Radium: Darum muss eine Radio-App gut aussehen

9 Kommentare zu Radium: Darum muss eine Radio-App gut aussehen

Kirill Zorin, der Entwickler der wunderschönen Radio-App Radium, hat uns verraten, warum Design für ihn besonders wichtig ist.

Radium

Man kann wohl mit Sicherheit sagen, dass jeder von uns mindestens einmal pro Tag kurz Radio hört. Sei es auf dem Weg zur Arbeit im Auto, Zuhause auf dem stillen Örtchen oder im nächsten Frisörsalon. Wer auf seine Lieblingssender auch auf dem Mac oder dem iPhone nicht verzichten will, sollte sich Radium (Mac/iPhone) ansehen. Viel schöner kann man eine eigentlich einfache Radio-App nämlich kaum gestalten.

„Die ganze Sache ist aus einer kleinen Idee entstanden, die ich damals in der Uni zusammengeschustert habe“, verrät uns der Entwickler Kirill Zorin. „Dann habe ich aber festgestellt, dass auch andere Leute meine Lösung nutzen wollen.“ Nachdem er sich auf dem Markt umgesehen hat, war schnell klar, was er nicht machen wolle: Eine der vielen anderen Streaming-Apps kopieren, schließlich würde hier ein Ei dem anderen gleichen.

Aber warum investiert man so viel Zeit in das Design einer Radio-App, wenn diese doch ohnehin fast die ganze Zeit im Hintergrund läuft und der Fokus ohnehin auf der Musik liegt? „Weil jeder Teil eines Produktes wichtig ist. Wenn ein Teil der App es nicht wert ist, aufpoliert zu werden, braucht man es auch gar nicht erst integrieren“, findet der Entwickler von Radium.

Kirill Zorin vergleicht seine App sogar mit der Band Queen – und das finden wir bemerkenswert: „Wenn man Queen im Radio hört, sagt man ja nicht, dass man das Lied von Freddie, Brian, John und Roger toll findet. Es ist die Kombination der verschiedenen Talente, die das gesamte Paket ausmacht. Das kann man nicht sehen, wenn man nur einem von ihnen zuhört. Gleichzeitig hätte es für mich keinen Sinn gemacht, mich nur auf den Audio-Part von Radium zu konzentrieren, denn dann wäre es nicht Radium.“

Und obwohl es sich bei Radium letztlich um eine einfache Streaming-App handelt, ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Einige Leute haben nach einem Wecker gefragt, andere nach einem Sleep-Timer.“ Ganz so einfach will es Kirill Zorin ihnen aber nicht machen. „Einige haben sogar gefragt, ob Radium nicht ihre Wäsche machen oder einen Kaffee kochen kann. Aus meiner Sicht ist es aber sehr wichtig, dass die App so minimal wie möglich bleibt. Jede Funktion, die wir in Zukunft hinzufügen werden, muss daher genau in das Gesamtpaket passen.“

Angst vor dem zumindest in den USA direkt bevorstehenden Start von iTunes Radio hat der Radium-Entwickler dagegen nicht. „iTunes Radio ist ja eigentlich gar kein Radio, sondern viel mehr eine Sammlung ausgewählter Songs in der Cloud. Wenn sich jemand wegen iTunes Radio Gedanken machen sollte, dann sind es wohl die Leute hinter Spotify, Rdio und den vielen anderen Streaming-Diensten“, so Kirill Zorin, der auch in Zukunft den ganzen Tag Radio hören wird. Natürlich mit seiner eigenen App Radium.

Kommentare 9 Antworten

  1. Hmmm…. Also ich finde sie ehrlich gesagt nicht so überragend.
    Das Suchfeld am oberen Rand mit den ständig wechselnden Inhalten finde ich störend.
    Die permanent angezeigten Senderkategorien unter dem sendernamen finde ich ebenfalls überflüssig. Die brauche ich evtl. bei der Sendersuche, aber nicht ständig unter dem Sendernamen.
    Die Cover werden meist recht ordentlich gefunden. Wenn kein Cover da ist könnte aber auch mehr von den Metadaten angezeigt werden. Bei meiner Radiostation wird zum Beispiel der Name der aktuellen Sendung und der Moderator ebenfalls übertragen.

    Eigentlich dachte ich, dass ich meine bisherige App. mal durch etwas Neues ersetzen könnte, aber mir gefällt Drool Radio immer noch besser.

  2. Mit gefällt Radium ganz hervorragend. Radio.de und TuneIn habe ich direkt gelöscht. Ich hoffe, der Entwickler kann sich mit neuen Features zurückhalten oder sie so integrieren, dass der minimalistische Ansatz bestehen bleibt.
    Was wirklich fehlt ist die komfortable Unterstützung von AirPlay!

    1. AirPlay ist Teil des Betriebssystems und steht somit auch Radium zur Verfügung. Ein Wisch nach oben, AirPlay device aussuchen, fertig. Das nochmal extra zu integrieren wäre wie von vorgestern.

  3. Radium ist cool, aber es gibt auch noch weitere Alternativen die erst seit letzter Woche im Store sind 😉 Schade das ihr bisher garnicht auf meine Mail reagiert habt. Die holländischen Kollegen vom http://www.iphoneclub.nl haben radium und meine App direkt mal verglichen. Vielleicht überlegt ihr es euch ja noch 😉

    mfg
    Alex

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