Vor ein paar Wochen habe ich in meinem Wohnzimmer eine motorisierte Leinwand mit einer Größe von 120 Zoll an der Decke montiert. Zuvor hatte mein Kollege Frederick mich mit seinen Eindrücken rund um Projektoren, umgangssprachlich auch Beamer genannt, ein wenig in Verlegenheit gebracht. Ich wollte so ein Ding auch mal ausprobieren.
Klar ist: Bei Projektoren macht der Preis einen erheblichen Unterschied. Teure Modelle bieten zum Teil bis zu 5.800 Lumen Helligkeit, etwa der JMGO N3 Ultimate. Hier ist man aber locker mal mit 2.500 bis 3.000 Euro dabei. Was ist, wenn das Budget deutlich geringer ist? Ich habe mir genau deswegen den JMGO N1S 4K mit 1.700 angeschaut, der derzeit für 849 Euro (Amazon-Link) angeboten wird.
In der N1S-Produktfamilie von JMGO ist er damit der günstigste Kandidat. Alternativ stehen euch der N1S Ultra mit 2.800 Lumen für 1.199 Euro sowie der N1S Ultimate mit 3.300 Lumen für 1.499 Euro zur Verfügung. Natürlich sind diese Modelle besser, aber man muss halt auch mehr Geld auf den Tisch legen.
Die aktuelle Back to School Promotion bei JMGO
Noch bis zum 27. September könnt ihr direkt bei JMGO sogar noch etwas sparen. Den JMGO N1S 4K gibt es nicht nur für 849 Euro (der reguläre Listenpreis beträgt 1.299 Euro). Ihr bekommt auch noch eines von vier verschiedenen Geschenken: Einen Bodenständer, eine Deckenhalterung, eine Leinwand oder 3D-Brillen im Doppelpack. Für welche Zugabe ich mich entscheiden würde, lest ihr später im Artikel.
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JMGO N1S 4K ist dank Google TV schnell eingerichtet
Zunächst muss der Projektor erst einmal in Betrieb genommen werden. Das ist keine große Herausforderung und direkt beim Auspacken entdecke ich die erste tolle Sache: Der JMGO N1S 4K wird in einem festen Styropor-Koffer geliefert. Dieser verfügt nicht nur über einen Tragegriff, sondern auch über einen Deckel mitsamt Verschlüssen. So kann der Beamer nicht nur sicher verstaut, sondern auch relativ einfach transportiert werden. Mit 2,2 Kilogramm ist das Gewicht des Geräts auch überschaubar.

Eingeschaltet ist er schnell. Im Prinzip müsst ihr nur das Netzkabel einstecken und den Projektor vor eine glatte, weiße Wand stellen. Noch besser ist natürlich eine richtige Leinwand. Danach ist die Steuerung mit Hilfe der mitgelieferten Fernbedienung, die leider ziemlich einfach verarbeitet ist, ein Kinderspiel.

Noch einfacher wird es, wenn ihr bereits ein Google-Konto habt. Prinzipiell kann der JMGO N1S 4K mit den vorinstallierten Apps auch ohne Account genutzt werden, mit vollem Zugriff auf den Play Store macht die Sache aber deutlich mehr Spaß. Immerhin gibt es hier für quasi jeden Streaming-Anbieter und nahezu jede Mediathek eine passende App.
Bereits mit Bordmitteln bekommt ihr so einen sehr guten „Smart TV mit XXL-Bildfläche“. Bis zu 200 Zoll sind theoretisch möglich, realistisch halte ich 80 bis 120 Zoll. Netflix starten, die Apple TV App nutzen oder mit Zattoo ganz normales Fernsehen schauen – all das ist kein Problem. Auch AirPlay-Inhalte vom iPhone, iPad oder Mac können drahtlos auf dem JMGO N1S 4K wiedergegeben werden.

Die technischen Details des JMGO N1S 4K
Mit dem internen Betriebssystem kommt ihr bei diesem Projektor schon ziemlich weit. Und das sollte aus meiner Sicht auch eure bevorzugte Quelle sein, denn der JMGO N1S 4K verfügt nur über einen einzigen HDMI-Anschluss. Den könnt ihr natürlich nutzen, um einen Apple TV oder auch eine Playstation anzuschließen. Es gibt dann allerdings keinen weiteren Port, um beispielsweise noch ein Soundsystem anzuschließen. Das kann durchaus eine erhebliche Einschränkung sein.
Der JMGO N1S 4K verfügt über zwei integrierte 5 Watt Lautsprecher und ein kleines Bassmodul. Wenn man ein bisschen Super Mario mit der Nintendo Switch spielt, reichen die durchaus aus. Wenn die Kids Peppa Wutz in XXL anschauen, dann sicherlich auch. Für einen ordentlichen Heimkino-Abend sollte es dann aber doch eine externe Soundquelle sein. Ich habe bei mir zuhause die Sonos Arc Soundbar und damit das komplette Wohnzimmer-Setup mit dem Beamer verbunden.

Insgesamt ist der JMGO N1S 4K aus technischer Sicht solide ausgestattet. Bei der Bildtechnik setzt JMGO auf einen RGB-Laser als Lichtquelle und einen DLP-Chip mit 0,47 Zoll – das ist ein größerer Chip als in vergleichbaren UHD-Beamern dieser Preisklasse. Der größere Chip bietet etwa 45 Prozent mehr effektive Fläche, was dazu beitragen kann, die Bildschärfe, Gleichmäßigkeit und Stabilität zu verbessern, besonders bei größeren Leinwänden. Der Projektor kann Inhalte in 4K darstellen und unterstützt HDR10. Praktisch ist der Standfuß, der eine frei einstellbare Neigung von 127 Grad ermöglicht. Zusammen mit Autofokus und automatischer Trapezkorrektur lässt er sich so recht einfach aufstellen. Manuelle Bildkorrekturen und Bildanpassungen sind natürlich kein Problem.
Bei der drahtlosen Ausstattung gibt es wenig zu meckern. Der N1S 4K unterstützt Wi-Fi 6 und Bluetooth und bringt 2 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB internen Speicher mit. Das sorgt für eine durchaus flüssige Bedienung, wenn auch leider nicht auf Apple TV Niveau (aber weit vor Fire TV).
Aber wie sieht es denn nun mit der Helligkeit aus?

Wie dunkel es bei euch genau sein muss, das hängt vor allem von der Entfernung zur Leinwand und der gewünschten Bildgröße ab. Bei mir sind es, wie bereits erwähnt, 120 Zoll, für die eine Entfernung von rund dreieinhalb Metern zur Leinwand benötigt wird.
Wenn abends noch die Sonne in die großen, nach Westen ausgerichteten Fenster scheint, geht ohne Verdunkelung tatsächlich nicht viel. Hier müssen die Rollläden auf jeden Fall nach unten gefahren, wenn auch nicht ganz geschlossen werden. Natürlich wird das Bild immer besser, je dunkler es im Raum ist. Für den JMGO N1S 4K muss es aber nicht zwingend komplett dunkel sein.
Meine persönlichen Eindrücke des Projektors
Für mich ist es seit langer Zeit der erste richtige Projektor, der es in mein Wohnzimmer geschafft hat. Was mich ein bisschen nervt: Das ganze Ding immer aufstellen zu müssen, auch wenn das nur wenige Minuten dauert. Auf lange Sicht werde ich mich hier ganz sicher für eine Deckenhalterung entscheiden, was die ganze Sache definitiv einfacher gestalten wird.
Wie beeindruckend groß das Bild ist, mag man im ersten Moment noch gar nicht mitbekommen. Als ich nach ein paar Abenden mit dem JMGO N1S 4K und einem 120 Zoll großen Bild aber mal wieder was auf dem 65 Zoll großen Fernseher (rund 5,5 Meter entfernt) angeschaut habe, kam mir das im Vergleich förmlich winzig vor. An so einen riesigen Fernseher gewöhnt man sich wirklich sehr schnell.

Zusammen mit der smarten Google TV Oberfläche ist der JMGO N1S 4K ein sehr gutes Gerät für die alltägliche Nutzung. Was Apps und Dienste angeht, gibt es quasi keine Einschränkungen. Und auch technisch gesehen bietet der Projektor für 849 Euro ziemlich viel Leistung. Natürlich wäre mehr immer noch viel besser – dann muss man aber auch doppelt oder dreifach so viel Geld hinlegen.
Insgesamt gesehen halte ich den JMGO N1S 4K, vor allem aufgrund der wirklich einfachen und simplen Bedienung, für ein tolles Einsteiger-Gerät. Prima für alle, die ihr Heimkino auf ein neues Level heben wollen, ohne gleich ein Vermögen auszugeben. Gleichzeitig ist der Projektor so flexibel, dass er auch mal mit zu Freunden oder in die Ferienwohnung genommen werden kann.


Ich hoffe das ich es nicht überlesen habe, aber wie sieht es aus, wenn man das Bild an eine Dachschräge projektiert? Geht das oder verzerrt das Bild?