Eigentlich, so könnte man denken, wird heute Abend bei der Eröffnungs-Keynote zur diesjährigen Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2026, alles wie immer über die Bühne gehen. Apple-CEO Tim Cook wird pünktlich um 19 Uhr deutscher Zeit die Bühne betreten, mit einem freundlichen „Good morning“ grüßen und dann die neuen Software-Versionen für iPhones, iPads, Macs und mehr ankündigen.
Und doch wird sich gleichzeitig alles ändern und ein Stück Unternehmensgeschichte abgeschlossen werden: Die heutige Präsentation wird Tim Cooks letzter Keynote-Auftritt als CEO sein. Ende April dieses Jahres wurde bekannt, dass Cook zum 1. September 2026 seinen Posten an John Ternus übergeben wird. Tim Cook bleibt danach Aufsichtsratsvorsitzender von Apple.
In den nächsten Wochen und Monaten wird Tim Cook seine Rolle als CEO von Apple noch wie gewohnt weiterführen und dabei eng mit John Ternus zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Als Vorstandsvorsitzender wird Cook das Unternehmen in bestimmten Bereichen unterstützen, unter anderem bei der Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern weltweit.
Vom ersten bis zum letzten Auftritt

Tim Cook ist bereits seit 1998 ein Teil von Apple. 2011 ist er zum CEO aufgestiegen und hat dazu beigetragen, etliche neue Produkte wie etwa die Apple Watch, AirPods oder Vision Pro einzuführen. Unter Cooks Führung ist die Marktkapitalisierung von Apple von rund 350 Milliarden Dollar auf 4 Billionen Dollar gestiegen, was einem Anstieg von mehr als 1.000 Prozent entspricht.
Offiziell wird es heute Abend um die neuesten Software- und Technologie-Ankündigungen, also um das, was die jährliche WWDC immer ausmacht, gehen. In der Branche wird vor allem auf neue KI-Funktionen, Siri-Verbesserungen und die nächste Phase von Apple Intelligence geschaut, weil Apple genau in diesem Bereich dringend aufholen musste.
Am Ende wird weniger die Länge der Keynote zählen als die Frage, ob Apple an diesem Abend mehr Zukunft als Routine liefert. Wenn Tim Cook wirklich ein letztes Mal als CEO auf seiner wohlbekannten Bühne steht, dann ist das größte Produkt des Abends vielleicht nicht iOS oder Apple Intelligence, sondern die Art, wie Apple den Übergang selbst gestaltet. Wir dürfen gespannt sein, so oder so.
