Nicht nur am eigenen Wohnort, sondern ganz besonders in fremden StĂ€dten tut man sich oft schwer, dringend benötigte Informationen immer und ĂŒberall bereit zu haben: Wo ist der nĂ€chste Italiener, wann fahren von wo die Busse, was lĂ€uft heute abend im Kino? Mit meinestadt.de (App Store-Link) hat man all diese Infos auf einen Blick.
Die App fĂŒr iPhone und iPod Touch ist in ihrer neusten Version, die am 9. Mai veröffentlicht wurde, gratis im App Store verfĂŒgbar. meinestadt.de bietet eine Sammlung von vielen kleinen, aber nĂŒtzlichen Funktionen wie zum Beispiel POIs, Branchen- und Telefonbuch, SehenswĂŒrdigkeiten, Sonderangebote, Kinoprogramm, Wetter, Lokale Nachrichten und noch vieles mehr, fĂŒr das man sonst sicher mehrere Apps auf dem iDevice hĂ€tte haben mĂŒssen.
Gleich nach dem ersten Start der nur 3,7 MB groĂen App – die neben deutscher, englischer und französischer auch in russischer Sprache verfĂŒgbar ist – wird nach dem aktuellen Standort gefragt. Diesen kann man ĂŒber die eingebauten Ortungsdienste (beim iPhone), aber auch per WLAN oder manueller Eingabe der Stadt oder einer Adresse ermitteln. In meinem Test fand die App auch zwei kleinere Orte mit ca. 8.000 und 18.000 Einwohnern. SchlieĂlich sind alle knapp 12.000 deutschen StĂ€dte und Gemeinden in der App zu finden.
Im HauptmenĂŒ finden sich dann viele ĂŒbersichtlich dargestellte Mini-Apps im Piktogramm-Stil, die auf 3 Seiten verteilt sind. In den Einstellungen lassen sich diese je nach eigenen PrĂ€ferenzen auch verschieben: FĂ€hrt man beispielsweise öfters Taxi, lĂ€sst sich diese Mini-App gleich auf die erste Seite verlegen, so dass man sie sofort zur Hand hat. Auch der Standort lĂ€Ăt sich in den Einstellungen entweder speichern oder mit jedem Start der App wieder neu definieren.
NatĂŒrlich wĂŒrde es unseren Rahmen bei weitem sprengen, wenn ich alle Mini-Apps hier im Testbericht vorstellen wĂŒrde – deswegen habe ich einige besonders erwĂ€hnenswerte herausgepickt. Als mein persönlicher Favorit hat sich schon nach kurzer Zeit die Angebots-App, die in Kooperation mit KaufDa.de aktuelle Sonderangebote im Umkreis des jeweiligen Standortes auflistet, erwiesen. In einer Liste aller in der Umgebung befindlichen Einkaufsmöglichkeiten sind diejenigen gelb unterlegt, die aktuelle Prospekte zur Ansicht bereitstellen. Diese kann man sich dann gleich auf dem GerĂ€t ansehen und so vielleicht das ein oder andere SchnĂ€ppchen machen.
Einen weiteren Blick wert ist die „Sehenswert“-Mini-App: hier werden unter Zur-Hilfe-Nahme von Wikipedia-Artikeln verschiedene sehenswerte Orte, HĂ€user und PlĂ€tze in der NĂ€he des Standortes aufgelistet, inklusive der jeweiligen Entfernung vom Standort in Metern. Gerade in fremden StĂ€dten kann sich diese Funktion fĂŒr eine Sightseeing-Tour als nĂŒtzlich erweisen. Was mich jedoch bei meinem Test mit mehreren kleineren wie gröĂeren StĂ€dten wunderte, war erstens, dass auch ganz normale Schulen, wie etwa ein örtliches Gymnasium, dort verzeichnet sind, nicht aber mir bekannte Museen, die ebenfalls in der NĂ€he waren. Bei einigen gröĂeren StĂ€dten lieĂ sich diese Liste leider auch gar nicht erst laden, das Programm meldete, „Dieser Service ist momentan nicht verfĂŒgbar“.
Um sich weitere bildliche Informationen zukommen zu lassen, empfiehlt sich die „Fotos“-App von meinestadt.de die mit mehreren Kategorien (Freizeit und Sport, Menschen, Tiere, DenkmĂ€ler und GedenkstĂ€tten, Stadtbild etc.) aufwartet und viele interessante Anregungen, insbesondere fĂŒr fremde StĂ€dte, bieten kann.
Ein weiterer Favorit sind auch die Lokalen Nachrichten, in meinestadt.de mit „Lokale News“ betitelt. Hier finden sich ausgewĂ€hlte KurzbeitrĂ€ge aus örtlichen Tageszeitungen, die in voller LĂ€nge ĂŒber den gerĂ€teeigenen Browser geöffnet werden können. In meinem Fall war dies jedoch nicht immer möglich, selbst beim Anklicken des Artikels auf der Website im Safari-Browser bekam ich nicht den vollen Artikel zu sehen.
Wie schon erwĂ€hnt, wĂŒrde es den Appgefahren-Rahmen sprengen, hier alle verfĂŒgbaren Mini-Apps vorzustellen (ĂŒber 30!), aber da die App gratis zu haben ist, lohnt sich fĂŒr alle, die wissen wollen, was in ihrer Umgebung los ist, der Download auf jeden Fall. Zwar scheint es hier und da noch kleine Problemchen im Datenabruf zu geben, aber die trĂŒben den positiven Gesamteindruck kaum – genau wie vereinzelt eingeblendete Werbung.



