Rollercoaster Tycoon 3 im Test: Das Achterbahn-Aufbauspiel weckt Erinnerungen

Das man das noch erleben darf: Mit Rollercoaster Tycoon 3 steht ein Aufbauspiel der klassischen Sorte zum Download bereit, das auf jegliche In-App-Käufe verzichtet.

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Zwar muss die Installation von Rollercoaster Tycoon 3 (App Store-Link) einmalig mit 4,99 Euro bezahlt werden, dafür allerdings lässt es sich völlig ohne Einschränkungen, Wartezeiten, Werbung und kostenpflichtigen Währungen spielen – ein seltener Zustand im heutigen App Store. Das Spiel nimmt knapp 590 MB in Anspruch, erfordert mindestens ein iPhone 5s, iPad Air oder iPad mini 2 und lässt sich in deutscher Sprache spielen. Auch eine iPhone 6-Optimierung wurde seitens der Entwickler von Frontier Developments bereits integriert, deutlich mehr Spaß macht das Spiel allerdings auf dem großen iPad-Display.


Die Macher von Rollercoaster Tycoon 3 sprechen bei ihrem neuesten Titel davon „die ganze Kreativität, Tiefe und Raffinesse des PC-Klassikers – mit einer für Mobilgeräte angepassten Benutzeroberfläche und ohne In-App-Käufe“ auf unsere iDevices gebracht zu haben. Bevor es allerdings los gehen kann mit einem eigenen Vergnügungspark, sollte man sich zunächst das Tutorial genauer ansehen. Leider haben die Entwickler darauf verzichtet, eine In-Game-Anleitung einzubinden und nur insgesamt vier kleine Hilfevideos zu verschiedenen Themen bei YouTube verlinkt.

Gespielt werden kann in insgesamt 18 verschiedenen Park-Szenarios, die alle unterschiedliche geografische Gegebenheiten und Ausstattungsmerkmale aufweisen. Zu Beginn stehen aber noch nicht alle Parks zur Verfügung, einige werden nach und nach freigeschaltet. Rollercoaster Tycoon 3 kann entweder in einem Karriere- oder in einem Sandbox-Modus gespielt werden und verfügt über eine Auswahl von Themen für die einzelnen Parks: Standard, Grusel, Western, Abenteuer oder Sci-Fi.

Rollercoaster Tycoon 3: Die Mischung aus Action und Ruhe macht den Unterschied

Gleich bei der ersten Betrachtung von Rollercoaster Tycoon 3 fällt auf: Die Grafiken in scharfem 3D sind hervorragend gelungen, das Gameplay aber auch für Tutorial-Gucker zunächst gewöhnungsbedürftig. Schaltflächen und Buttons sind um den ganzen Screen verteilt, mit denen sich neue Attraktionen bauen lassen, diese verwaltet und auch verschiedene Ansichten (Besucher ein- und ausblenden etc.) gewählt werden können.

Für jede Attraktion wird eine bestimmte Platzgröße benötigt, zudem heißt es, nach dem Bau eine gute Balance zwischen Fahrpreis und Betriebskosten zu finden. Denn schließlich will man ja am Ende des Tages auch noch schwarze Zahlen auf dem Tycoon-Konto besitzen. Darüber hinaus zeigt eine einblendbare Leiste am oberen Bildschirmrand an, in welchen Bereichen man erfolgreich war, und ob die Besucher des Parks zufrieden sind. Generell sollte immer eine gut aufgeteilte Mischung aus ruhigen und actionlastigen Fahrgeschäften, Kinderbelustigung und Gastronomie-Läden vorhanden sein, um für gute Laune bei den Besuchern zu sorgen. Eine regelmäßige Wartung der Gerätschaften ist ebenfalls nötig, um Ausfälle zu verhindern.

Kreischende Zuschauer machen Parkbesitzer glücklich

Wie man sieht, hat man als Vergnügungspark-Besitzer einiges zu tun – immer mehr gibt es zu bauen, um Besucher anzulocken, zudem ist auch die eigentliche Unterhaltung des Parks kein Zuckerschlecken. Wer hier nicht absolut auf Zack ist und Multitasking beherrscht, hat schnell einen verkommenen Geisterpark ohne Besucher und mit maroden Fahrgeschäften. Und ja, auch Wettergegebenheiten spielen eine Rolle: Wer will schon bei Dauerregen oder Gewitter eine Achterbahn befahren?

Einige Zeit benötigt aber wohl jeder Spieler, bis die kleinen Tücken und Kniffe von Rollercoaster Tycoon 3 erörtert worden sind. Belohnen kann man sich dann zudem mit frei kontrollierbaren Kameras, mit denen jedes Fahrgeschäft selbst besucht werden kann, außerdem gibt es Optionen zum Ein- und Auszoomen sowie Drehen des gesamten Geländes, um sich einen Überblick zu verschaffen. Spaß macht dieses lustige Aufbauspiel aber auf jeden Fall – vor allem dann, wenn die Fahrgäste einer halsbrecherischen Attraktion vor Vergnügen nur so kreischen.

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Kommentare 16 Antworten

  1. Dem stimme ich zu.

    @ Appgefahren Team: habt ihr mal in Erwägung gezogen eine einheitliche Skala zur Bewertung zu entwerfen? Gerade bei dem Spiel würde ich für iAp 10 Punkte vergeben da es darauf verzichtet. Das würde den Vergleich leichter machen.

    1. Günstiger? Für DAS Spiel würde ich auch mehr bezahlen… Also please…irgendwie müssen die Leute ja auch ihr Geld verdienen….

  2. Es kommt endlich mal wieder ein Premiumtitel und die erste Frage lautet „Kommt das bald günstiger?“ Ich glaub ich dreh durch….

  3. Hat jemand probiert, ob das mit dem alten iPad 2 geht? Weil manchmal ist es ja so, dass eine App geht, obwohl das Gerät nicht auf der Liste der kompatiblen Geräte ist.

  4. Ich finde es Schrott und zwar weil das Bauen sowas von umständlich und unlogisch ist, dass man nach kurzer Zeit komplett die Lust verliert. Ich habe jetzt 2 h vergeblich versucht einen Weg von A nach B zu bauen incl. Terrain-Anpassung weil das wohl Voraussetzung ist?! Ist mir nicht gelungen. Ich geb’s auf. Schade um die 5 €.

  5. Das Bauen ist tatsächlich ein wenig umständlich. Aber das war bei der PC Version schon so. Frustrierend war damals, dass das Spiel, je mehr man baute, unbespielbar wurde. Das ist mit dem Air nicht mehr der Fall. Also mir macht das Spiel einen Riesenspass.

  6. Wenn man sich an die Steuerung im Bau-Menü gewöhnt hat fühlt es sich tatsächlich an wie das Original am PC -> macht auf dem Air 2 richtig Spaß!

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