Apple in den Niederlanden: Neunte 5 Millionen Euro-Strafe für App Store-Vergehen

Streit um Zahlungsmethoden für Dating-Apps

Die eingeschränkten Zahlungsmethoden im App Store von Apple bedeuten in den letzten Monaten viel Stress für den Konzern aus Cupertino. In Südkorea wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das Apple verpflichtet, alternative Zahlungsmethoden für Entwickelnde anzubieten. Auch in unserem Nachbarland, den Niederlanden, gab es eine Entwicklung in diese Richtung.

Mitte Januar kündigte Apple an, dass man mit der niederländischen Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) konform gehe, die das Unternehmen dazu zwingen, Drittanbieter-Zahlungsdienste für In-App-Käufe in Dating-Apps zuzulassen. Niederländische Dating-Apps, wie einen Link zu einem Drittanbieter für In-App-Zahlungen bereitstellen oder einen solchen nutzen, müssen weiterhin eine Provision an Apple für Transaktionen zahlen.


Die ACM begründet den Schritt damit, dass Apple „unangemessene Bedingungen“ auferlege, indem es Usern die Wahl der In-App-Kaufmethoden verbiete. Bis zum Samstag, den 15. Januar 2022 musste Apple entsprechende Zahlungsoptionen von Drittanbietern anbieten, sonst droht dem Konzern eine Geldstrafe von bis zu 50 Millionen Euro. Apple zeigte sich seinerzeit nicht wirklich einverstanden mit der Anordnung durch die niederländische ACM.

ACM kann nur maximal 50 Millionen Euro Strafe einfordern

Wie nun ein neuer Artikel von Reuters aufzeigt, hat Apple aufgrund der Nichteinhaltung der auferlegten Richtlinien für Dating-Apps just eine Strafe von 5 Millionen Euro von der ACM hinnehmen müssen, „die neunte wöchentliche Strafe dieser Art, die Apple seit Januar in diesem Streit erhalten hat“, so Reuters. Damit hat Apple seit Mitte Januar bereits 45 Millionen Euro an Strafen zahlen müssen. Die niederländische Aufsichtsbehörde kann Apple nur noch ein weiteres Mal bestrafen, da sie dann ihre maximale Gesamtstrafe von 50 Millionen Euro erreicht hat.

Noch im Januar hatte Apple gegenüber der ACM erklärt, dass man alternative Zahlungsmethoden für Dating-Apps im niederländischen App Store anbieten wollen würde. Apple wollte aber lediglich die Provision für derartige Käufe von 30 auf 27 Prozent senken und Entwickelnde verpflichten, dem Konzern Aufzeichnungen über Verkäufe mittels alternativen Zahlungsmethoden vorzulegen. Zudem legte Apple wiederholt Einspruch gegen die ACM-Anordnung ein und argumentierte mit Sicherheits- und Datenschutzbedenken für Kunden und Kundinnen des App Stores. Wie es scheint, ist in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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