Spätestens an dieser Stelle konnte zumindest ich nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln und habe Trivia Blast nach zwei kleinen Gratis-Partien sofort wieder vom iPhone deinstalliert. Dank der holprigen deutschen Übersetzung, den teils merkwürdig gestellten Multiple-Choice-Fragen und einem total überfrachteten, von Boni, Werbung, Zukäufen und Währungen überzogenen Layout kam hier null Spielfreude auf – von einem Download kann ich daher nur abraten.

‎Trivia Blast
‎Trivia Blast
Entwickler: FreshPlanet Inc.
Preis: Kostenlos+

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Kommentare 6 Antworten

  1. Mir gehen diese als Spiele verkleidete Gelddruckmaschinen, die zu allem Übel auch häufig prominent von Apple beworben werden, einfach nur noch auf den Geist. Habe früher häufig mal ne Runde (Premiumspiele) auf dem Handy gespielt, inzwischen fast gar nicht mehr. Nun ja: angeboten wird halt das, was am meisten einbringt….

  2. Frag mich nur wer so einen Mist überhaupt lädt, ich kenne nämlich niemand. Apple muss endlich diesen ganzen Mist abgrenzen ich will sowas nicht sehen wenn ich im Appstore herumschaue. Es gehört eine Filter Option her das sich so etwas ausblenden lässt.

    1. Immer wieder gute Tipps für die Appgefahren-Leser. Mittlerweile schaue ich im Appstore als erstes bei den InApp Käufen nach deren Verkaufsstrategie nach. Sehe ich dort die Auflistung von Tokenkäufen von 1€ bis 100€, wird diese App geschlossen und landet ohne weiteres Interesse meinerseits in den unendlichen Weiten des Universums meiner Gedanken. Aus dem Alter bin ich nun wirklich raus, dass ich auf diese Verkaufsstrategien hereinfalle. Wenn wir das alle tun würden, wären diese Softwareanbieter bald verschwunden. „Kein Gold, kein Geld auf diese Weise, da spar ich lieber für ne Reise.

  3. Schlimm was man heut Tage bekommt….

    Abo oder sehr aggressive Werbung/Datensammlung.

    Ich weiß noch als damals Apps 89cent gekostet haben und Millionen mal verkauft wurden.

    Man wird nicht mehr so schnell reicht mit Apps wie früher.

  4. Lass mal im Hintergrund Blockada laufen, dann ist Schluss mit Werbung in einigen Apps.
    Auch Mobil wenn das heimische PiHole nicht da ist.

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