Nomad Base Station Pro: Ich habe ein Firmware-Update für mein Ladegerät gemacht

Nur die Apple Watch wird nicht geladen

Anfang der Woche haben wir euch das MagSafe Duo Ladegerät von Apple vorgestellt. Wer gedacht hat, dass knapp 150 Euro schon ein ziemlich hoher Preis für ein Ladegerät sind, der hat sich getäuscht: Es geht noch teurer. Das beweist Nomad mit der Base Station Pro, die wir jetzt selbst haben ausprobieren dürfen.

Den Preis wollen wir nun aber für einen Moment vergessen, denn was Nomad mit diesem Ladegerät auf die Beine gestellt hat, das ist nicht mehr normal. Immerhin bietet uns die Base Station Pro, abgesehen von der fehlenden Unterstützung für die Apple Watch, genau das, was Apple mit dem AirPower Ladegerät angekündigt, aber nicht hinbekommen hat.


In der Nomad Base Station Pro sind 18 Ladespulen verbaut

Im Mittelpunkt der Nomad-Lösung stehen 18 in einem Raster angeordnete Ladespulen, die intelligent miteinander vernetzt sind. Und genau hier wird es jetzt richtig verrückt: Im Inneren des Ladegeräts werkelt quasi ein kleiner Computer, der automatisch erkennt, über welchen Ladespulen sich gerade ein Gerät befindet, um den Ladevorgang starten zu können.

Das ist aber noch längst nicht alles. Man kann die Nomad Base Station Pro sogar per USB-C-Kabel an den Computer anschließen, um ein Firmware-Update durchzuführen. Ein Software-Update für ein Ladegerät, das hat es so wohl auch noch nicht gegeben. Mit der aktuellsten version 1.1.0 wurde unter anderem die Kompatibilität mit den iPhone 12 Modellen verbessert. Verrückt.

Dieser ganze Aufwand macht sich aber im Alltag mit der Ladestation position bemerkbar. Während man bei normalen Qi-Ladegeräten den genauen Punkt über der Ladespule treffen muss, um den Ladevorgang zu starten, klappt das bei der Nomad Base Station Pro automatisch. Es ist quasi egal, wo man bis zu drei Geräte auf der rund 21,5 x 12 Zentimeter großen und mit Leder überzogenen Ladefläche ablegt – sie werden immer geladen.

Das hat in unserem Praxis-Test auch gut funktioniert, ganz egal ob man drei iPhones, zwei iPhones und ein AirPods-Case oder ein iPhone und zwei AirPods-Cases aufladen wollte. Allerdings startet der Ladevorgang nicht sofort nach dem Auflegen des Geräts, sondern erst nach rund 2 bis 3 Sekunden. Solange braucht die Nomad Base Station Pro, um die Position des Geräts zu erkennen und die entsprechende Ladespule zu aktivieren.

Trotzdem ist Vorsicht geboten. Nicht alle Smartphone-Modelle und Kopfhörer sind zum aktuellen Zeitpunkt mit der Nomad Base Station Pro kompatibel – zumindest in der Apple-Welt wird aber bereits alles unterstützt. Beachten sollte man bei den AirPods nur, dass man sie nicht ganz an den Rand in eine Ecke legt, dann werden sie nämlich nicht geladen.

So sieht die Lösung für die Apple Watch aus

Keine Unterstützung gibt es für die Apple Watch. Hier will Nomad Anfang des nächsten Jahres aber eine kleine Halterung herausbringen, die am Rand der Base Station Pro befestigt werden und die man mit einem Ladepuck für die Apple Watch versehen kann. Für mich persönlich ist eine solche Lösung ohnehin die bessere Wahl, weil sie mit allen Armbändern kompatibel ist und man nachts besser die Uhrzeit ablesen kann.

Abschließend noch ein Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt, der Zens Liberty für rund 150 Euro. Dieses Ladegerät kann nur zwei Geräte gleichzeitig aufladen und löst die schwierige technologische Aufgabe durch die Integration eines Lüfters zur Kühlung – ein absolutes No-Go.

Abgesehen vom wirklich happigen Preis und des aktuell noch nicht erhältlichen Adapters für die Apple Watch stört mich eigentlich nur ein Detail an der Nomad Base Station Pro: Auf der Rückseite hätte es mindestens einen zweiten USB-C-Anschluss geben können, um auch kabelgebundene Geräte wie das iPad aufladen zu können. Das hätte ich bei diesem Preis schon erwartet, zumal es diesen Anschluss bei einigen günstigeren Modellen von Nomad gibt.

Nomad Base Station Pro

Die Nomad Base Station Pro Dual Qi-Ladestation bietet eine innovative, noch durchdachtere Art des kabellosen Ladens: Laden Sie bis zu drei Geräte gleichzeitig auf – ganz gleich, wie diese auf der Ladefläche positioniert werden.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Wieso fährt Apple eigentlich mit seiner Apple Watch immer noch so eine Extrawurst? Kann man da nicht einfach ganz normales Qi Wireless Charging einbauen?

  2. Bei der Nomad Base Station ist mir zwei Mal eine Spule ausgefallen und jetzt beim dritten Ausfall vor zwei Monaten hatte ich die Schnauze voll. Bei mir ist der Hersteller jetzt leider auf der Blacklist.

  3. Würde mir gerne die Nomad Base Station Pro anschaffen, hab aber aktuell gelesen, dass die Ladekompatibilität zwar beim iPhone 12 verbessert wurde, aber die Geräte nur bis 80% SOC geladen werden. Kann das jemand bestätigen?

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