WalkingPad C1 ausprobiert: Lohnt sich ein klappbares Laufband für Zuhause?

Mit 6 km/h nicht gerade schnell

Das WalkingPad C1 haben wir euch im September letzten Jahres erstmals kurz vorgestellt. Seit November haben wir das klappbare Laufband hier im Büro, aufgrund von Lieferschwierigkeiten erfolgt eine ausführliche Vorstellung erst jetzt.

  • WalkingPad C1 für 366,30 Euro bei Gearbest (zum Angebot)

Bevor wir den Sinn des Laufbands diskutieren, hier einmal die wichtigsten Fakten. Das Laufband wiegt 22 Kilogramm und misst im ausgeklappten Zustand 144,9 x 52,8 x 11,7 Zentimeter, wird es eingeklappt, ist es 85,5 x 52,8 x 14,5 Zentimeter groß. Dann benötigt das WalkingPad C1 nur 0,44 Quadratmeter Platz. Praktisch: Mit den zwei kleinen Rollen am Kopfteil lässt sich das WalkingPad schnell verschieben.


Ganz wichtig: Es handelt sich nicht um ein klassisches Laufband. Das WalkingPad bietet nämlich nur eine maximale Geschwindigkeit von 6 km/h an. Joggen ist hier also nicht möglich, sondern nur schnelles Gehen. Wer das lange macht, wird auch hier ins Schwitzen kommen. Wer es gemütlicher angehen lassen will, kann das Gerät auf bis zu 0,5 km/h runter regeln. Beachtet auch: Die maximal Tragkraft liegt bei 110 Kilogramm.

Das WalkingPad selbst ist gut verarbeitet. Im Lieferumfang ist ein zwei Meter langes Stromkabel mit dabei, das allerdings einen chinesischen Stecker aufweist – ihr benötigt also einen Adapter. Das Kabel wird rechtsseitig angeschlossen, daneben befindet sich der An-Aus-Schalter.

Die Inbetriebnahme ist simpel. Wer einen ersten Lauf starten will, muss nicht zwingend die zugehörige iPhone-App (App Store-Link) installieren. Im Lieferumfang ist nämlich eine zusätzliche Fernbedienung enthalten, mit der ihr das Laufband steuern und die Geschwindigkeit einstellen könnt. In der WalkingPad-App könnt ihr nach einer Registrierung aber weitere Daten einsehen. Die App ist sogar in deutscher Sprache verfügbar!

Ist das WalkingPad über Bluetooth verbunden, könnt ihr auch hier das Laufband starten. Zusätzlich könnt ihr ein paar Statistiken abrufen, zum Bespiel die gelaufene Strecke oder die verbrannten Kalorien. Zusätzlich könnt ihr zum Beispiel ein Ziel eingeben: Nach 20 Minuten beendet sich die Einheit selbst. Gleiches funktioniert auch mit einer bestimmten Distanz oder Kalorienanzahl. In der App könnt ihr zudem das Band neu kalibrieren oder Updates einspielen. Die App lässt sich gut bedienen. Eine Anbindung an Apple Health gibt es leider nicht, außerdem wird die Verbindung zwischen App und WalkingPad nicht immer sofort aufgebaut. Hier hilft manchmal nur ein manueller Klick auf „Quick Connect“.

‎WalkingPad
‎WalkingPad

Wie läuft es sich auf dem WalkingPad C1?

Natürlich ist das WalkingPad nicht mit professionellen Laufbändern aus dem Fitnessstudio vergleichbar, allerdings fühlt sich das Laufen auf dem Band anfangs ungewohnt an. Es fühlt sich so an, als würde das Band beim Laufen leicht rutschen, man hat eine Art Vor-Zurück-Bewegung – irgendwie komisch. Daran gewöhnt man sich dann aber doch recht schnell, allerdings sind mir persönlich 6 km/h für ein Workout einfach zu wenig. Natürlich kann man sich so fit halten und nicht jeder möchte einen Ausdauersprint hinlegen. Das Band selbst hört man natürlich, allerdings sind normale Laufbänder deutlich lauter. Die Beschichtung des Bands ist rutschfest, man kann auch ohne Schuhe oder barfuß laufen – kein Problem.

Mir persönlich ist das WalkingPad C1 aber einfach zu teuer. Aktuell muss man knapp 420 366 Euro berappen, der Versand erfolgt über die Schiene und ist inklusive. Bei Priority-Versand sind auch die Zollgebühren schon enthalten.

Ich bin mir sicher, dass es eine kleine Zielgruppe gibt, die Zuhause das Band ausklappen und ein kurzes und schmerzloses Lauf-Workout starten wollen. Allerdings tut es da auch ein ausgiebiger Spazierganz. Wer zügig geht, eventuell sogar ein paar Stöcke einsetzt, wird den gleichen Effekt erzielen – und hat dabei auch noch frische Luft geschnappt.

Das WalkingPad C1 ist insgesamt ein gutes Sport-Gadget, wenn man eben genau solch eines sucht. Ansonsten würde ich eher eine Runde Outdoor-Joggen empfehlen. Optional ist natürlich auch eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio möglich, die es ja schon ab rund 15 Euro im Monat gibt. Wenn man den Betrag von 420 Euro (Update: Aktuell zahlt man nur 366 Euro) hernimmt, könntet ihr also 28 Monate (24 bei 366 Euro) ins Fitnessstudio rennen und könnt dort natürlich nicht nur das Laufband, sondern auch alle anderen Geräte und Kurse nutzen.

Kommentare 8 Antworten

  1. Seit November im Office, aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten… Zusammenhang?

    Walking ist nicht gleich Running. Wie immer klingt nach Werbung.

    1. Wir haben es im November bekommen. Ich wollte den Test schon früher online stellen, allerdings gab es Probleme mit dem Versand. Die wurden jetzt gelöst.

      Wie immer, gerne nochmal für dich: Werbung heißt, der Anbieter hat uns Geld bezahlt, damit wir das schreiben. Ist nicht passiert. Solche Artikel werden mit „Anzeige“ markiert. Siehe Handyhüllen von heute 😉

        1. Auch hier wiederhole ich mich noch einmal: Es ist üblicher Standard, dass Firmen uns Testgeräte schicken. Viele gehen wieder zurück an die Hersteller, andere dürfen wir behalten. Das beeinflusst nicht unsere Meinung. Sogar wenn wir für einen Artikel Geld bekommen, schreiben wir objektiv darüber. Bevor wir ein Testgerät anfragen oder einen Artikel gegen Geld schreiben, informieren wir uns über die Geräte/Programme. Was würde es bringen, wenn wir Gadgets vorstellen, die super schlecht sind. Hat keiner was von. Von daher gibt es auch hier vorwiegend gute Produkte, einige haben sicher Verbesserungspotential – was wir dann auch erwähnen.

  2. Vielleicht könnte man es mit niedriger Geschwindigkeit unter einen Steharbeitsplatz legen, dann könnte man sich beim Arbeiten bewegen?

    1. Genau dafür habe ich seit einer Woche ein A1 (sollte nicht viel anders als das C1 sein). Um noch nebenher gut tippen zu können sind 3-4km/h für mich völlig ausreichend. Bin super zufrieden damit.
      Als „standalone“ Sportgerät fände ich es aber auch überflüssig.

  3. He @Plebejer mach doch deinen eigenen Blog auf.
    Selbst wenn Freddy in irgendeiner Form hier Geld bekommt, da steckt auch viel Arbeit dahinter.
    Und du zahlst hier keinen Cent für die Infos, oder ?

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