Gboard: Update für Dritt-Tastatur bringt Spracheingabe, iOS 10-Emojis und Google Doodles

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Mel 24. Februar 2017, 19:50 Uhr

Anstelle der Apple-eigenen Tastatur lässt sich seit geraumer Zeit auch die Alternative Gboard von Google nutzen.

Gboard

Gboard (App Store-Link) steht bereits seit Mitte Mai des letzten Jahres im deutschen App Store zum kostenlosen Download bereit und lässt sich auf alle iOS-Geräte herunterladen, die mindestens über iOS 9.0 oder neuer verfügen sowie 152 MB an freiem Speicher bereit stellen. Auch eine deutsche Lokalisierung lässt sich mit Gboard bereits nutzen.

Für die Einrichtung von Gboard sind die üblichen Schritte notwendig, die man schon von anderen Drittanbieter-Tastaturen kennt. In den Einstellungen des Geräts muss im Tastatur-Menü „Gboard“ hinzugefügt und danach der Vollzugriff gestattet werden. Die Macher betonen, dass lediglich Suchanfragen und Nutzungsstatistiken an die Webserver von Google geschickt werden, jedoch keine weiteren Daten wie Passwörter oder Chat-Inhalte. Gemerkte Wörter zur Suchvervollständigung oder Rechtschreibverbesserung werden lokal auf dem Gerät gesichert.

Das Gboard bietet weiterhin Zugriff auf unzählig viele GIFs und verfügt zudem über Glide Typing. Hierbei handelt es sich um die Eingabe via durchgehende Wischgeste, so wie man es von beispielsweise von der SwiftKey-Tastatur kennt. Besonders praktisch: Ergebnisse aus der Google-Suche lassen sich direkt aus der Tastatur-App heraus in einen Chat integrieren und direkt versenden. Dazu zählen Suchergebnisse wie Geschäfte und Restaurants, Videos, Bilder, Wettervorhersagen, Nachrichten und Artikel sowie Sportergebnisse.

Schaltfläche „G“ zeigt aktuelle Google Doodles an

Mit dem letzten Update auf Version 1.3.0, das vor kurzem im deutschen App Store veröffentlicht wurde, ist Gboard nun mit noch mehr nützlichen Funktionen ausgestattet worden. Die Anwendung unterstützt jetzt nicht nur 15 weitere Sprachen, darunter Türkisch, Dänisch, Griechisch und Niederländisch, sondern kommt auch mit einer neuen Spracheingabe-Funktion daher. Letztere erlaubt es durch Antippen der Mikrofontaste der Tastatur, von unterwegs Nachrichten einfach diktieren zu können. Nutzern der Apple-Tastatur ist dieses Feature über den kleinen Button links neben der Leertaste sicher schon bekannt.

Ebenfalls in v1.3.0 von Gboard Einzug gehalten haben nun auch die mit iOS 10 hinzugefügten zusätzlichen Emojis, so dass sich bestimmte Situationen noch besser mit Smileys und Co. visualisieren lassen. A propos visualisieren: Auch die von der Google-Website bekannten Google Doodles finden sich jetzt in Gboard. „Das Google-Logo wird das ganze Jahr über an Feiertagen, Geburtstagen berühmter Personen und zu besonderen Anlässen mit lustigen Animationen aktualisiert“, heißt es im Changelog im App Store. „Immer wenn das Logo animiert ist, kannst du einfach auf die Schaltfläche ‚G‘ tippen, um das Doodle des Tages zu sehen.“

Das Update auf Version 1.3.0 steht allen Nutzern von Gboard kostenlos im App Store zur Verfügung. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen mit der App oder anderen Drittanbieter-Tastaturen: Welche Anwendungen zählen zu euren Favoriten - oder bleibt ihr weiterhin bei Apples Keyboard?

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Kommentare11 Antworten

  1. dudemeister sagt:

    Trotz Update kein Mikrophone bei mir vorhanden

  2. EsKalation sagt:

    In der Space-Taste. 😉

  3. EsKalation sagt:

    Auch nicht, wenn Du gedrückt hältst?

  4. Henky sagt:

    Ich bin überzeugter SwiftKey Nutzer. Allerdings fehlt mir dort die Mikrofon-Taste, denn nicht immer kann man den Blick auf den Bildschirm richten bzw. Oft geht diktieren einfach schneller als tippen.

  5. quasiwutz sagt:

    Apps von Google boykottier ich stets, Aussagen wie “persönliche Daten und Passwörter werden nur lokal gespeichert” reichen mir bei dem Datensammler einfach nicht. Wofür machen die wohl so viele Apps, auch noch kostenlos??? Um uns eine Freude zu machen?

  6. Dimmi sagt:

    zeige mir die Firma die keine Daten sammelt und ich spendiere dir einen Kasten Bier. ☺

  7. snooker321de sagt:

    @quasiwutz @Dimmi
    Google entwickelt kostenlose Apps um Geld zu verdienen. Sie binden die Nutzer so an Ihre Dienste (welche auch als Premiumdienste verfügbar sind), wie die Google-Suchmaschine, mit der sie (z.B. durch Werbeanzeigen) Geld verdienen. Google ist natürlich ein Datensammler. Er benötigt jedoch nicht zwingend persönliche Daten (Nutzungsstatistiken sind keine persönlichen Daten) und vor allem keine persönlichen Passwörter.
    Viele Grüße

  8. joenumber5 sagt:

    update hängt

  9. Arganto sagt:

    Ist doch alles weiterhin Schikane, dass Tastaturdrittanbieter die Standard Diktatfunktion und den 3d touch Cursor nicht nutzen dürfen und können.

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