iPhones ohne EarPods und Netzteil: Apple steigert Umsatz um 6 Milliarden Euro

Analyse-Institut CCS Insight mit neuen Zahlen

Bei allen neueren iPhones legt Apple seit 2020 keine kabelgebundenen Kopfhörer, die sogenannten EarPods, und auch kein Netzteil für die Steckdose mehr bei. Begründet wurde dies vom Unternehmen mit Umweltaspekten – schließlich haben die meisten iPhone-User sowieso schon Netzteile zuhause oder verwenden ihre eigenen, oftmals drahtlosen Kopfhörer. Auf diese Weise könne zusätzlicher Müll und verschwendete Produktionsressourcen vermieden werden.

Dass Apple bei diesem Schritt aber auch die eigene Profite im Hinterkopf gehabt haben dürfte, legt nun eine neue Analyse des Marktforschungsinstituts CCS Insight (via Daily Mail) nahe. Die Analysten rechneten aus, dass Apple mit dieser Maßnahme pro verkauftem iPhone rund 32 Euro einsparen könne. Die Analyse berücksichtigt, dass die Netzteile und Kopfhörer zwar für 25 Euro bzw. 19 Euro über die Ladentheke gehen, aber der tatsächliche Produktionswert deutlich darunter liegt.


Auch andere Hersteller legen kein Zubehör mehr bei

Seit der Ankündigung, auf das beigelegte Zubehör zu verzichten, soll Apple weltweit etwa 190 Millionen iPhones verkauft haben. Die Gesamtgewinne durch diese Einsparung sowie den daraus resultierenden reduzierten Versandkosten könnten sich daher laut CCS Insight auf rund 6 Milliarden Euro belaufen. Hinzu kommen geschätzte 267 Millionen Euro aus dem Verkauf von optionalem Zubehör.

Schon kurz nach der Ankündigung Apples, auf das bisherige Standard-Zubehör verzichten zu wollen, vermuteten viele Apple-User und Medienvertreter nicht nur reine Umweltaspekte, die zu diesem Entschluss geführt haben, sondern auch um eine Gewinnoptimierung von Seiten des Konzerns. Die Zahlen von CCS Insight geben dieser Vermutung recht. Mittlerweile verzichten auch andere große Smartphone-Hersteller auf die Beigaben im Lieferumfang. Samsung folgte bereits im Oktober 2020 mit einer eigenen Ankündigung – nachdem man sich zuvor noch öffentlich über Apples Schritt lustig gemacht hatte.

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Kommentare 8 Antworten

  1. Schon mal was von zwei Seiten einer Medaille gehört? Klar hat das Einsparungen mit sich gebracht. Das dürfte jedem und jeder klar gewesen sein. Beworben haben sie es anders, was aber nichts daran ändert, dass beide Aspekte stimmen

    1. Apple hätte dann aber die Preise senken können, haben sie aber nicht, daher ist die Kritik vielleicht nicht ganz unberechtigt.

      Ich habe genug Netzteile zu Hause, daher finde ich den Schritt an sich auch gut. Man könnte auch mal ausrechnen wie viele Tonnen Plastik und Elektronik dabei gespart wurden, die Zahl kann sich sicherlich sehen lassen

  2. Was für ein kruder Artikel :

    – erst heißt es „Apple steigert den Umsatz um 6Mrd. €“
    – dann ist vo 6 Mrd. € Einsparung die Rede
    – dem werden dann zus. 267 Mio € aus Verkauf für zus. Zubehör gegenüber gestellt“

    SORRY aber hier müsst ihr genauer arbeiten 🙁

  3. Ich verstehe es auch nicht. Hätten sie einfach ehrlich beide Aspekte erwähnt, dann wäre mir Apple sympathischer gewesen. War von Anfang an klar, aber immer dieses „Kunden für blöd“ halten geht mir mittlerweile auf den Zeiger.
    Das wäre mal ne viel coolere Aktion gewesen, wenn man gesagt hätte, dass die Umwelt dadurch entlastet wird, und man dadurch flexibler mit den Preisen umgehen kann (ob das dann passiert oder nicht ist was anders). Das hätte mit Sicherheit keinen Abbruch im Absatz gemacht.
    So sieht man durchaus den wahren Charakter und man darf auch solche Aspekte heranziehen, wenn es um andere fundamentalen Dinge geht wie Privacy / Datenschutz. Da ist mit Sicherheit zur Wahrheit auch nur noch in Teil richtig. Vielleicht etwas besser als die Konkurrenz, die aber auch dazu kein Geheimnis machen, aber solange es förderlich für den Umsatz ist, sieht man das auch nicht immer so genau. Was man gerne auch in den Leaks sieht (Siri Aufnahmen etc).

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