Sechs Monate nach Beginn des Anzeigentests in den USA
OpenAI bringt die eigene Werbeplattform ChatGPT Ads nach Europa. Ab Montag, dem 24. August, soll Werbung in 31 europäischen Märkten ausgespielt werden, darunter auch Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, die Niederlande sowie mehrere skandinavische Länder. Das berichtet das Unternehmen in einer eigenen Mitteilung. Damit weitet OpenAI sein Anzeigenmodell nach dem Start eines Pilotprojekts in den USA und der anschließenden Expansion auf weitere Märkte deutlich aus.
Apple will seine Funktion „App Tracking Transparency“ (ATT) in Deutschland anpassen. Das Unternehmen hat sich gegenüber dem Bundeskartellamt bereit erklärt, bestimmte Änderungen an der seit iOS 14.5 eingesetzten Tracking-Abfrage vorzunehmen, wie aus einer Pressemitteilung des Bundeskartellamtes hervorgeht. Künftig sollen unter anderem möglicherweise abschreckende Symbole und Formulierungen aus dem Dialog verschwinden. Damit reagiert Apple auf Bedenken der deutschen Wettbewerbsbehörde, ohne das grundsätzliche Datenschutzkonzept von ATT aufzugeben.
Ab Sommer schaltet Apple auch in der Karten-App Werbung, allerdings hat der Konzern frisch neue Spielregeln für sein Werbeprogramm veröffentlicht und dabei gleich mehrere Branchen komplett außen vor gelassen.
Ich habe in letzter Zeit häufiger gehört, dass rund um das Streaming früher alles besser war: Es gab keine Werbung und mit Netflix im Prinzip nur einen Anbieter. Das alles sieht mittlerweile natürlich anders aus. Werbung gehört bei den günstigen Abos mittlerweile mit dazu, zudem verteilen sich die Inhalte auf sicherlich vier oder fünf Plattformen.
Apple treibt seine Werbepläne weiter voran, denn mit der zweiten Beta von iOS 26.5 verdichten sich die Hinweise darauf, dass Werbung in Apple Karten schon sehr bald Realität werden könnte.
Neue Hinweise direkt in der App
Mit der aktuellen Beta-Version hat Apple eine neue Einblendung integriert, die beim App-Start der Karten-App begrüßt. Diese sogenannte Splash-Screen-Nachricht erklärt erstmals konkret, wie Werbung künftig ausgespielt werden soll.
Demnach orientieren sich Anzeigen unter anderem am ungefähren Standort, an aktuellen Suchanfragen sowie an der gerade angezeigten Kartenansicht. Gleichzeitig sollen Anzeigen auch im Bereich „Vorgeschlagene Orte“ auftauchen – eine Funktion, die bereits in der ersten Beta-Version von iOS 26.5 eingeführt wurde.
Werbung in Apple Karten kommt vorerst in den USA und Kanada. Foto: Macrumors.
Allerdings bleibt bislang unklar, ob Apple mit der zweiten Beta lediglich die technische Grundlage schafft oder ob erste Nutzer und Nutzerinnen bereits konkrete Werbung zu sehen bekommen. Fest steht nur: Die Integration schreitet sichtbar voran.
Datenschutz bleibt zentrales Argument
Gerade weil Standortdaten eine zentrale Rolle spielen, setzt Apple kommunikativ stark auf das Thema Privatsphäre. Der Konzern betont, dass Werbeinformationen nicht mit einem persönlichen Apple Account verknüpft werden.
Rollout im Sommer geplant
Bereits im März hatte Apple offiziell angekündigt, Werbung in Apple Karten einführen zu wollen. Damals sprach das Unternehmen von einem Start „im Sommer“.
Mit Blick auf die aktuelle Beta-Phase scheint dieser Zeitplan weiterhin realistisch. Zunächst soll die Einführung allerdings regional begrenzt erfolgen: Geplant ist ein Start in den USA und Kanada – und zwar auf iPhone, iPad und Mac.
Darüber hinaus wird Apple die Anzeigen klar kennzeichnen. Ähnlich wie im App Store sollen Werbeinhalte mit einem deutlichen „Ad“-Label versehen werden, sodass Nutzer und Nutzerinnen sie sofort erkennen können.
Wann die Anzeige von Werbung in Apple Karten in Deutschland startet, ist bisher noch nicht bekannt.
Ich habe mich ja immer noch nicht entschieden, und deswegen sind auf der ersten Seite meines Homescreens zwei Anwendungen direkt nebeneinander zu finden: Google Maps und Apple Karten. Nun soll Apple in einer bestimmten Kategorie mit Google gleichziehen – doch darauf hätte ich gerne verzichtet.
Vor zwei Jahren noch Vorreiter in Sachen KI-Werbung
Perplexity zieht einen klaren Schlussstrich unter die eigenen Werbepläne: Das KI-Unternehmen kehrt Anzeigen im eigenen Dienst den Rücken. Man fürchtet, dass Werbung das Vertrauen der Nutzer und Nutzerinnen in die Antworten des Assistenten untergraben könnte. Während große Konkurrenten verstärkt auf Anzeigen als zusätzliche Erlösquelle setzen, positioniert sich Perplexity gegen den Branchentrend und setzt stattdessen auf Bezahlmodelle. Das berichtet die Financial Times in einem aktuellen Artikel.
ChatGPT dürfte eines der beliebtesten KI-Tools im Netz sein und auch von einigen von euch rege genutzt werden. Für die meisten von uns dürfte die Basis-Version des Chatbots absolut ausreichend sein, zumal diese bisher ja noch komplett werbefrei ist. Das könnte sich aber schon bald ändern.
Angekündigt wurde es bereits im vergangenen Jahr, jetzt werden anscheinend Nägel mit Köpfen gemacht. Schon bald wird Apple im App Store mehr Werbung anzeigen, wie man jetzt in einer offiziellen Mitteilung an registrierte Entwicklerinnen und Entwickler bekannt gegeben hat.
Eine werbefreie Plattform von Meta? Ja, Threads (App Store-Link), der Konkurrent von X, hat knapp zweieinhalb Jahre keine Werbung angezeigt. Doch damit ist in Kürze Schluss, denn wie angekündigt, rollt Meta Werbung bei Threads noch in der kommenden Woche aus.
Auch ihr habt euch in den vergangenen Jahren vermutlich daran gewöhnt: Bei einer Suche im App Store ist das erste Ergebnis eine Anzeige. Markiert mit dem Hinweis „Ad“ und einem blau eingefärbten Hintergrund. Erst darunter folgen die eigentlichen Ergebnisse zum von euch eingegebenen Suchbegriff.
Wenn ihr künftig im App Store nach einer App sucht, werdet ihr mit einer höheren Anzahl an Werbeanzeigen auf der Suchergebnisseite konfrontiert. Das teilte Apple auf seiner Apple-Ads-Webseite mit. So wird dann nicht nur eine Anzeige zu Beginn der Ergebnisliste zu sehen sein, sondern die Liste immer wieder zwischendrin um Anzeigen angereichert. Im nächsten Jahr soll es losgehen.
Das Landgericht München I hat Amazon eine klare Grenze aufgezeigt: Streaming-Anbieter dürfen die Werbefreiheit nicht einseitig abschaffen. Mit Urteil vom 16. Dezember 2025 gab die 33. Zivilkammer einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen statt.
Seitenpanel mit Werbeanbieter lässt sich nicht mehr schließen
YouTube macht es Gratis-Usern des eigenen Videodienstes immer schwerer, Inhalte ohne nervtötende Werbeunterbrechungen anzusehen. Erst im Juni dieses Jahres hatte die mittlerweile zu Google gehörende Videoplattform 30-sekündige, nicht überspringbare Werbespots in einer Betaphase getestet.
Werbebanner auf Kühlschrank-Displays in neuem Testprogramm
Erst kürzlich sorgte ein Bloomberg-Artikel für Aufsehen: Demnach plant Apple ab 2026, in der eigenen Karten-App Apple Maps Werbeanzeigen auszuspielen. So sollen zum Beispiel Restaurants dafür bezahlen können, in der Navigations- und Karten-App besser sichtbar zu sein.