o2 Free im Praxis-Test: So schnell surft man mit 1 Mbit/s

Anfang des Monats hat o2 seine neuen Free-Tarife gestartet. Die große Neuerung: Die Drosselung nach Verbrauch des Highspeed-Volumens fällt deutlich humaner aus. Wir haben den Test gemacht.

o2 Free

Es ist vermutlich schon jedem von uns passiert: Man ist in einem Monat besonders viel unterwegs, schaut viele YouTube-Videos oder nutzt das iPhone als persönlichen Hotspot. Sobald das Inklusiv-Volumen des Tarifs aufgebraucht ist, geht es mit nur noch 32 oder 64 kbit/s weiter. Das heißt in der Praxis: Aus dem so smarten iPhone wird ein Klotz, der quasi von der Außenwelt abgeschnitten ist. Bei o2 soll das in Zukunft nicht mehr so sein: Die neuen o2 Free Tarife drosseln die Geschwindigkeit auf 1 Mbit/s. Aber wie viel kann man damit tatsächlich noch anfangen?

Wir haben es für euch in der Praxis getestet. Das heißt: Natürlich nicht unter Laborbedingungen. Wir haben das iPhone nicht zurückgesetzt, keine Apps aus dem Speicher gelöscht und auch den Cache des Browser nicht geleert. Schließlich würdet ihr das ja auch nicht tun. Wir wollten o2 Free so ausprobieren, wie es bei euch auch der Fall wäre.

So schlägt sich o2 Free in der Praxis

Zunächst einmal gibt es zwei SMS von o2: Sobald man 80 Prozent des Highspeed-Volumens verbraucht hat, gibt es einen ersten kleinen Hinweis. Sobald das Volumen komplett verbraucht ist, gibt es die zweite Meldung. Leider fliegt man dann auch aus dem LTE-Netz und surft nur noch mit 3G weiter, was definitiv etwas schade ist. Schließlich ist die Bandbreite ja ohnehin auf 1 Mbit/s begrenzt, bei dieser Geschwindigkeit langweilt sich LTE-Technik normalerweise zu Tode.

In unserem Test sind wir unter anderem mit Safari auf Spiegel Online unterwegs, lesen Artikel und öffnen ein Video. Wir schicken Bilder per iMessage und rufen unseren Facebook-Nachrichtenstream ab. Der neue Roque One Trailer auf YouTube darf natürlich genau wie der Download einer App und ein wenigen Stöbern in einer Wikipedia-App nicht fehlen.

Klar: Der Seitenaufruf dauert mal ein paar Sekunden länger. Und Videos auf YouTube werden nicht von der ersten Sekunde an in glasklarer HD-Auflösung abgespielt. Der Download von Apps dauert länger und auch auf den Versand eines Fotos muss man ein wenig warten. Eines ist o2 Free aber ganz sicher nicht: Ein Rückschritt in die Steinzeit. Im Alltag lässt sich das iPhone quasi ohne Einschränkungen weiter nutzen, so wie man es gewohnt ist. Ich hätte jedenfalls keine Angst, dass am Ende des Highspeed-Volumens noch so viel vom Monat übrig ist.

Das kostet o2 Free im Monat

Zum Start stehen zunächst vier verschiedene Tarife zur Auswahl: Im o2 Free S gibt es 1 GB Turbo-Volumen, in den Tarifen M, L und XL wird der Turbo jeweils verdoppelt, auf bis zu 8 GB. In allen Tarifen ist eine Allnet-Flat in alle deutschen Netze für Telefonate und SMS inklusive, zudem darf man kostenfrei im EU-Ausland telefonieren und dort 1 GB Volumen pro Monat verbrauchen. Alle vier Tarife sind für einen kleinen Aufpreis auch ohne Laufzeit erhältlich und können in diesem Fall monatlich gekündigt werden.

Für junge Leute geht es bereits bei knapp 20 Euro los, alle genauen Paketpreise könnt ihr unter anderem direkt bei o2 oder auf dieser Sonderseite bei Handyflash nachschlagen. Sie haben für euch auch einige spezielle iPhone-Angebote auf die Beine gestellt, falls ihr ohnehin noch ein neues Smartphone benötigt: Das iPhone 7 mit 128 GB Speicherplatz gibt es beispielsweise im o2 Free XL mit satten 8 GB Highspeed-Volumen für 54,99 Euro pro Monat, die Zuzahlung für das iPhone beträgt nur 1 Euro.

Ein richtiges Highlight ist der kleine o2 Free S Tarif mit 1 GB Highspeed-Volumen. Bei Handyflash bekommt ihr den Tarif genau wie bei o2 für 24,99 Euro, für das iPhone SE mit 16 GB Speicherplatz ist allerdings nur eine Zuzahlung von 79 Euro fällig, 64 GB kosten 139 Euro – auf dieser Sonderseite könnt ihr das iPhone SE eurer Wahl aussuchen.

Ausprobiert: So schnell ist das iPhone mit 1 Mbit/s

Wie genau sich o2 Free in der Praxis schlägt, haben wir versucht im folgenden Video für euch festzuhalten. Die neuen Tarife könnt ihr direkt bei den Kollegen von Handyflash buchen, die uns für unseren Praxis-Test mit einer SIM-Karte versorgt haben.

Kommentare 15 Antworten

    1. Spotify funktioniert auf jeden Fall ohne Einschränkungen mit 1 Mbit/s. Netflix sollte normalerweise auch gehen, YouTube und andere Videos laufen ja gut.

  1. Danke für Euren Bericht, mit einem Mbit scheint tatsächlich ne Menge zu gehen. Hoffe jetzt das die anderen nachziehen. Ich denke das werden sie tun … müssen!

  2. Eine erfreuliche Entwicklung, aber wie man sieht, wird bei Downloads sehr stark gedrosselt.

    32mb ist doch ein Witz, ladet mal ein paar youtube Videos runter die 30-60 sec laufen, die haben locker auch 30-60mb da braucht man nicht mal HD zu nehmen… Wenn also typische Download Adressen aufgerufen werden, wird auf 0,2 MBit (gefühlt) gedrosselt…. So mein Eindruck von Fabians Video

    1. Eine erfreuliche Entwicklung wäre erstmal ein flächendeckendes Netz, so dass man sein Limit überhaupt erst erreichen kann. Ich habe 5GB und bis auf die Städte hier ist rundherum fröhliches Edge Netz. Da können die die Drosselung hoch setzen wie sie wollen ?
      Und nein… ich habe nicht das falsche Netz gewählt… es war der Arbeitgeber (Handy kann auch privat genutzt werden).
      O2 bleibt in der Fläche ein schlechtes Netz, so dass durch diese Aktionen davon eben abgelenkt werden soll.

      STR

  3. o2 ist leider der letzte Drecksladen. Die am Telefon erzählen einem jeden Scheiß.

    Email-support gibt es nicht und auf Briefe antworten die auch nicht!

    Chat funct auch fast nie und auch da versprechen die Mitarbeiter Dinge die nicht gehalten werden.

  4. Weiß garniert was ihr habt,ich hab O2 Freeware XL mit 15 GB im Monat.Zahle dafür monatlich 15 Euronen und versemmel davon bis ca 4 Tage vor Rechnungsende 80%!!Bekomme auch die 80% Verbrauchswarnung und habe weiterhin keine Probleme mit der Datengeschwindigkeit.Übrigens ist O2 kein Drecksladen,ich bin vom ersten Tag an dabei und erhalte coole Vergünstigungen. Schriftverkehr immer als Einschreiben.Telefonkontakt auch gut.Aber gut,es gibt ja immer ein paar ‚Querschläger‘ die was zu meckern haben

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