MacBook Pro mit M2-Chip: Basismodell mit geringerer SSD-Geschwindigkeit

Vergleiche zum Vorgänger-Modell

Apple hat während der WWDC 2022-Keynote nicht nur das neue MacBook Air mit M2-Chip vorgestellt, sondern auch ein überarbeitetes 13-Zoll-MacBook Pro mit dem gleichen Prozessor. Während man auf das Release des MacBook Air noch warten muss – im Juli soll es soweit sein – ist das MacBook Pro-Modell bereits erhältlich.

Wie nun einige YouTube-Videos verraten, verfügt das Basis-Modell des neuen M2-MacBook Pro mit 256 GB SSD-Speicher (ab 1.599 Euro bei Apple) über eine signifikant geringere Lese- und Schreibrate als das vergleichbare Vorgänger-Modell. Die beiden YouTube-Kanäle Max Tech und Created Tech beispielsweise nahmen das neue 256 GB-Modell genauer unter die Lupe und setzten dabei auch auf Blackmagics Disk Speed Test-App, um die SSD zu testen. Sowohl Lese- als auch Schreibgeschwindigkeit bewegten sich bei rund 1.450 MB/s, was einer etwa 50 Prozent geringeren Lesegeschwindigkeit bzw. einer etwa 30 Prozent geringeren Schreibrate im Vergleich zum identisch ausgestatteten MacBook Pro mit M1-Chip entsprach.


Vadim Yuryev von Max Tech erreichte mit der Disk Speed Test-App die folgenden Werte:

  • 13-Zoll MacBook Pro (M1/256GB) Leserate: 2.900 MB/s
  • 13-Zoll MacBook Pro (M2/256GB) Leserate: 1.446 MB/s
  • 13-Zoll MacBook Pro (M1/256GB) Schreibrate: 2.215 MB/s
  • 13-Zoll MacBook Pro (M2/256GB) Schreibrate: 1.463 MB/s

Beim Demontieren des neuen 13-Zoll-MacBook Pro entdeckte Yuryev, dass das 256 GB-Modell lediglich mit einem NAND-Flashspeicher-Chip ausgestattet wurde – beim Vorgänger waren es noch zwei mit jeweils 128 GB. „Dieser Unterschied erklärt wahrscheinlich, warum das neue Modell eine langsamere SSD hat, da mehrere NAND-Chips parallel eine höhere Geschwindigkeit ermöglichen“, mutmaßt MacRumors.

Wie es scheint, tritt die verringerte Geschwindigkeit allerdings nur beim 13-Zoll-MacBook Pro mit 256 GB SSD auf. Im MacRumors-Form führte Aaron Rollo die Disk Speed Test-App auf einem 512 GB-Modell mit M2-Chip durch und erreichte ähnliche Geschwindigkeiten wie beim M1-Modell. „Das bedeutet wahrscheinlich, dass das 512 GB-Modell weiterhin mit zwei 256 GB-Flash-Speicherchips ausgestattet ist“, so MacRumors. Über die Gründe für den Einbau eines alleinigen 256 GB-NAND-Chip kann nur gemutmaßt werden, wahrscheinlich waren Kosten und/oder Verfügbarkeitsbeschränkungen dafür verantwortlich. Die beiden oben erwähnten YouTube-Videos haben wir euch unter dem Artikel eingebunden.

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Kommentare 5 Antworten

  1. Bei Apple sollte man es sicher Gewohnheit werden lassen, ein bis zwei monate mit dem neukauf zu warten.
    Ich halte das für nahe am betrug ‼️

  2. Ich habe mir noch schnell das MacBook Pro M1 mit 512GB SSD für unter 1300 € geschnappt 😁.
    Mit den Preisen für die M2-Books hat Apple für mich den Bogen überspannt.

  3. Hmm. Also wenn das für das MB Air M2 genauso zutrifft, wird der Kauf überdacht werden.
    Auch wenn es wahrscheinlich nicht zu tragisch ist – aber dennoch ärgerlich.

    1. Das Mac book m2 steht sowie so preißleistungs technisch nicht annähernd auf dem Niveau des m1 es gibt kaum Gründe die für den Kauf eines m2 .MacBooks sprechen

  4. Chapeau! Das muss man sich auch erstmal trauen. Neues Modell langsamer als der Vorgänger. Die Leute kaufen es trotzdem. Und das Nachfolgemodell ist dann wieder „30% schneller!“ (und damit auf dem Niveau des Vor-Vorgängers). Und die Leute kaufen wieder wie verrückt. Nicht schlecht, Apple.

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