Huawei FreeBuds Pro: Warum mir die Einordnung der AirPods-Konkurrenten so schwer fällt

Viele Möglichkeiten bleiben unter iOS ungenutzt

Die Auswahl in Sachen True Wireless Kopfhörern ist ja mittlerweile so groß, dass man schon mal gerne den Überblick verlieren kann. Wir stellen euch heute einen weiteren Kandidaten vor, die Huawei FreeBuds Pro. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 179 Euro sind sie genau so teuer wie die AirPods mit dem kabellosen Ladecase, aus technischer Sicht spielen sie aber in einer Liga mit den etwas teureren AirPods Pro.

Auch weil es so viele Alternativen gibt, möchte ich hier keinen gewöhnlichen Testbericht schreiben. Das wäre auch nicht ganz fair, denn im Zusammenspiel mit dem iPhone sind die FreeBuds Pro nur ganz normale Bluetooth-Kopfhörer, während sie ihr volles Potenzial erst mit einem Android-Smartphone, besser noch einem Gerät von Huawei, ausschöpfen können.


Und genau das ist es, was ich wirklich schade finde. Als iPhone-Nutzer würde man mit den Huawei FreeBuds Pro eine echt tolle Alternative zu den AirPods bekommen, mit einem vergleichbar guten Klang und einem ähnlichen Formfaktor. Allerdings kann man nur die Standard-Einstellungen nutzen, da man keinen Zugriff auf die App hat, mit der weitere Konfigurationen möglich sind.

Mit den AirPods sieht es unter Android auch nicht anders aus

So gibt es unter iOS beispielsweise keine Chance, den Ladestand der einzelnen Ohrhörer oder des Ladecase abzulesen. Auch die Einstellungen für die aktive Geräuschunterdrückung der Huawei FreeBuds Pro ließe sich über die App deutlich einfacher vornehmen als direkt über die Touch-Steuerung am Kopfhörer. Auf die freie Belegung der Tasten oder auch den Passtest für die Kopfhörer muss man dagegen komplett verzichten.

Das ist wirklich schade, denn bei der Nutzung mit iPhone oder iPad verlieren die Huawei FreeBuds Pro aufgrund der fehlenden App wirklich viel Komfort. Der Fairness halber muss man allerdings auch sagen: Mit den AirPods sieht es unter Android eben auch nicht anders aus.

Bei einer ganz einfachen Sache könnte sich Apple dagegen gerne etwas von Huawei abgucken. Die FreeBuds Pro gibt es nicht nur in Ceramic White, sondern auch in Carbon Black und Silver Frost. Meine Testgeräte haben die letztgenannte Farboption und ich muss sagen, dass sie wirklich klasse aussehen.

Die Handhabung der Kopfhörer unterscheidet sich nicht grundlegend von anderen Modellen dieser Art, eine Sache ist mir aber etwas negativ aufgefallen: Die FreeBuds Pro lassen sich nicht ganz so leicht aus dem Ladecase nehmen, wie es bei den AirPods der Fall ist. Mit etwas Übung sieht die Sache nach ein paar Wochen aber wohl eh anders aus. Sehr gut gefällt mir dagegen, dass man die Lautstärke direkt am Ohrhörer einstellen kann – eine Option, die ich bei den AirPods tatsächlich schmerzlich vermisse.

Und so fällt mein kurzes Fazit am Ende etwas komisch aus. Die Huawei FreeBuds Pro liefern einen guten Sound, so zumindest mein Empfinden, sie sehen klasse aus und bieten zahlreiche Funktionen – von denen ich als Apple-User aber eben nur einen Teil verwenden kann. Ich erwarte sicherlich keine so tiefe Integration, wie es bei den AirPods der Fall ist, aber zumindest eine einfache App für iOS dürfte es dann doch sein. Solltet ihr allerdings auch mal ein Android-Smartphone im Einsatz haben, vielleicht sogar von Huawei, dann schaut bzw. hört euch die FreeBuds Pro auf jeden Fall mal an.

Huawei FreeBuds Pro

Die HUAWEI FreeBuds Pro werden mit einem Bluetooth 5.2-zertifizierten Kirin A1 Chipsatz geliefert, der die Latenzzeit auf beeindruckende 180 ms reduziert und so ein außergewöhnlich flüssiges Erlebnis ermöglicht. Es stehen drei Farben zur Auswahl: Weiß, Schwarz und Silber. Die filigrane, windfeste Struktur und das fließende mechanische Design von HUAWEI Freebuds Pro eliminieren jegliche Pfeiftöne, die durch Luftreibung verursacht werden. Fühlen Sie sich frei, die Brise beim Gehen, Laufen und Radfahren zu genießen.

179 EUR

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Kommentare 4 Antworten

  1. Was’n ds für ein Unsinn? Zahle ich als nachweislicher iOS-User deshalb weniger? Oder ist man einfach nur zu dumm um die Features, die auch überhaupt nix besonderes sind, alles System anzubieten.

    Geräte mit solchen Einschränkungen werden nicht gekauft.

    1. Unsinni
      Ich bin bei dir
      Diese „Machtspielchen“ ich bin iOS oder Android nerven als Endkunde.
      Hier sollte per Gesetz das ganze Machtgehabe geregelt werden.
      Halten sich die Hersteller an vorlagen sollten diese auch den vollen Support der Software erhalten.
      Egal ob Android oder iOS.
      Aber da es zu viele gibt welche die Produkte trotzdem in regelmäßigen Abständen kaufen sind die Hersteller nicht gezwungen zu reagieren.

      1. Leute, nicht wundern, kompatibel zu sein ist bei beiden nicht das Ziel.
        Jeder steckt seinen Claim ab.

        Leider bleibt nur: Einfach für ein Universum entscheiden und damit leben 😁

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