iPhone: Steve Jobs wollte von Anfang an keinen SIM-Karten-Slot

Neue Infos von Tony Fadell

Der frühere Apple-Manager Tony Fadell, oft auch als „Vater des iPods“ bezeichnet, hat vor kurzem eine Biografie „Build: An Unorthodox Guide to Making Things Worth Making“ (Amazon-Link) herausgegeben, in der sich auch viele Hintergrund-Stories und Insider-Infos zu seiner Zeit bei Apple finden. Nun wurde Fadell von der Journalistin Joanna Stern während eines Events im Computer History Museum interviewt. Im Zuge des Gesprächs gab es auch einige spannende Infos zur ersten iPhone-Generation und den Wünschen von Steve Jobs.

Die aktuelle iPhone-Generation lässt sich neben einer klassischen Nano-SIM-Karte inklusive entsprechendem Slot an der Seite des Geräts auch mit einer sogenannten eSIM, die virtuell gebucht und dann mit einem Tarif genutzt werden kann, verwenden. Dass schon Steve Jobs bei der Entwicklung des ersten iPhones davon träumte, dass das Smartphone ganz ohne SIM-Kartenslot auskommen würde, und das Jahre vor der Einführung der eSIM, war bisher unbekannt.


Tony Fadell berichtet im Interview mit Joanna Stern, dass Jobs während der frühen Entwicklungsphase des iPhones aufgrund eigener Design-Präferenzen gegen die Idee eines SIM-Kartenslots war. Laut Fadell habe der frühere Apple-CEO dem Entwicklungsteam, das am iPhone arbeitete, erklärt, „Wir wollen kein weiteres Loch darin“. Er führte dabei auch den Provider Verizon an, dass ein iPhone ohne SIM-Tray durchaus möglich sein könne. Verizon nutzte zu diesem Zeitpunkt ein CDMA- statt GSM-Netzwerk. Bei dieser Variante sind die Geräte direkt mit dem Provider-Netzwerk verbunden und benötigen daher keine SIM-Karte.

Überzeugungsarbeit des gesamten Teams notwendig

Es brauchte laut Fadell einiges an Überzeugungsarbeit des Teams, damit Steve Jobs sich umstimmen ließ. Fadell führte unter anderem Marktdaten an, die belegten, dass die CDMA-Technologie schon immer eine sehr kleine Adaptionsrate habe und stattdessen GSM weitaus verbreiteter war. „Stelle sicher, dass du Daten mitbringst“, berichtet Fadell im Interview über die Strategien, Steve Jobs zu überzeugen. „Und es musste ein Team von uns sein, es konnte nicht nur einer von uns sein.“

Das gesamte, etwa 75 Minuten lange Interview des Livestream-Events kann als Video-on-Demand bei YouTube angesehen werden. Darin spricht Tony Fadell auch über die Entwicklung des iPods, die Wichtigkeit von Apple Stores für das Geschäftsmodell des Konzerns und mehr. Ihr findet das Interview in voller Länge unter diesem Artikel.

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Kommentare 2 Antworten

  1. Ich bin mit dem Kauf meines iPhone 12 Pro Max vor 1,5 Jahren auf eSIM im iPhone und iPad Pro 2018 umgestiegen, Ich begrüße das sehr. Kein rumgefriemel mehr. Ist aber schon erstaunlich, dass Steve Jobs schon 2007 die eSIMs in seinem iPhone haben wollte.

    1. Ja genau, weil der Aufwand auch so unfassbar aufwendig ist und man sich damit Ewigkeiten auseinandersetzen muss, wieder und wieder. #wallbash

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