Amazon Alexa & Co.: Das sagt Stiftung Warentest zu smarten Sprachassistenten

In vielen Wohnzimmern befinden sich mittlerweile intelligente Lautsprecher mit integriertem Sprachassistenten, oftmals von Amazon, Google oder auch Apple. Stiftung Warentest hat diese unter die Lupe genommen.

amazon echo 2 test

Nachdem Apple kürzlich mit dem HomePod auch in den Markt der smarten Lautsprecher samt Siri-Anbindung eingestiegen ist, fragt sich der gemeine Nutzer: Für welchen gesprächigen Speaker sollte ich mich nun entscheiden? Amazons Echo samt Sprachassistentin Alexa, Googles Home mit dem Google Assistant, oder auch den bereits erwähnten Apple HomePod mit Siri-Support?

In der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest, 04/2018, durchleuchteten die Redakteure das Angebot der verschiedenen Anbieter und klären über die dahinter stehende Technik und mögliche Risiken, die sich dadurch ergeben, auf. Nicht umsonst wird der Artikel aus dem Multimedia-Ressort des Magazins mit dem Titel „Horchposten im Wohnzimmer“ versehen.

Denn neben den zahlreichen praktischen und bequemen Funktionen, die auch für ältere oder beeinträchtigte Menschen einfach zugänglich sind, bergen die smarten Lautsprecher und ihre sprachgewandten Assistenten jede Menge Gefahren. Denn die eigentliche Spracherkennung der Geräte erfolgt nicht lokal, sondern über eine Internetanbindung auf den Servern des Anbieters Amazon, Google oder Apple. Immerhin kann Stiftung Warentest Entwarnung geben: Sie fanden keine Hinweise im Datenstrom der smarten Assistenten, dass Amazon und Co. ständig heimlich mithören.

Wer jedoch die Sprachassistenten häufig nutzt, setzt sich dem Risiko aus, sehr viel Persönliches über sich zu verraten. Bittet man Google um das Abspielen der Lieblingsalben, wird viel über den eigenen Musikgeschmack verraten, und wer über GMX Siri neue E-Mails diktiert, deutet mehr als deutlich an, mit welchen Themen man sich aktuell auseinandersetzt. Durch die Verknüpfung vieler Dienste, darunter auch Termine, Wetter und weiteres, können die verschiedenen Sprachassistent-Anbieter schnell ein ganzes Nutzerprofil erstellen, bei dem die Betroffenen ihre Daten sogar freiwillig diktieren. In den Datenschutzerklärungen von Amazon und Co. fanden die Stiftung Warentest-Redakteure nur schwammige oder kaum mit deutschem Datenschutzrecht vereinbare Formulierungen, was die Verwendung und Speicherung der User-Daten betrifft.

Google Assistant punktet vor allem auf Mobilgeräten

Google Home Lifestyle

Im anschließenden Test kommt Stiftung Warentest dann zu einem eindeutigen Urteil: Amazon liegt mit dem Angebot von eigenen Lautsprechern bei den Sprachassistenten definitiv vorn, während Google mit der besseren Funktionalität auf Mobilgeräten punkten kann. Der Google Assistant „unterscheidet Nutzer an ihren Stimmen. Auch versteht er Fragen, die sich auf eine vorangegangene beziehen.“

Apples HomePod war zum Zeitpunkt des Tests wohl noch nicht verfügbar, so dass man sich bei der Bewertung auf die Sprachassistentin Siri konzentrierte. Leider mit einigen Abstrichen gegenüber den Konkurrenten von Amazon und Google: Siris Spracherkennung lässt im Vergleich zu wünschen übrig und klingt zudem nicht so natürlich wie Amazons Alexa. Auch Unterbrechungen von Siri sind nicht möglich: Fängt sie einmal an, muss man sie zuende reden lassen. Abgeschlagen hinter den drei großen Anbietern landete Microsofts Cortana: Sowohl Sprachnatürlichkeit als auch Funktionalität konnten nicht mithalten.

Eine Erwähnung, gewissermaßen außer Konkurrenz, fand zudem noch Sonys Xperia Ear, ein Ohrhörer mit Mikrofon. Dieser reagiert auf Berührungen und dient vor allem der Organisation des Berufsalltags. Die Datenschutzerklärung enthielt aber große Mängel – eine Anfrage von Stiftung Warentest wurde abgelehnt. Der ganze Artikel kann auf der Website von Stiftung Warentest im Einzelabruf erworben werden.

Kommentare 1 Antwort

  1. Das sind doch alte Kamellen ☺️jeder weiß worauf er sich einlässt ?wurde ja schon allgemein vermittelt…jedes Handy ist eine Wanze ! ??

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