Alto’s Odyssey im Test: Mehr als nur ein einfacher Nachfolger?

Am Mittwoch ist Alto’s Odyssey im App Store gelandet, heute möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Altos Odyssey 2

In den letzten Wochen hat mein iPhone-Akku ordentlich gelitten. Alleine in den letzten Tagen war Alto’s Odyssey (App Store-Link) für 45 Prozent meiner Batterienutzung verantwortlich. Nachdem ich mich bereits in der Vorab-Version und später dann in der finalen App austoben konnte, dürft ihr jetzt auch zuschlagen. Alto’s Odyssey steht für iPhone, iPad und Apple TV zum Download bereit und kostet 5,49 Euro, gleichzeitig wird wie beim ersten Teil auf In-App-Käufe verzichtet.

Im Prinzip kann ich die ganze Geschichte an dieser Stelle kurz machen: Wenn ihr mit Alto’s Adventure nichts anfangen konntet, könnt ihr euch Alto’s Odyssey sparen, denn am Spielprinzip hat sich nichts wesentliches geändert. Wenn ihr den ersten Teil dagegen sehr gerne gespielt habt, solltet ihr euch das rundum aufpolierte Alto’s Odyssey nicht entgehen lassen. Glücklicherweise zähle ich mich selbst zur letztgenannten Gruppe, was sich sicherlich auch in der positiven Bewertung widerspiegelt.

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Das dürft ihr in Alto’s Odyssey erleben

Im Gegensatz zu Alto’s Adventure spielt das neue Alto’s Odyssey nicht zur Jahreszeit passend im Schnee, sondern in der Wüste. In den drei Umgebungen Tempel, Schluchten und Dünen fahrt ihr mit einem Sandboard Hänge hinunter, rutscht über Seile und springt über Abhänge. Dabei sammelt ihr nicht nur Münzen, sondern müsst auch einem Lemur entkommen und Zusammenstöße mit Felsen vermeiden.

Die Steuerung ist auch in Alto’s Odyssey denkbar einfach: Mit einem Fingertipp auf das Display lässt man die jeweilige Spielfigur springen und einen Rückwärtssalto durchführen. Es lassen sich sogar mehrere Tricks miteinander kombinieren, bei erfolgreicher Landung nimmt man dann immer mehr an Fahrt auf und kann noch weitere Sprünge vollführen.

Altos Odyssey 4

Das sind die Neuerungen im zweiten Teil

Auf einige der Neuerungen in Alto’s Odyssey sind wir ja bereits gestern im Interview mit den Entwicklern eingegangen. Hautsächlich gibt es im zweiten Teil des Abenteuers drei große Neuerungen: Heißluftballone, die nicht nur mit Seilen miteinander verbunden sind, sondern sich auch prima als Trampolin nutzen lassen. Fließende und stehende Gewässer sowie Wände, an denen man „Wallrides“ vollführen kann.

Diese neuen Objekte sorgen tatsächlich dafür, dass man bei einer Highscore-Jagd noch nie zuvor erreichte Höhen erreicht, mehr als 20 einzelne Tricks miteinander kombinieren kann und noch mehr Punkte sammelt als je zuvor. Genau wie im ersten Teil kann auch in Alto’s Odyssey ein Flügelanzug freigeschaltet werden, mit dem man fliegen und so noch mehr Tricks kombinieren kann.

Es gilt wieder 180 Missionen zu bestehen

Für die nötige Herausforderung in Alto’s Odyssey sorgen insgesamt 180 Missionen, die sich auf 60 Level verteilen. Die kleinen Aufgaben sind manchmal einfach, manchmal aber auch knackig schwer: Mal müssen in einem Versuch eine bestimmte Anzahl an Münzen gesammelt, mal müssen mehrere Wallrides hintereinander und mal muss eine bestimmte Distanz erreicht werden. Die Missionen sind zum Teil sehr herausfordernd, aber definitiv alle machbar.

Altos Odyssey 3

Das sage ich übrigens nicht nur so. Ich habe bereits am Dienstag alle 180 Missionen erfolgreich beendet und war danach wirklich erleichtert und zufrieden. Zwischenzeitlich war es wirklich eine große Herausforderung, insbesondere die sechs Wallrides in einer Combo haben mich wirklich nahe an die Verzweiflung getrieben.

Der Teufel steckt wie immer im Detail

Ein echtes Lob haben sich die Entwickler für die Grafik des Spiels verdient. Der dynamische Tag- und Nachtwechsel ist in Kombination mit den Wettereffekten absolut grandios. Mal fährt man in einer sternklaren Nacht bei Vollmond, wenige Minuten später sieht man die Hand vor Augen nicht, weil ein riesiger Sandsturm durch die Landschaft fegt.

Letztlich sind es diese kleinen Details, die Alto’s Odyssey so zauberhaft manchen. Der Lemur hat ein gestreiftes Fell und die umherfliegenden Tropenvögel ein buntes Gefieder. In den Heißluftballonen lodern kleinen Flammen und immer wieder saust man über riesige Klippen, bei denen man lieber nicht nach unten schauen möchte.

Muss man Alto’s Odyssey einfach lieben?

Es besteht kein Zweifel daran, dass ich ein großer Fan von Alto’s Odyssey bin, auch wenn der Spaß für mich nach einigen Wochen eigentlich schon wieder vorbei ist. Wie exzessiv ich das Spiel in den letzten Wochen verschlungen habe, zeigt ein Blick in die Statistiken: Mittlerweile bin ich 1.917.083 Meter gefahren und habe dabei 26.753 Sprünge vollführt. Meine beste Distanz habe ich mit dem letzten der insgesamt sechs Charaktere erreicht: 129.679 Meter. Das müsst ihr erst einmal knacken.

Altos Odyssey 1

Auf der anderen Seite kann ich aber auch verstehen, wenn Alto’s Odyssey euch nicht begeistern kann. Letztlich ist es nicht mehr als eine Neuauflage des ersten Teils. Aber manchmal muss man das Rad auch nicht neu erfinden. Das zumindest ist meine bescheidene Meinung.

Alto's Odyssey
Alto's Odyssey
Entwickler: Snowman
Preis: 5,49 €

Alto's Odyssey

  • Steuerung - 10/10
    10/10
  • Grafik - 9/10
    9/10
  • Sound - 8/10
    8/10
  • Spielspaß - 9/10
    9/10
  • Preis/Leistung - 7/10
    7/10

Fazit

Gameplay-veränderte Neuerungen gibt es in Alto's Odyssey nicht. Das macht die Entscheidung einfach: Hat euch der grandiose erste Teil gefallen, dürft ihr auch jetzt ohne zu zögern zuschlagen.

8.6/10

Kommentare 15 Antworten

  1. Hab’s mir auch sofort geladen, nachdem der erste Teil mich lange gefesselt hat. Klar, es ist kein total neues, abgefahrenes Spiel sondern mehr ne Neuauflage – aber dafür eine sehr gute! Ob jetzt dafür unbedingt über 5€ gerechtfertigt sind, sei mal dahingestellt. Hoffentlich haben sich die Entwickler da nicht etwas überschätzt. Aber trotzdem ne Empfehlung für Fans des ersten Teils!

    1. Puh, finde die 5,50 nicht gerechtfertigt. Ich mein, was ist denn tatsächlich neu:
      „…drei große Neuerungen: Heißluftballone, die nicht nur mit Seilen miteinander verbunden sind, sondern sich auch prima als Trampolin nutzen lassen.“
      –> Hm, auch nichts anderes als die Säulen bzw. Seile im Vorgänger

      „…Fließende und stehende Gewässer…“
      –> nur eine andere Oberfläche

      „…sowie Wände, an denen man „Wallrides“ vollführen kann.“
      –> die einzige wirkliche Neuerung die ich ausmachen konnte.

      Ich stimme dir voll und ganz zu: Es ist eher eine Neuauflage. Wer den ersten Teil nicht hat kann hier ohne Zögern zuschlagen, wer Teil 1 schon besitzt kann sich das hier sparen.

      Ich bin nur etwas „überrascht“, wie sehr appgefahren das Spiel aufbauscht und mir Specials überzieht.

  2. Also ganz ehrlich: es ist so ähnlich wie der erste Teil. Aber nicht so viel Geld wert und im interview ist der preis auch nicht gerechtfertigt.
    Dadurch dass es ja schon ein Interview gab ist es fix ein Sponsoring und finde es schade dass ihr manche Sachen so sehr aufbauscht.
    Genauso wie der HomePod. Ihr habt ihn zeitgleich wie jeder normale Mensch bekommen und man muss es ned so aufbauschen mit mypostcard etc.
    der HomePod ist gut ja. Ich liebe meinen und werde mir Vll nen 2. zulegen. Aber poste nicht jeden Tag ne Nachricht weils auf YouTube schon Tage vorher deutsche reviews gab.
    Ich finde eure Seite toll und unterstütze euch voll und ganz…aber bitte macht ned alles so ‚billig‘ (sry für das Wort) früher wart ihr noch mehr persönlich ..mit nem Touch und man hat gerne gelesen und eure Videos angesehen.

    1. Was du hier schreibst ist absoluter Bullshit, sorry dass ich das so deutlich schreibe.

      Anfang Januar sind die Entwickler auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich Altos Odyssey bereits anspielen möchte. Natürlich habe ich da zugesagt. So war es mir möglich, das Spiel komplett durchzuspielen, das ist mir tatsächlich am Dienstag erst gelungen.

      Kurz vor dem Start im App Store haben mich die Entwickler gebeten, mein Review erst am Donnerstag nach 15 Uhr zu veröffentlichen. Das habe ich nicht wirklich verstanden, habe mich dann aber daran halten wollen, da ich als Alternative das umfangreiche Interview bekommen habe, das ich sehr interessant finde. Da das Spiel dann doch noch einen Tag eher erschienen ist, haben sie das Embargo dann doch wieder fallen lassen. Soll ich deswegen das Interview nicht mehr veröffentlichen?

      Was den HomePod angeht: MyPostcard hat genau einen HomePod und einen der beiden Flüge bezahlt. Natürlich ist das ein Sponsoring, aber für euch auch eine coole Gelegenheit ein neues Apple Produkt zu gewinnen. Warum soll ich auf eine solche Sache verzichten?

      Ich hatte auch einfach so nach London fliegen können und ihr hättet nichts davon gehabt. Und da er bislang nicht offiziell in Deutschland zu haben ist, ist es für mich etwas besonderes.

      Und nur fürs Protokoll: Ich habe meine Testversion von Altos Odyssey mittlerweile durch die Version aus dem App Store ersetzt, die ich übrigens selbst bezahlt habe. Warum, wo ich es doch schon durchgespielt habe? Weil ich das Spiel mag und Entwickler gerne unterstütze, die solche Premium-Titel in den App Store bringen.

      Das mache ich gerne und auch mit mehreren, ausführlichen Berichten. Wenn dir das nicht passt, dann lies bitte andere Blogs, in denen Neuerscheinungen nur in drei Sätzen “vorgestellt” werden.

      1. Danke für deine späte Antwort. Die ausführliche Berichte sind 1:1 das selbe Bzw weniger was Wochen vorher bekannt war bzw schon veröffentlicht wurde von youtubern die den HomePod schon vorab bekommen haben.
        Somit wissen das eure Leser schon …macht eure Videos und Blogs mehr wie sie früher waren. Wirbt nicht so um euch selbst wie toll ihr seid sondern einfach nur das Produkt mit eurem persönlichem touch.
        Ist ein Feedback was ich schon oft gehört habe.
        Ich lese ungern euren Blog ja …weil sich halt der Stiel verändert hat.
        Ich meine .. 200 mal schreiben dass ihr nach London geflogen seid. Toll? Ist ja nicht wirklich was besonders haha

        1. Welche deutsche Webseite/Blog hatte denn ein Video mit einem eigenen Eindruck des HomePods vor uns? Bitte sende mir dazu Quellen/Links.

          PS: Wir stellen hier Produkte mit unserer eigenen Meinung vor. Machen also genau das, was du von uns forderst.

  3. Kenne nur österreichische aber wenn man HomePod gegoogelt hat haben einige Medien (sicherlich auch deutsche) den HomePod testen dürfen und ein Review geschrieben 😉 ..Bzw Videos veröffentlicht. poste dann auch gerne Links sobald ich Zeit habe die rauszusuchen 🙂

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