Logitech Combo Touch: Besser als das Magic Keyboard von Apple?

Tastatur, Trackpad und Hülle für das iPad

Im April haben wir bereits einen ersten Blick auf das Apple Magic Keyboard für das iPad Pro geworfen. Es war die erste Tastaturhülle mit integriertem Trackpad, mit einem Preis von über 300 Euro aber nicht gerade günstig und eben nur für die Pro-Modelle verfügbar. Für den schmaleren Geldbeutel hat der Zubehör-Hersteller Logitech ab sofort das passende Equipment.

Für jeweils 149,95 Euro werden zwei Modelle des Logitech Combo Touch angeboten. Einmal für das iPad der siebten Generation mit 10,2 Zoll Display und einmal für das iPad Air der dritten Generation sowie das 10,5 Zoll große iPad Pro. Für andere iPad-Modelle gibt es das Logitech Combo Touch leider nicht.


Mit dem Magic Keyboard habe ich natürlich einen hervorragenden Vergleich, um die Qualität des Logitech Combo Touch zu beurteilen – und ich kann an dieser Stelle bereits sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Ganz perfekt finde ich persönlich aber auch das Logitech Combo Touch nicht.

Logitech Combo Touch punktet mit sehr guter Tastatur

Insbesondere bei Tastatur und Trackpad hat mich das Zubehör aber auf Anhieb überzeugen können. Zwar lässt sich das Trackpad beim Logitech Combo Touch nicht überall drücken, mit der Funktion „Klick durch Tippen“, die in den iPad-Einstellungen aktiviert werden kann, ist das aber kein Problem. Dafür ist das Trackpad bei fast identischer Breite fast einen Zentimeter höher als das der Apple-Lösung.

Und auch bei der Tastatur sind es die kleinen Details, die den Unterschied machen. Während beim Apple Magic Keyboard die Buchstaben ein kleines bisschen nach links verschoben sind, sind sie beim Logitech Combo Touch exakt so angeordnet, wie man es auch von normalen Tastaturen kennt. Hier profitiert man von den dickeren Rahmen der Non-Pro-Modelle und etwas mehr Platz für die Tastatur. Beim Schreiben macht das tatsächlich einen Unterschied.

Zudem bietet das Logitech Combo Touch etwas, dass viele Nutzer am Magic Keyboard für das iPad Pro vermissen: Eine Reihe mit Funktionstasten zur Steuerung von Medien, Bildschirmhelligkeit, Lautstärke und Tastenbeleuchtung. Außerdem gibt es auch einen Lock- und einen Home-Button. Ein wirkliches praktisches Extra, bei dem Apple auch aufgrund der Positionierung des iPads verzichten musste.

Tastatur-Element kann problemlos abgenommen werden

Ohnehin setzt Logitech auf ein ganz anderes Konzept. Zur Nutzung muss man sein iPad komplett in die Schutzhülle stecken, das Tastatur-Modul wird magnetisch an den Smart Connector angedockt und auch damit mit Strom versorgt. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Das iPad kann einfach von der Tastatur getrennt und ganz normal verwendet werden, ist dann aber nicht ungeschützt.

Zudem verfügt der Hüllen-Teil des Logitech Combo Touch nicht nur über die gewohnten Aussparungen für Anschlüsse, Kameras und Knöpfe, sondern auch über einen ausklappbaren Ständer. Mit diesem kann das iPad, auch bei Verwendung der Tastatur, stufenlos in verschiedenen Winkeln aufgestellt werden. Hier bieten sich ebenfalls deutlich mehr Möglichkeiten als beim Magic Keyboard. Als etwas störend empfinde ich nur die Lasche in die man den Apple Pencil stecken soll, denn sie ist schon ziemlich prominent platziert. Zudem habe ich das nackte iPad lieber, aber das ist definitiv Geschmacksache.

Unterm Strich kann ich das Logitech Combo Touch wirklich empfehlen. Eine tolle Tastatur trifft auf ein tolles Trackpad und das zu einem deutlich angenehmeren Preis, als es bei Apples Lösung der Fall ist. Mit einem Gewicht von fast 700 Gramm ist aber auch das Logitech Combo Touch kein Leichtgewicht.

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Kommentare 8 Antworten

    1. Im Apple Store – welcher oben verlinkt ist – werden als Lieferdatum 14.-22.05. und 08.-23.06 angegeben. Bei Logitech kann man – ohne Lieferangabe – vorbestellen.

  1. Ich glaube der größte Vorteil ist, dass man dieses Gerät überhaupt mit den nicht-Pro iPads nutzen kann. Und wiederum das Magic Keyboard nur mit dem iPad Pro funktioniert. Ggf. kann man sich hier gar nicht entscheiden.

    Zudem sollte man bedenken, falls man sich entscheiden kann, dass diese Lösung hier deutlich mehr Platz benötigt. Im Zug/Flugzeug wird es da ganz sicher sehr eng.

    Bei Sixcolors gibt es einen ausführlichen Bericht zu dem Gerät. Das kommt dort nicht ganz so gut weg.

  2. Schade, dass man nicht nur den Tastaturteil einzeln bestellen kann, wenn man schon die alte Version ohne trackpad hat. Die Hülle brauche ich ja nicht nochmal. 😉

  3. Das Ding ist voll klobig und schwer. 😐

    Vielleicht Voraussetzung damit die Smart Connector nutzen dürfen?

    An sich praktisch! Man hat auch ein anderes Gefühl eine richtiges Computer zu verwenden.

    Leider schwerer als mein Surface Pro! Daher je nach Einsatzgebiet wird die Combo touch mitgenommen.

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