Amazon Prime Video zeigt ab heute Werbung an

Für 2,99 Euro kann man sich freikaufen

13 Kommentare zu Amazon Prime Video zeigt ab heute Werbung an

Seit Ende letzten Jahres steht fest: Ab dem 5. Februar wird Amazon Prime Video Werbung ausspielen. Zahlende Prime-Kunden und Kundinnen sehen dann pro Stunde durchschnittliche Werbeschaltungen mit 2 bis 3,5 Minuten. Der Selbsttest hat gezeigt: Direkt nach dem Start habe ich Werbung angezeigt bekommen.

Der Clou von Amazon: Man streicht die Werbefreiheit einfach aus dem Bestandsabonnement und bietet es zusätzlich als kostenpflichtige Option an. Genau, für zusätzliche 2,99 Euro im Monat könnt ihr Prime Video ohne Werbung genießen – so wie es zuvor immer der Fall war. Davon ausgeschlossen sind Live-TV-, Freevee- und Channel-Buchungen. Dieses Prozedere findet sowohl Stiftung Warentest als auch die die Verbraucherzentrale fragwürdig und letztere hat Klage gegen Amazon eingereicht. Ein Entscheidung steht allerdings noch aus.


Es handelt sich also um eine Preiserhöhung durch die Hintertür. Amazon begründet diesen Schritt mit allgemein gestiegenen Kostensteigerungen in den letzten Jahren. Der Streamer hätte auch einfach die Preise für Prime anheben können, diesen Schritt wollte man wohl umgehen. Der Vorteil für Amazon: Der Preis für Prime bleibt gleich und zudem schafft Amazon eine neue Möglichkeit für Werbetreibende – und füllt so die Kassen auf. Am Beispiel Netflix zeigt sich: Der Tarif mit Werbung boomt und die Einnahmen kennen nur einen Weg – nach oben.

Im linearen TV gibt es mehr Werbung

Immerhin: 2 bis 3,5 Minuten Werbung pro Stunde sind im Vergleich zum linearen Fernsehen sehr wenig. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr Prime Video per Webbrowser, iPhone, iPad, Android, Windows oder Mac nutzt.

‎Amazon Prime Video
‎Amazon Prime Video
Entwickler: AMZN Mobile LLC
Preis: Kostenlos+
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Kommentare 13 Antworten

  1. Ich verstehe nicht, warum Amazon nicht den „klassischen“ Weg geht, das Bestandsabo teurer zu machen und ein neues, preiswerteres Abo mit Werbung anzubieten. Unabhängig davon kann sich jeder ja selbst überlegen, ob er das Abonnement weiterführt oder nicht, denn eins ist sicher: Wenn die Unternehmen nicht spüren, dass ihre Kunden mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden sind, wird sich an dieser Praxis nichts ändern.

  2. >Immerhin: 2 bis 3,5 Minuten Werbung pro Stunde sind im Vergleich zum linearen Fernsehen sehr wenig.

    LOL, als ob es dabei bleiben wird.
    Der einzige(!) Anwendungsfall für den ganze Tracking-und Analytics-Bullshit in den Apps kommt genau jetzt zum Tragen: Wie weit können wir mit der Werbung gehen, bevor Kunden aktiv wegschalten? Schritt für Schritt wird Werbung erhöht werden, dann wieder etwas weniger, sodass sich die Schmerzgrenze beim Kunden langsam aber sicher immer weiter nach oben verschiebt.

  3. Also ich kündige mein Primeabo, den Mumpitz mache ich nicht mit! Bezahlen und TROTZDEM Werbung schauen? Nein, danke!
    Entweder bezahle ich durch Werbung kucken oder durch direkte Zahlung, beides geht nicht!

    1. Check mal deine Anzahl der Amazon-Bestellungen und rechne mal quer, was an Versandkosten gespart wurde. Das hat so manchen Nörgler die Augen geöffnet, bzw. den Mund versiegelt.
      Mir zumindest stellt sich die Frage einer Kündigung von Prime nicht. Im Gegenteil, selbst das Addon für Werbefreiheit wird noch locker von den ersparten Versandgebühren abgedeckt.

      Und wer nun meint: „Meee, support your local dealer als Amazon noch reicher zu machen.“. Dem sag ich: Sie hatten alle ihre Chance, haben mir aber oft genug gezeigt, dass sie mein Geld nicht wollen – obwohl ich bereit war sogar mehr zu zahlen. Unfreundliches oder dummes Personal, nix am Lager, miese Ausstellung, keine Auswahl, lange Wartezeiten, Schlangen an der Kasse, keine Parkplätze, … . Viele (nicht alle) machen es mir schon leicht zu Amazon zu gehen.

      1. Versandkosten zahlt man heutzutage nirgends mehr, zumindest ich nicht, von daher habe ich keinen Mehrwert. Auch die Primezustellung habe ich nie wirklich benötigt, auch, wenn es cool ist, dass die Bestellung so schnell da ist…

  4. Der Trick (den ich rechtlich nicht für koscher halte) mit der „indirekten“ Preiserhöhung hat für Amazon den Vorteil, dass es alle Kunden SOFORT ab 5.2.24 betroffen sind und entweder zahlen müssen oder Zwangs-Werbung sehen (woran Amazon auch verdient). Eine „normale“ Preiserhöhung hätte erst Wirkung gezeigt, wenn das jeweilige Jahres-Abo abgelaufen wäre – also je nach Kunde 1-12 Monate.
    Mich persönlich ärgert es sehr. Was ist denn dann der Unterschied zu freevee (das ich definitiv nie nutzen würde)? Jetzt knobeln wir, ob wir Prime ganz abbestellen (die Express-Lieferung hat auch sehr nach gelassen) und Amazon Bestellungen wieder bündeln (eigentlich auch nachhaltiger) oder die 36 € Strafgebühr zahlen…

  5. die lokalen Händler werden immer weniger zur Alternative zu Online-Bestellungen. Ein anderer User hier hat bereits einige Beispiele exakt wieder gegeben. Kinder-Hallenschuhe lokal zu besorgen ist der reinste Stress mit frustrierendem Endergebnis. Werde aber erstmal Prime kündigen und schauen wie es mit den Portokosten sein wird. Ebay, Otto und ein paar weitere Shops sind auch gut. Sowie mal Sammelbestellungen machen. Und grundsätzlich weniger bestellen 🙂

  6. Ich hatte es nach den Weihnachtseinkäufen wider abbestellt. Noch schnell die letzte Staffel „Bosch“. Die selten gewordenen Bestellungen werden von Amazon ohnehin kostenfrei mit Hermes zum Laden an der Ecke gesandt. Für mich hat Prime bis zum nächsten Weihnachtseinkauf keinen Nutzen.

  7. Eigentlich geht es nicht darum ob 2,99€ extra jetzt viel ist oder wenig…. Es geht darum dem ganzen System den Riegel vorzuschieben. Aber wie so oft, man meckert aber tut letzten Endes dann doch nichts. Entweder schluckt man die Werbekröte oder man zahlt eben.
    Von daher finde ich es sehr gut das die Verbraucherzentrale dagegen klagt. Auch wenn ich dort eigentlich so gut wie nichts schaue, es geht ums Prinzip.
    In eine Liste der Sammelklage würde ich mich eintragen, genauso wie ich mich in die kommende Liste für eine Sammelklage gegen Vodafone wegen der Preiserhöhung von 5€ eintragen werde. Verlieren kann man da nicht, man kann nur sein womöglich zu Unrecht gezahltes Geld zurückbekommen.

  8. Ich selbst habe kein eignes Prime, bin da als Familienmitglied drinnen (bei meinen Vater). Aber allein gestern bei „Die Grossen Mythen“ zwischen den Folgen Werbung gehabt und mitten drinnen auch jeweils 1x…. Nervt mich tierisch, da ich gern so was mir Anschaue/Höre zum Einschlafen und dann kommt auf einmal die Werbung , die natürlich eine komplett andere Tonart hat. Werde die App nun löschen und mir meine Mythen und Geschichte-Dokus wieder aus der ARD/ZDF Mediathek anschauen/anhören.

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