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Apple vor Kurswechsel: Neuer CEO will Design wieder zur Chefsache machen

John Ternus will das Design in den Fokus rücken

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John Ternus vor Mac mini

Mark Gurman, der bestens vernetzte Apple-Reporter von Bloomberg, hat in seinem aktuellsten „Power-On“-Newsletter einen spannenden Rückblick gewagt: Zehn Jahre Apple-Firmenpolitik, zusammengefasst in einem Text, der zeigt, wie sich die Machtverhältnisse innerhalb des Konzerns verschoben haben. Sein zentraler Befund: Unter Tim Cook büßte das Designteam spürbar an Einfluss ein. Mit dem Abgang von Jony Ive und etlichen anderen kreativen Köpfen verschärfte sich dieser Trend zusätzlich, während Finanz- und Operations-Abteilungen immer stärker mitbestimmten, wohin sich künftige Produkte entwickeln sollten.

Doch laut Gurman könnte sich genau das nun ändern. Der für den Chefposten vorgesehene John Ternus scheint fest entschlossen, dem Design seine frühere Bedeutung zurückzugeben – und damit eine Ära einzuleiten, die deutlich anders aussieht als die vergangenen Jahre unter Cook.


Das Design-Team hat an Gewicht verloren

Werfen wir kurz einen Blick zurück: Als Ive das Unternehmen verließ, übernahm ausgerechnet der damalige Betriebschef Jeff Williams die Zügel im Designbereich. Ein Bruch mit der bisherigen Logik, schließlich hatte Ives Team über Jahre hinweg quasi im Alleingang vorgegeben, wie zukünftige Produkte aussehen sollten.

Wie tief diese gestalterische Vormachtstellung tatsächlich verwurzelt war, lässt sich sogar in Walter Isaacsons Steve-Jobs-Biografie nachlesen. Dort wird Jobs mit der Aussage zitiert, Ive verfüge über mehr operative Macht als jede andere Person im Unternehmen, ihn selbst ausgenommen, schlicht „weil ich es so eingerichtet habe“.

Vergleicht man das mit der Gegenwart, könnte der Unterschied kaum größer sein. Viele Beobachter sind überzeugt, Apple habe die Designabteilung inzwischen klar hinter die operativen Bereiche zurückgestuft. Bezeichnend dafür: Aktuell gibt es im Konzern nicht einmal eine besetzte Führungsposition für das Design, wenngleich Molly Anderson und Steve Lemay erst vor kurzem auf der offiziellen Führungsseite aufgetaucht sind.

Ternus setzt auf eine Rückbesinnung

John Ternus bei einer Präsentation
John Ternus bei einer Apple Veranstaltung. Foto: Apple.

Anders als sein Vorgänger dürfte sich der künftige CEO John Ternus deutlich intensiver mit Produktfragen im umfassenden Sinne befassen. Und genau hier setzt er offenbar an, um dem Designteam wieder mehr Gewicht zu verleihen. Gurman berichtet, Ternus verbringe bereits jetzt auffällig viel Zeit mit der Industriedesign-Abteilung, während er sich Schritt für Schritt auf seinen offiziellen Amtsantritt am 1. September vorbereitet.

Sinngemäß ließ Ternus gegenüber Gurman durchblicken, dass für die meisten Menschen ohnehin das schönste Produkt in ihrem Besitz von Apple stamme – und genau dieser Anspruch solle auch künftig erhalten bleiben. Eine Aussage, die durchaus als Bekenntnis zur gestalterischen Exzellenz gelesen werden kann.

Nach außen bereits das neue Gesicht des Designs

Nicht zuletzt positioniert die Apple-Kommunikation Ternus schon jetzt als treibende Kraft hinter aktuellen Design-Highlights wie dem MacBook Neo. Sein erster großer öffentlicher Auftritt nach der Amtsübernahme dürfte zudem kaum unauffälliger ausfallen: Im Herbst soll er bei einer eigenen Medienveranstaltung das mit Spannung erwartete faltbare iPhone vorstellen.

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Freddy
Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

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