Wie Netflix: Auch Spotify streicht iTunes als Bezahlmethode

Umweg über die Webseite wird Pflicht

Ende letzten Jahres hat Netflix für Neukunden das Bezahlen via iTunes deaktiviert. Alle neuen Kunden müssen somit den Umweg über die Webseite nehmen und sich dort registrieren und alle Bezahldaten hinterlegen. Netflix umgeht so den Anteil, den Apple für jedes abgeschlossene Abo bekommen würde. Im ersten Jahr 30 Prozent, in den weiteren 15 Prozent.

Und jetzt zieht auch Spotify den Stecker. Neukunden können nicht mehr über iTunes das Abonnement bezahlen. Für Kunden war das eine praktische Sache, so konnte man zum Beispiel mit reduzierten iTunes-Karten den Preis drücken. Auf der aktualisierten Support-Webseite informiert Spotify wie folgt:

Bis vor Kurzem konntest du über das In-App-Zahlungssystem von Apple für Spotify Premium bezahlen. Bei neuen Abonnenten ist das nun nicht mehr möglich.

Der Grund hierfür ist die Zusatzgebühr, die Apple auf den Standardpreis aufschlägt. Daher haben wir beschlossen, diese Zwischeninstanz zu umgehen, damit du Spotify günstiger genießt.

Des Weiteren weist der Anbieter darauf hin, wie man die Bezahlmethode von iTunes direkt auf Spotify ändert. Hier gilt es zu beachten, dass ihr die Umstellung erst dann vornehmt, wenn euer Konto auf „Spotify Free“ umgestellt wurde, denn ansonsten zahlt ihr doppelt. Bestandskunden, die ihr Abo aktuell über iTunes bezahlen, können das auch weiterhin tun. Wird das Konto aber gekündigt, gibt es aber kein zurück mehr.

Einen Nachteil gibt es aber: In den Richtlinien hat Apple festgelegt, dass die Anbieter in Apps nicht auf Zahlungsmethoden außerhalb von iTunes hinweisen dürfen, wenn die iTunes-Rechnungsstellung nicht angeboten wird. Demnach gibt es in den mobilen Apps keinen einzigen Hinweis, dass man über die Webseite ein Abo abschließen muss.

Spotify Music
Spotify Music
Entwickler: Spotify Ltd.
Preis: Kostenlos+

Kommentare 21 Antworten

    1. Was ist mit deinem Kommentar eigentlich nicht in Ordnung? Genau: Er sagt nichts aus. Auf wen zielt deine Frage ab? Apple, Spotify? Argumente? Hauptsache mal wieder auf Abenden gedrückt 😉

  1. Vielleicht wird  Apple wach und geht bei diesen hochpreisigen und millionenfach abgeschlossenen Abos runter mit den Gebühren.
    Ich denke mit Spotify und Netflix haben zwei Schwergewichte ein Zeichen gesetzt.

  2. Ich kann‘s verstehen.
    Davon abgesehen war das Netflix-Abo (bei Spotify weiß ich es jetzt nicht) über die iOS-App ohnehin teurer als z.B. über die Webseite. Von daher ist das mit der Reduzierung via Gutscheinkarte ziemlich relativ.

      1. Hmm, ich meine, ich hätte noch letztens gesehen, dass das Standardabo 12,99 € (anstelle 10,99 €) gekostet hätte. Aber ich will nicht streiten. 😀

        1. An sich ja auch egal. 🙂 Ändert ja rein nix am Thema.

          Ich finde den Schritt richtig. 30 Prozent dafür abziehen ist schon krass. Das kann kein Anbieter einfach so als „Service“ schlucken. Aber es sind nunmal Dir Bedingungen. Sollte Apple da rebellieren, dann sollen Netflix und Spotify mal ihre Apps aus dem Store nehmen. Bin mal gespannt, wie Apple darauf reagieren wird. Für mich wäre das nämlich ein Grund Apple den Rücken zu kehren. An sich ist Apple und das Umfeld samt Geräte sehr gut, aber wenn ich dann mich bzgl. der großen Anbieter in meinem Konsumverhalten so einschränken müsste, dann wäre Apple der falsche Partner für mich.

  3. Für uns Nutzer zwar schade, aber war letztendlich abzusehen. Ist doch logisch, dass ein Unternehmen keine Lust hat, für eine quasi nicht existierende Gegenleistung solch horrende Gebühren zu bezahlen. Das ist von Apple schon mehr als dreist. Netflix und Spotify haben hier den Anfang gemacht, ich bin mir aber sehr sicher, dass das noch lange nicht das Ende sein wird. Da werden einige Anbieter noch nachziehen… ich bin gespannt, wie Apple darauf reagieren wird.

    1. Das hat nicht Apple verlangt, sondern Spotify. Und auch nur, weil eben 30 Prozent von de. 12,99 EUR an Apple gehen, wenn damit bezahlt wird.
      Wo ich Dir Recht geben: mit iTunes Rabatten war das bei Spotify vl. mal vor Jahren auffangbar, aber schon lange nicht mehr. Daher gehört das hier eigentlich nicht in den Artikel, da es auch dem eigentlichen Thema nicht gerecht wird.

  4. Ich frag mich halt ob Apple seinerseits sagt, wenn ihr die Bezahloption via iTunes-Store/In-App-Purchase rausnehmt, dann nehmen wir eure App halt vom Appstore…

    1. Dann ist ein kleiner Prozentsatz weg von Apple hin zu Adroid. Könnte Apple ja egal sein wegen nur einer App, aber man stelle sich vor, das passiert erst bei dieser einen App, dann bei noch einer und noch einer und wieder einer…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de