PowerTab: Leistungsstarkes Solarladegerät noch bis Sonntag auf Kickstarter unterstützen

Eine Firma aus Österreich will mit einem leistungsstarken Solarpaneel das Leben von Technik-Nerds einfacher machen.

Powertab

Wir haben in der Vergangenheit schon öfters einen genauen Blick auf Solarladegeräte geworfen, wurden aber oft enttäuscht. Um wirklich einen Effekt erzielen und ein iPhone aufladen zu können, muss das Solarpaneel nicht nur groß genug sein, sondern auch in der prallen Sonne liegen. In vielen Teilen Deutschlands war zumindest letzteres in den letzte Wochen oft gegeben, daher wollen wir einen Blick auf das PowerTab werfen.


Es handelt sich um ein Kickstarter-Projekt, das noch bis Sonntag unterstützt werden kann. Die Auslieferung des PowerTabs, ein Solarladegerät mit einem 6.000 mAh starken Akku, soll noch im September erfolgen. Mit dabei ist man aktuell ab 49 Euro für ein PowerTab, hinzu kommen 10 Euro für den Versand nach Deutschland.

Laut Herstellerangaben steckt im PowerTab jede Menge hochwertige Technik. Verbaut ist neben einer fünf Watt starken Sunpower-Solarzelle auch zwei Akkus mit insgesamt 6.000 mAh Kapazität, bei denen der gleiche Zellentyp zum Einsatz kommt wie beim Tesla Roadster und Tesla Model S. Über einen USB-Anschluss soll ein Smartphone beispielsweise in 100 Minuten komplett aufgeladen werden können – nur mit der Kraft der Sonne.

PowerTab hat bereits über 60.000 Euro eingespielt

Mittlerweile hat das PowerTab, das in etwa so groß ist wie eine Blatt DIN A5, rund 60.000 Euro eingespielt und damit das Ziel der Kampagne locker erreicht. In den letzten Wochen wurden sogar einige der Stretch Goals geknackt, unter anderem verschiedene Farben, passende Adapter oder eine IPX6-Zertifizierung.

Etwas schade finde ich nur, dass die Kickstarter-Kampagne ein paar Wochen zu spät kommt – im September dürfte es ja mit dem Sommer und der Sonne irgendwann vorbei sein. Wer sich allerdings für das kommende Jahr rüsten will, kann das schon jetzt tun, immerhin sprechen die Hersteller vom weltweit effizientesten Solarladegerät. Wir werden unseren Testbericht nachreichen, wenn wir das PowerTab erhalten und ausprobiert haben. Spätestens im Oktober soll es dann auch für 99 Euro im Handel erhältlich sein.

(YouTube-Link)

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Kommentare 8 Antworten

  1. Dass Solaranlagen nur Strom produzieren, wenn die Sonnen direkt drauf scheint, ist falsch. Es wird an kühleren Tagen sogar mehr Energie erzeugt, weil die Panele Hitze gar nicht so sehr mögen.

    1. Sie mögen zwar, wie jeder andere Halbleiter, keine starke Hitze, jedoch kocht hier die Firma auch nur mit Wasser – ohne volle Bestrahlung keine 5W (die beim entladenen integrierten Akku recht knapp sind).
      Was du beschreibst ist der bessere Wirkungsgrad bei kühlem Wetter. Wenn es jedoch überhaupt zu wenig Energiedichte gibt, nützt dir das auch nichts.

      Die Aussage, dass sie Tesla Akkus nutzen ist pure Werbung, denn Tesla brüstet sich seinerseits damit, dass sie die hochwertigen Smartphone/Laptop-Akkus nutzten.

      1. Man könnte dazu bedeutend mehr schreiben als wir es getan haben, aber interessiert das hier jemanden tatsächlich? Es wurde von der Redaktion ein „Urteil“ zu dem Produkt abgegeben, das mehr wiegt als der tatsächliche Nutzen. In unseren Breiten befindet sich die nächste Steckdose unweit der nächsten Ecke, aber soll Bereiche geben, da gibt es keine bis gar keine Steckdosen, dafür aber Sonne satt. Und eigentlich wird hier soziales Engagement groß geschrieben, das hört aber bei Flüchtlingen und wenn man nicht direkt mit der Nase draufgestoßen wird auf. Bloß nicht über den Tellerrand hinaus…

        1. Appgefahren bezog es ja auch eher auf das Aufladen eines iPhones in Deutschland – dass PV Anlagen anderswo nützlicher sind, hast du natürlich Recht. Auch im Fall der Flüchtlinge ist es eine gute, wenn auch teure, Lösung.

          5W als Maximalleistung des Panels sind eine knappe Sache. Bereits hier wird beim entladenen Akku wahrscheinlich auf 1A Betrieb hinunter geregelt. Wenn es – wie in Deutschland – öfter mal bewölkt ist, sinkt die Leistung auf unter 50%. Das wird den Ladeprozess in stop’n’go verwandeln. Das kann man nicht durch eine 4-5% Schwankung des Wirkungsgrads ausgleichen.
          Sieht man ja auch schön an den Statistiken der Energiekonzerne.

          1. In Deutschland soll mal mit einem 15kW/h-Akku einen Autarkheitsgrad von 75% erreichen können, so die Marketing-Aussagen der Hersteller. Da das Solar-Ladegerät über einen ausreichend großen Akku verfügt, werden die Zeiten ohne Strom recht gering ausfallen.

          2. Das ist eine pauschale Aussage – in Süddeutschland um Freiburg herum wird man sich schon bei den 50-60% des Jahres bewegen können. Im Winter ist auch da Flaute. Ein Bekannter hat dort auf dem Dach seiner Firma zur Absicherung der Server welche aufgestellt.
            Man besitzt keine Speicher die groß genug wären. Die meisten halten gerade so eine Nacht Auslastung durch. Von autarker Lebensweise sind wir noch weit entfernt (zumindest falls man den Lebensstandard eines Großstädters hat).
            Im Norden rentiert es sich gar nicht – dafür hat man dort den Wind.

            Das Problem bei PV ist eben dieser Akku. Zum Ausgleich der Ladeströme wird meist zuerst der integrierte Speicher geladen und von dort aus das Handy. 6000 mAh ist zwar ausreichend, wird jedoch sowohl beim Aufladen wie auch Entladen Verluste einfahren. Ein iPhone 6+ lässt sich damit bestenfalls 1-2 Mal komplett laden.

            5W/3,2V= 1,56A //PV Ladevorgang
            1,56A*0,8= 1,25A //großzügiger Widerstandsverlust
            6Ah/1,25A= 4,8h //niedrigste anzunehmende Dauer bei max Einstrahlung

            Für PV relevante Sonnenstunden im Jahr: Durchschnittlich 1600. ( http://de.statista.com/statistik/daten/studie/249925/umfrage/sonnenstunden-im-jahr-nach-bundeslaendern/ )
            Hierbei fast gleich auf direkt und verstreut aufgeteilt.
            Wir kommen auch hier optimistisch auf 4,38h pro Tag ohne Berücksichtigung der Bedeckung und Einfallswinkel.

            Das macht es insgesamt nicht besonders effektiv – aber für kurze Ausflüge/Wandertouren im Sommer sinnvoll.

          3. Ich begrüße deine Mühe, bin allerdings der Meinung, dass du über das Ziel hinaus schießt. Ich erwähnte die Marketing-Abteilung nicht ohne Grund. 😀

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