Apple Magic Keyboard: Unser erster Eindruck im Video

Tastatur und Trackpad für das iPad Pro

Mitte März vorgestellt, für den Mai angekündigt und jetzt schon verfügbar. Das Magic Keyboard für das iPad Pro, kompatibel mit den Modellen aus 2018 und 2020, ist ab sofort erhältlich. Bei uns ist bereits das kleinere Modell für das 11 Zoll große iPad Pro eingetroffen, es ist also Zeit für einen ersten Eindruck. Wir das Apple-Tablet mit dem Magic Keyboard tatsächlich zu einem echten Computer?


Ich schreibe diese Zeilen tatsächlich auf dem neuen Magic Keyboard und möchte versuchen, euch meine persönlichen Eindrücke zu schildern. Ich möchte an dieser Stelle aber auch schon einmal betonen: Jeder arbeitet mit seinem MacBook und seinem iPad anders. Meine Eindrücke lassen sich also ganz sicher nicht immer übertragen.

Platzprobleme beim 11 Zoll kleinen iPad Pro

Womit ich bei meinem kleinen iPad Pro leben muss, war mir schon vorher klar: Die Tasten des Magic Keyboards werden keine Original-Größe haben, das ist aus Platzgründen einfach nicht machbar. Rein auf die Buchstaben bezogen, muss man aber auch bei diesem Modell kaum Abstriche machen, lediglich Ä, Ü und ß wurden komprimiert. Mich hat in den ersten Minuten ein ganz anderes Detail vor eine Herausforderung gestellt: Alle Tasten sind leicht nach links verschoben.

Mittlerweile – und wir reden hier gerade einmal von einer halben Stunde aktiver Nutzung – schreibt es sich aber ziemlich gut. Dafür sorgt unter anderem ein sehr guter Druckpunkt. Allerdings: Das iPad Pro sollte zusammen mit dem Magic Keyboard auf einer festen Oberfläche stehen. Auf dem Schoß wackelt es dann doch sehr.

Trackpad des Magic Keyboards macht sehr viel Freude

Grandios ist das Trackpad, auch wenn es deutlich kleiner ist als beim MacBook Pro. Zusammen mit iPadOS 13.4 entsteht hier schon nach wenigen Momenten so etwas wie ein echtes Computer-Feeling, nur eben auf der gewohnten iPad-Benutzeroberfläche. Insbesondere mit den Multitouch-Gesten macht Apples sehr viel richtig. Besonders viel Spaß macht es mir, mal eben mit einem Finger die Slide-Over-Ansicht zu aktivieren und dort mit drei Fingern durch offene Apps zu wischen.

Man will mir aber auch nichts vormachen: Ein vollwertiges MacBook kann das iPad Pro auch mit dem Magic Keyboard nicht ersetzen. Tastatur und Trackpad sorgen aber dafür, dass der Abstand zwischen den beiden Geräten deutlich kleiner wird und dass man noch mehr Aufgaben mit dem iPad Pro bewältigen kann. Und eines geht mit dem MacBook Pro eben auch nicht: Mal eben den Monitor abnehmen und sich damit gemütlich aufs Sofa legen.

Für ein abschließendes Fazit ist es nach ein paar Stunden natürlich noch viel zu früh. Klar ist mir aber schon jetzt: Das Magic Keyboard macht das iPad Pro ganz sicher noch produktiver. Gleichzeitig ist es eine Schutzhülle für unterwegs, wobei man hier mit rund 600 Gramm zusätzlichem Gewicht einen hohen Preis zahlt. Zusammen mit den 470 Gramm des iPads ist das aber immer noch ein knappes Kilogramm weniger, als mein 16 Zoll MacBook Pro auf die Waage bringt.

In den kommenden Wochen werde ich definitiv noch weitere Eindrücke mit der Kombination aus iPad Pro und Magic Keyboard sammeln, um euch im Mai ein umfangreicheres Fazit liefern zu können. Der erste Eindruck fällt aber sehr gut aus, zumindest wenn man den Preis von mindestens 339 Euro für einen kleinen Moment ausblendet.

Kommentare 18 Antworten

  1. Ich habe mein Magic Keyboard für das 12,9“ iPad Pro aus 2018 heute auch bekommen und verspreche mir davon eine sinnvolle Erweiterung des möglichen Arbeitsbereichs. Drei negative Dinge sind mir aber aufgefallen:
    1.) Mir fehlen die Funktionstasten inkl. ESC-Taste.
    2.) Die Tastatur kann nicht auf den Rücken des iPads geklappt werden, was es sehr umständlich macht, schnell zwischen Tastatur und Pencil-„Mode“ zu wechseln.
    3.) Es fehlt eine Schutzhülle wenn das iPad von der Tastatur genommen wird. Ein kleines Backcover mit entsprechender Durchkontaktierung der Pins auf der Rückseite würde hier Abhilfe schaffen und damit auch gleichzeitig (mehr oder weniger) den 2. Kritikpunkt lösen.

    Ansonsten ist es ein tolles Teil, das den Arbeitsbereich und die Möglichkeiten, das iPad zu nutzen, definitiv erweitern wird.

    1. An die fehlende Escape-Taste muss ich mich auch noch etwas gewöhnen.

      Bei deinen anderen beiden Punkten bin ich dagegen froh, dass es so ist. Ich hab das iPad dann lieber nackt, wenn ich es “so” verwende.

      Aber da darf es ja durchaus unterschiedliche Meinungen geben 🙂

      1. Ja, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so 😉
        Am Ende ist es ein Arbeitsgerät und jeder muss für sich herausfinden, ob es den Zweck erfüllen kann, oder nicht.
        Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf, was wir nach der Keynote für neue Funktionen am iPad und sicher auch im Zusammenhang mit der Tastatur erwarten dürfen.

      1. Danke für die zahlreichen Tipps. Mir fehlen allerdings sämtliche Funktionstasten. Am Wichtigsten wäre mir eigentlich ein Lautstärkeregler und die Play/Pause-Taste.
        Aber man gewöhnt sich sicher an den Umweg über das Kontrollzentrum.

  2. Mein 12,9″ Magic Keyboard habe ich heute Vormittag bekommen.
    Neben meinem 27″ iMac im Büro nutze ich schon immer ein iPad Pro wenn ich unterwegs oder im Hotel bin. Für mein altes iPad Pro nutzte ich auch schon früher ein Keyboard, damals eins von Zagg (ohne Trackpad).
    Für mein neues iPad hatte ich mir schon Infos von Bridge und Libra angeschaut. Jetzt ging es aber mit dem Apple Magic Keyboard doch recht schnell und ich habe es gleich bestellt.
    Ich wollte schon früher mein Zagg-Keyboard nicht missen, aber Apple hat hier doch noch was draufgesetzt.
    Mal abgesehen vom Preis, der doch recht stattlich ist, bin ich absolut angetan von dem Keyboard.
    Sehr gute und wertige Verarbeitung, das Gewicht ist akzeptabel und das Trackpad lässt ein echtes Computer-Feeling entstehen, nicht zu verschweigen das sehr gute Tastenfeeling. Ob es nun ein MacBook ersetzt, muss jeder selbst für sich entscheiden. Für mich ist diese Lösung, Keyboard mit Trackpad, und trotzdem ein abnehmbarer Monitor, die beste momentane Lösung.
    Wie gesagt, ein schönes Teil. Es wird die Möglichkeiten, die das iPad bietet, noch um einiges erweitern.

  3. @fabian Gratulation. Guter erster Überblick zu dem heißen Teil. Es zeigt mir aber auch auf das ich nicht zu den Nutzern gehöre die das Teil benötigen. Mein Apple Bestand ist insgesamt eher alt (IPad Air erste Generation, MacBook Pro 2015,IPhone X und Watch Gen 3 , sowie TV von ich weiß nicht 2017?)
    Nichts davon bringe ich wirklich oft an seine Grenzen, am ehesten das IPad Air. Wäre die Kombination IPad Pro und Magic Keyboard der Allheilsbringer, hätte ich das MacBook und das IPad verkauft etwas draufgelegt und gut. Aber die große Neugier ist nicht durch kaufabsicht abgelöst worden. Da kann ich mein Geld noch ein wenig zusammenhalten in der Coronakrise.
    Allen anderen viel Erfolg damit.

  4. @DaSeb ESC Taste fehlt ja bei allen mir bekannten Keyboards für das iPad, aber zumindest dafür gibt es eine Lösung. Da ich die Feststelltaste nicht verwende im normalen Gebrauch nutze ich das Feature in den Settings mit dem man die Funktionstasten wie Cmd, Option und auch CapsLock überschreiben kann: hier einfach die ESC Taste auswählen.

    Meine Erfahrung nach einem halben Tag sind durchweg positiv. Die Tatsache, dass man das Pad abnehmen muss um es als Notepad oder im Portrait Mode zu nutzen sind nicht weiter schlimm, da das abnehmen sehr gut klappt. Schreiben auf dem Schoß ist kein Problem, da gut ausbalanciert und selbst schreiben mit dem Pen geht auch mal.

    Ich hoffe nur, dass die Langlebigkeit besser als beim Folio Keyboard ist, da dessen Kunststoff gerade jetzt am Schanier Blasen schlägt und wahrscheinlich irgendwann das Gelenk bzw das Flachbandkabel dahinter freilegt.

    1. Hallo. Ich würde gerne meine CapsLock-Taste auf dem Folio Keyboard meines ipad Pro mit der Esc-Funktion belegen. Wo finde ich die Einstellung, mit der man die Funktionstasten überschreiben kann?

  5. Meine Tastatur geht zurück zu Apple.
    Meine Idee war, dass das iPad vielleicht im ein oder anderen Moment mein MacBookPro 13″ ersetzen kann. Für das Arbeiten am Schreibtisch ist die Tastatur genial und durch Shortcuts und Gesten wird das Arbeiten am iPad deutlich schneller und flüssiger.
    Allerdings schwenkt der Vorteil auf der Couch (wo es mein Hauptconsumergerät ist) leider ganz schnell in einen großen Nachteil um. Das iPad einfach vom Couchtisch in die Hand nehmen, eben was nachschauen und wieder weglegen ist mit dem Magic Keyboard kaum mehr möglich. Um das iPad vertikal zu nutzen muss es zwingend aus der Tastatur genommen werden, das iPad ist dann a) komplett ohne Schutz und b) “fliegt” das Keyboard rum. Auf der Couch ist das alles noch irgendwie abbildbar. Unterwegs stelle ich mir das aber extrem umständlich vor. Und da das iPad bei mir weiterhin mehr für den Konsum vom Inhalten herhalten wird als zum Arbeiten geht die Tastatur, mit einem weinenden Augen, zurück.

  6. @Fabian
    Was jetzt in dem Video nicht angesprochen wurde… lässt es sich das Keyboard eigentlich auch voll aufklappen auf 180 Grad oder sogar umklappen?
    Davon habe ich ehrlich gesagt noch nichts gesehen. Und da ich auch ziemlich viel mit Bildbearbeitung beschäftigt bin, wäre es für mich dann ein absolutes NoGo, wenn es bei dem Gerät nicht möglich ist. Und wie ist es mit dem Stift? Lässt der sich da auch problemlos anhängen?

    Danke Dir schon mal.
    Ansonsten wieder ein klasse Beitrag. 👍

  7. Schreibe gerade auf dem iPhone. Das ist dann doch zumindest für mich weniger geeignet, Texte zu verfassen.
    Ich finde die Tastatur ausgezeichnet am 11“ iPad! Die Bedienung mit Touchpad und Gesten ist sehr durchdacht und geht leicht von der Hand.
    Zum Schreiben nutze ich seit langem ausschließlich das iPad, das wird nun noch viel besser funktionieren.
    Ob es einen Ersatz für ein MacBook oder Notebook darstellt, hängt jedoch davon ab, welche Aufgaben anstehen. Ich kann auf mein MacBook älteren Semesters derzeit noch nicht verzichten. Lightroom ist auf dem Mac immer noch viel mächtiger als auf dem iPad Pro (obwohl das leistungsfähiger wäre) und ab und zu kaufe ich Musik-CDs und -DVDs. Die nutze ich zwar auch immer auf dem iPad, doch dazu muss ich sie erst mit dem Mac rippen. Ach ja, und die Druckerfunktionen sind mit dem iPad sehr eingeschränkt. Für alles andere nutze ich bereits jetzt das iPad – und mit guter Tastatur geht das nunmehr noch besser!

  8. Hab sie auch heute ausprobiert aber schicke sie zurück. Super unnötig. Und falls ihr eine braucht empfehle ich euch die billigere von Logitech oder so.

  9. Bin hin und hergerissen. Ich finde die Tastatur und das Trackpad klasse. Dadurch dass das iPad aber nicht ganz umgeklappt werden kann und der Neigungswinkel zu klein ist, bräuchte ich immer eine zweite Hülle. Dank des Preises ist dies mein erstes Apple Gerät, das leider zurück geht, weil Kosten- Nutzeneffekt einfach zu arg voreinander abweichen.

  10. Ich bin noch mit dem 1. iPad Pro 9.7 unterwegs mit Logi-Tastatur, beleuchtet. Apple kam wegen der fehlenden Beleuchtung nicht in Frage. Hier sah ich aber nichts im Beitrag, der aber sehr gut und aufschlussreich war. Ob das neue 11er/2020 und die Tastatur demnächst gekauft wird, weiss ich noch nicht. Abends arbeite ich noch oft halb liegend. Für eine angenehme Arbeitshöhe stelle ich es auf ein (festes) Kissen. Ich merke jetzt, dass es auch etwas wackelt, weiss aber noch nicht, wie das mit der neuen wäre.
    Seit ein paar Jahren schon arbeite ich zu 90% mit einem iPad und benötige mein Win-Notebook so wenig.

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