Nicht vor 2017: Kabelloses Aufladen über eine längere Distanz

Heute gibt es ein wenig Zukunftsmusik. Apple möchte das Aufladen über eine längere Distanz ermöglichen.

Viele Hersteller werben mit dem kabellosen Aufladen. Die wohl bekannteste Technik hört auf den Namen Qi und lädt das Smartphone per induktive Energieübertragung. Dazu muss das Gerät aber in Kontakt mit der Ladestation treten. Den neusten Berichten zufolge, Arbeit Apple an einer Technologie, um iOS-Geräte auch über eine längere Distanz wireless aufzuladen. Diese Technik soll allerdings frühestens 2017 fertig sein und könnte somit im iPhone 7s oder iPhone 8 zum Einsatz kommen.

Der Bericht erklärt weiter, dass Apple noch keine Entscheidung getroffen habe und noch nicht sicher sei, wie solch eine Technologie umgesetzt werden soll. Induktive Matten sind keine Lösung, Apple möchte iOS-Geräte über Distanz aufladen. Einige Patente aus 2010 zeigen auf, dass Apple den iMac oder das MacBook als zentrale Ladestation verwenden könnte. Ist ein iPhone oder iPad in Reichweite, wird es automatisch aufgeladen – ohne Kabel und Kabelsalat.

Wireless Charging ab 2017 für iOS-Geräte

Bisher nutzt Apple eine Art Wireless Charging bei der Apple Watch. Hier setzt man auf das induktive Aufladen, allerdings muss der Ladeadapter die Apple Watch berühren, um den Strom weiterleiten zu können. Genau diese Technologie nutzen auch viele Android-Smartphones. Eine große Hürde muss Apple noch nehmen: Der Energieverlust des Aufladens über Distanz ist zu enorm. Je weiter das iPhone oder iPad entfernt liegt, desto langsamer wird das Gerät aufgeladen.

Die neue Technologie des Wireless Chargings soll frühestens 2017 fertiggestellt sein. Das iPhone 7 wird definitiv noch herkömmlich aufgeladen, die nächste Generation könnte schon mit der neuen Ladetechnik ausgestattet sein. Ich bin jedenfalls gespannt und würde mich freuen, wenn Apple gleich einen innovativen Akku vorstellt, der die Lebensdauer von iPhone und iPad über mehrere Tage, wenn nicht Wochen, verlängert. (Foto: alexey_boldin/depositphotos)

Kommentare 22 Antworten

  1. Das mit dem Akku fände ich persönlich wichtiger.
    Vllt ist es auch eine Idee, wenn das Telefon quasi fast die ganze Zeit an Soclhen Basis Stationen von Wireless charging hängen würde und der Akku aber so konzipiert ist das es diesen keinen Schaden zufügt.

    Aber so oder so ein Akku der das iPhone über Wochen am Leben erhält wird denke ich dann auch genauso lange wieder zum aufladen brauchen ^^

    1. Weiß man nicht, allerdings hast du heute schon überall Elternsmog. Es gibt Konzepte aber genau diesen Elektrosmog zum Laden zu benutzen 🙂

      1. Hast auch Recht 😉 . Wenn man die Langwellensender von früher bedenkt. Man konnte riesige Antennen aufstellen und direkt Glühlampen anschließen und zum leuchten bringen.
        Hat auch nicht für Schäden gesorgt. Energie aus Distanz ist ein alter Hut. Aber der Wirkungsgrad ist bedenklich.

    2. Seit wann hast du elektromagnetisch beeinflussbare Organe bei dir hängen? 😉
      Deine Biochemie ist von so schwachen Amplituden unbeeindruckt – selbst bei hohen Belastungen (Radioturmfunker des letzten Jahrhunderts) treten nur thermische Schäden auf.

      Alle (außer höchstens den Schrittmacher Nutzern) sollten sich lieber andere Sorgen machen – zum Beispiel mal öfter rauszugehen.

  2. Unterirdischer Wirkungsgrad gegenüber Kabel und auch Induktionsmatte… Und ich sehe es schon kommen: dann wird noch weniger Kapazität verbaut weil man ja ständig laden kann. Endlich schafft man dann die anvisierte Dicke von 2mm ?

    1. Naja, funktionierend habe ich das schon vor ein paar Jahren in einem Ted Talk gesehen. Nur wendet das bisher noch keiner in großem Maßstab an bzw. ist die Entwicklung für den Consumer Bereich noch nicht ausreichend. Mögliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper (und alles andere) muss man sicher auch noch erkennen und minimieren. Zum Laden/Betreiben von Geräten braucht man deutlich mehr Saft. ? habe letztens über einen Ansatz gelesen bei dem Unmengen an verschiedenen ausgerichteten Antennen genutzt werden, um so die Energie zielgerichtet abstrahlen zu können… Auf jeden Fall interessant.

  3. Das hört sich schon eher nach Apple an.
    Freut mich, dass sie meine ablehnende Haltung zu den Qi Systemen teilen.

    Stärkere Akkus sind schon lange möglich. Bloß würde dies sehr viel kosten und den Spannungsbogen der Verbraucher überreizen.

    Ein anderes Konzept wäre zB Supercaps zu nutzen, wenn wirklich fast überall entsprechende Ladestellen vorhanden wären. Es gibt, zugegebenen, ein gewisses Problem mit dem Platzverbrauch (welches mit fortschrittlicher Fertigung umgangen werden könnte).
    Ansonsten hätte man dann eine extrem stabile und leistungsstarke Energiequelle, die kurzzeitig auch sehr hohe Ströme liefern kann, die mit chemischen Akkus nicht möglich sind. Das Laden würde Sekunden dauern (da man auch hier mit sehr hohen Strömen arbeiten kann).
    Da würde es auch nicht schlimm sein, wenn man über den Tag verteilt paar Mal mehr kurz an eine Ladefläche geht.

  4. Kabelloses Laden ist seeeeehr nice. Die große Frage ist, wie sehr sich die Ladezeit verlängert. Aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich eher die Innovation von diesem israelischen (?) Erfinder vorziehen, der ein Handyakku in knapp 5 Min. voll geladen hat. Das sollte auch in 2-3 Jahren Marktreife haben, wenn ich mich richtig erinnere…

  5. Ihr dürft glaub nicht so Stur denken, wenn man über kabelloses laden redet. Gerade wenn es über Distanz hinweg funktioniert. Da fällt mir als Beispiel Internet of Things ein, das Internet zu benutzen ohne das man es benutzt?. Spinnen wir mal rum Current of Things? So wie heute WLAN Hotspot verbreitet sind, könnten später mal die Stromspot verteilt sein. Ihr merkt nichtmal das ihr gerade ladet. Bei Apple könnte ich mir ne Verbindung mit iBeacon Spots vorstellen.
    Wenn dem so ist, kommt ihr am Abend mit 60% Akku noch Zuhause an und der Rest wird halt Zuhause geladen. Dadurch das nur der Rest zuhause geladen wird, reicht dann auch die schwächere Leistung aus

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