Temial von Vorwerk: Ist dieses Teegerät ein cooles Gadget oder völliger Quatsch?

Das Wuppertaler Unternehmen Vorwerk hat gestern ein neues Produkt vorgestellt: Temial. Wir verraten euch, was es mit dem smarten Teegerät auf sich hat.

Vorwerk Temial

In normalen Haushalten gibt es vorzugsweise zwei verschiedene Varianten, einen Tee zuzubereiten: Entweder wirft man einfach einen Teebeutel in die mit heißem Wasser gefüllte Tasse oder bereitet den Tee manuell mit einem Teesieb zu. Vorwerk war das anscheinend nicht genug, denn schon am 1. Juni kommt ein smartes Teegerät auf den Markt: Temial.

In einer Pressemitteilung lässt man uns wissen: „Das Teegerät ist das Herzstück eines Systems, das eine individuelle Zubereitung von Teesorten durch den Temial-Code-Scanner und eine begleitende App ermöglicht. Das eigene Temial-Teesortiment umfasst zunächst zehn verschiedene Sorten von losen Bio-Tees. Darüber hinaus bietet Temial ein umfangreiches Portfolio an weiterem Zubehör.“

Leider gibt es rund um Temial bislang nur ein einziges Bild, das ihr auf der Webseite von Vorwerk finden könnt. Screenshots der App oder gar einen Link für den App Store gibt es bislang leider nicht. Schade eigentlich, denn ich hätte mir gerne einen ersten Eindruck verschafft, was man genau mit der App alles anstellen kann.

Der Preis des Temial hat es in sich

Was man Vorwerk zumindest irgendwie zugute halten kann: Der Temial setzt anscheinend nicht auf irgendwelche Kapseln, die man teuer bezahlen muss, sondern auf losen Tee. Wie genau das allerdings mit dem Code-Scanner funktioniert, wird aber noch nicht ganz klar. Um alle Funktionen nutzen zu können, wird man vermutlich doch zu den „originalen“ Teesorten des Herstellers greifen müssen.

Da meine Frau immer mal wieder gerne selbst zubereiteten schwarzen Tee trinkt, bei dem man ja wirklich recht genau auf die Ziehzeit achten muss, finde ich die eigentliche Idee des Temial gar nicht so verkehrt. Zumindest wenn es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle: Tee und Wasser einfüllen, Code scannen und der Brühvorgang startet automatisch. Nach der automatisch eingestellten Ziehzeit läuft der Tee in die Tasse, den To-Go-Becher oder die Kanne.

Falls ihr echte Teeliebhaber seid, bis hier hin mitgelesen habt und Temial auch richtig interessant findet, haben wir leider eine schlechte Nachricht für euch: Ganz günstig ist der Spaß leider nicht. 599 Euro verlangt Vorwerk ab dem 1. Juni für das neue Gerät. Und dabei handelt es sich noch um einen Einführungspreis. Auf der anderen Seite soll es ja auch Menschen geben, die weit über 1.000 Euro für eine Kaffeemaschine zahlen. Unmöglich scheint heutzutage jedenfalls kaum etwas.

Nun sind wir natürlich an eurer Meinung interessiert: Ist der Temial ein Gerät, das tatsächlich interessant für euch ist? Was sagt ihr zum Preis? Oder findet ihr, dass es völliger Quatsch ist?

Kommentare 44 Antworten

  1. Ich bleibe bei meiner Special.T von Nestlé… Die Maschine erkennt anhand der Kapseln die perfekte Temperatur, brüht den Tee auf den Punkt und braucht nicht länger als die Nespresso Maschine…

        1. An Kapseln geht die (Um-)Welt zu Grunde. Heute mit der Kapfel einen Tee gekocht, morgen findest du Reste der Kapsel im Bratfisch auf deinem Teller. Lecker.

          1. „An Kapseln geht die (Um-)Welt zu Grunde.“ – Was für ein Bullshit.

  2. Eine Kaffeemaschine macht aber trotzdem viel mehr Sinn als das Ding!
    Es ist wohl jeder in der Lage heißes Wasser über einen Tee zu gießen, mit Beutel ist es ja sogar noch einfacher.
    Wenn man wie zB grünen Tee trinkt den man nur mit 80°C heißem Wasser übergießen soll kann man sich einen Wasserkocher der eine Temperatureinstellung hat für max. 100€ kaufen.
    Das Ding ist locker 500€ zu teuer!
    Zumal man dann nur noch Vorwerk-Tee kaufen und trinken kann, was bestimmt auch sehr günstig ist. 😉

    1. Einen Kaffee kann man übrigens auch noch ganz „manuell“ aufbrühen. Mit Wasserkocher und Filterhalter. Wofür brauchst du dann noch eine Kaffeemaschine? 😉 😀

      1. Naja, zwischen Filterkaffee und ’nem durchgepressten eines Kaffevollautomaten gibt’s ja schon ziemliche Unterschiede…
        Zumal man ja bei den Kaffeebohnen freie Wahl hat. Für mich ist das ’ne ziemlich überteuerte Sache… gesendet von meinem I-Phone…😋😁

      2. Yesss. Guter Kaffee braucht nicht viel. Wenn mein ca. neun Jahre alter Kaffeevollautomat von Siemens den Geist aufgibt, werde ich mir auch keinen neuen mehr anschaffen.

        Die Bohnen würde ich aber nach wie vor in meiner Peugot Kaffeemühle mahlen. Filterkaffee kommt für mich absolut nicht in Frage!

  3. genau das hat die welt gebraucht,muß mir allerdings noch ne keine Extraküche bauen, damit Platz ist für Termomix,Kaffekobold(kommt demnächst!) und diesen Teeroboter ist;-)

  4. Was ein Schwachsinn
    Genau darauf hat die Welt gewartet…
    einen smarten Teekocher am besten mit App Anbindung.
    Wenn Vorwerk diese App genauso pflegt, wie die des Kobold VR200 dann gute Nacht.

    1. Vorwerk pflegt überhaupt gar keine App. Thermomix nicht, Staubsaugerroboter nicht. So wie die Apps sind, können sie die auch gleich weglassen. Der Staubsauger saugt auch ohne App und für den Thermomix braucht man auch keine

  5. Dieses Ding wird so hart scheitern. Teeliebhaber brühen von Hand auf (da geht es viel um die Zeremonie an sich). Wer eine Teemaschine möchte, wird auch für 100€ und weniger fündig.

  6. Es gibt bereits günstigere automatische Teefiltermaschine aus Glas und Edelstahl auf dem Markt. Die sehen bei weitem nicht so wuchtig aus, Brühen gleiche ne größere Teemenge und für Technikverliebte sieht man wie automatisch der Halter aus dem Wasser fährt wenn der Tee fertig gebrüht ist.

  7. Was für ein Schmarrn, unglaublich 🙄 Nicht nur das Gerät an sich, das in meinen Augen wirklich kein Mensch braucht, sondern auch der Preis den Vorwerk dafür – zum Einstieg! – aufruft.

    Dasselbe kann ich mir zusammenstellen, indem ich mir einen hochwertigen Wasserkocher mit Temperaturanzeige für sagen wir mal 80-100€ kaufe, eine schöne Teekanne für ca. 30-50€ und losen Bio-Tee für 5-10€/100g-Beutel. Hoch angesetzt liegen wir somit bei insgesamt 200€…. Gut, smart ist das nun nicht, aber smart ist an dem Ding auch nur dieser ominöse Barcodescanner…

    Also da muss man schon ein echter und leidenschaftlicher Vorwerk-Fan sein um sich dieses seltsame Ding – vor allem für diesen Preis – anzuschaffen… Oder zu faul, das heiße Wasser eigenhändig über den in der Kanne liegenden Tee (den man ja auch selbst in das Vorwerk-Ding geben muss) zu gießen. 🙄

  8. Was ist denn daran smart zwei Parameter zu tracken: Temperatur und Zeit.
    Es gibt mit Sicherheit noch irgendein Wodoo wie ansteigende Temperatur etc. aber selbst das wäre nicht wirklich Smart. Und ich bezweifle mal, dass der Tee dann in eine andere Geschmacksgalaxy wandert.

    Hey, was soll’s? Sollen sie es halt probieren. Leute die das kaufen gibt es bestimmt und die schwören drauf.

    Ich kann das mit unserem Thermomix übrigens auch schon. Wasser rein, 80 Grad einstellen, wenn Temperatur erreicht: Beutel reinschmeißen und Zeit einstellen (was eben auf der Verpackung steht). Thermomix hält dann sogar bei Bedarf die Temp.

    Ist aber nicht so hipp! Klar.

  9. Eine 10er Box von dem Tee kostet je nach Sorte 6-12 Euro 😳😳😳 Boah. Die müssen mal richtig gut sein!
    1 Euro für so eine Tasse Tee zu Hause. Respekt!

  10. Man sieht ja beim täglichen Smartphone Surfing immer wieder diese ultrabescheuerte Nestle Teemaschine, die dem Besitzer den täglichen Kapselmüll beschert 😖

    Da man hier losen Tee verwenden kann, ist der Einsatz dieses Teils ja zumindest nicht so folgenschwer. Ich bin jemand, die sich recht gerne mal was technisch Ausgefeiltes gönnt. Aber meinen Tee hab ich bisher gut und gerne mit Teesieb oder Teeei zubere

  11. Naja, da wir uns hier auf einem Apple-Blog befinden: es soll auch Menschen geben, die bereit sind, über EUR 1.300 für ein Smartphone auf den Tisch zu legen. In meinen Augen ebenfalls maßlos überzogen, will damit aber nur sagen: es soll jeder selbst entscheiden, was ihm genau wieviel wert ist.

  12. Man kann auch bei diesem Gerät geteilter Meinung sein. Für mich kommt es dagegen allerdings nicht in Frage – auch nicht für wesentlich weniger Geld. Mittlerweile gibt es wirklich für so ziemlich jeden Arbeitsschritt in der Küche irgendwelche Geräte. Weiterhin hätte ich auch gar nicht so viel Platz in meiner Küche.

    Kurz noch etwas zum Thermo Mix. Auch dieser kommt für mich nicht in Frage. Das Geld würde ich lieber in gute Töpfe und Messer investieren. Das Ding kann schließlich nicht rösten. Meiner Meinung nach schmeckt alles ziemlich einheitlich.

  13. OK, dass ganze ist kaum zu topen, höchstens noch mit Einem Abo für die verschiedenen Tee-Sorten. Mittlerweile scheint alles zu jedem Preis möglich.

  14. Ich finde es nicht sehr sinnbehaftet
    Ich trinke zwar auch sehr gerne Tee aber für 600€ kann ich sehr oft zum Türken ums Eck gehen, der einen wirklich tollen Tee macht und mit dem man sich klasse unterhalten kann.

    Aber ich denke es gibt Leute die einen Bedarf an dieser Machine haben.
    Soll mir Recht sein. Kurbelt die Wirtschaft an und erhöht die Steuereinnahmen 😝

  15. Neben Wasserkocher (auch für Tee geeignet), Toaster, Kaffeevollautomat und Blender brauche ich kein weiteres Gerät, das in der Küche Platz wegnimmt. Ich kann kochen (auch ohne Thermomix) und auch Tee kochen. Das ist so ein Quatsch, für einen Teekocher 600€ (später sogar noch mehr?) zu verlangen.

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