Apple Card: Neue Kreditkarte wird jetzt von Store-Mitarbeitern getestet

Start in den USA im Sommer

Auch wenn wir erst seit Dezember in den Genuss von Apple Pay kommen und noch längst nicht alle Banken mit dabei sind, fand ich die Ankündigung der Apple Card ziemlich spannend. Ab Sommer will Apple in den USA eine eigene Kreditkarte anbieten, der Start in anderen Ländern sollte danach erfolgen. Aktuell befindet man sich mitten in der Testphase.

Wie bereits länger bekannt ist, können hochrangige Apple-Mitarbeiter die Apple Card bereits seit einiger Zeit testen und laut einer Aussage von Goldman Sachs Geschäftsführer David Solomon sind auch schon einige Mitarbeiter der kooperierenden Bank mit an Bord.

Wie 9to5Mac herausgefunden hat, können ab sofort auch Mitarbeiter aus den zahlreichen Apple Stores die Apple Card testen, ein entsprechendes internes Schreiben wurde wohl vor wenigen Tagen verschickt. Nach der Registrierung über das persönliche iPhone können die digitale Apple Card nach einer Überprüfung sofort genutzt werden, die physische Karte erhalten sie innerhalb von zwei bis drei Wochen per Post.

Diese Funktionen bietet die Apple Card

Die Apple Card ist aus Titan gefertigt und der Name wird in die Karte graviert. Die Besonderheit: Apple druckt keinerlei Informationen auf die Karte. Es gibt auf der Vorderseite lediglich den Namensaufdruck, ein Chip und das Apple-Logo. Kreditkartennummer oder CSV-Nummer sucht man vergeblich.

Apple verlangt für die Apple Card keine Gebühren, allerdings liegen die Zinssätze je nach Bonität zwischen 13 und 24 Prozent, sofern die offenen Beträge nicht eingezogen werden können. Die Wallet-App bietet zahlreiche Funktionen, damit Nutzer wissen, wo sie ihr Geld gelassen haben. Des Weiteren gibt es für jede Transaktion eine Rückerstattung auf ein Bonuskonto: 2 Prozent für alle Apple Pay-Transaktionen, 3 Prozent für jeden Einkauf bei Apple und 1 Prozent für alle anderen Einkäufe.

Zum Anschluss gibt es noch einmal zwei kleine Videos, die die Apple Card und ihre Funktionen im Detail zeigen.

Kommentare 21 Antworten

  1. Bis zu 24% ist ja ein echter Schnapper. Aber wer Apple-Fan ist, dem sind ja etwas höhere Preise nicht neu.
    Im Vorfeld angekündigte Pauschalrabatte zahlt wer? Also Apple bestimmt nicht. Ähnliche Rabatt-Aktionen hatten schon andere Kartenanbieter vor Jahren gestartet und man erfreute sich dann an der Kasse mit Hinweisen wie „Bis auf Weiteres keine Kartenzahlung möglich“ oder „Bitte nur Bargeld – Kartenterminal ausser Betrieb“.

  2. Keine Kartenzahlung – und 👋. Orte ohne Apple Pay meide ich bzw. suche gezielt gleichwertigen Ersatz. Es gibt für mich nur noch 2 Zahlungsmittel Bar/Apple Pay.

    1. @Nemios: Und ich meide Orte mit Menschen, die „Orte ohne Apple Pay“ meiden (präziser: Ich meide solche begrenzte 🤦🏻‍♂️ Menschen…)

    2. @Nemios: Bei mir künftig auch Bar oder Apple Pay. Allerdings genau in der Reihenfolge!
      Auf einer meiner letzten Dienstreisen war ich im Little Green Rabbit in Berlin am Gendarmenmarkt Mittag essen. Dort wurde Barzahlung nicht akzeptiert! Lediglich Kartenzahlung. Ich weiß also, wo ich künftig nicht mehr hingehe. Ich habe jetzt nicht extra recherchiert, aber ich bin mir ziemlich sicher dass es unzulässig ist Bargeld nicht zu akzeptieren.

      1. In Schweden schon lange üblich, dass man in manchen Läden nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann. Übrigens gerade die kleinen Läden wie Bäcker, etc. nehmen nur noch Karte. Bargeldhandling ist teuer (Sicherheitsfirma, Geldtransporte) und unsicher (Überfall).

        1. @Wenrod: Und in manchen afrikanischen Ländern ist es mittlerweile üblich, Facebook als einzigen Kommunikationskanal inkl. Behördenkommunikation zu verwenden. Nur weil etwas üblich ist, ist es noch lange nicht gut. 😉 Der mündige Bürger hat durchaus das Recht, Dinge zu reflektieren und zu hinterfragen. Leider macht er von seinem Recht viel zu selten Gebrauch.
          Ja, das Bargeldhandlich ist teuer, ist schon klar. Grundrechte wie freie Entfaltung seiner Persönlichkeit oder die Informationelle Selbstbestimmung sind aber ein deutlich teureres Gut. Das was die ganzen Bequemlichkeits-Lemminge so achtlos über Bord werfen wurde einst mit Blut bezahlt.

      2. Bargeld ist das Einzige gesetzlich offiziell zugelassene Zahlungsmittel. Es stellt die Grundlage dar. Bargeldloses zahlen ist eine Komfortfunktion und kein Zahlungsmittel. Ebensowenig sind Karten oder Schecks ein legitimes Zahlungsmittel, dennoch ein akzeptiertes.

        Ein Laden der kein Bargeld nimmt ist somit faktisch „ungesetzlich“, weil er kein offizielles Zahlungsmittel akzeptiert, dass muss man nämlich. In deinem Fall hätte ich den Laden schriftlich angezeigt und den Behörden gemeldet. Statt einfach nur nicht mehr hinzugehen…

        Insofern langweiligen mich so „Heinies“ wie WEPE, die meinen das Bargeld sei bedroht, so ein Quatsch. Mehr als lesen können die nicht. Wie Veganer die meinen weil sie keine tierischen Produkte nutzen ist die Welt besser – und blasen Kunstfasern und Mikroplastik mit jeder Wäsche in die Natur.

        1. @Nemios: Danke, mir war auch so dass Bargeld derzeit das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sei. Den Laden anzeigen kann man immer noch, aber ich wollte erst sicher sein. Hast Du zufällig eine Rechtsgrundlage parat?

        2. @Nemios, @zeroG
          Bestimmte Passagen dieses Kommentars sind eindeutig inkorrekt und haben keine Rechtsgrundlage.
          Nach breiter Rechtssprechung in Deutschland und in großen Teilen der EU ist es zulässig, Annahme von Bargeld zu verweigern, wenn die folgende Bedingung gegeben ist: Wenn der Kunde VORHER „in einer geeigneten Art und Weise“ darauf hingewiesen worden ist.
          Ich zitiere: „Aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit ergibt sich, dass der Händler seine Kunden beispielsweise durch ein gut sichtbares Schild oder in seinen Geschäftsbedingungen darauf hinweisen darf, dass er bestimmte Banknoten und Münzen (oder sogar Bargeld generell) nicht annimmt.“
          ….. „Obwohl Euro-Münzen und –Scheine gesetzliches Zahlungsmittel sind und auch große Euro-Scheine prinzipiell angenommen werden müssen, überlagert das Prinzip der Vertragsfreiheit dennoch die Annahmepflicht. Prinzipiell steht es nämlich gewerblichen Händlern genauso wie Privatpersonen frei, bestimmte Zahlungsmittel zur Erfüllung einer noch nicht entstandenen Schuld vertraglich auszuschließen.“
          Als Beispiel möchte ich noch aufführen, dass in Berlin schon bei der Bestätigung eines Termins beim Bürgeramt (zB. Personalausweis beantragen) darauf hingewiesen wird, daß die Gebühren nicht bar bezahlt werden können sondern nur mit (EC)/GiroPay-Karte.

          1. @memocan: Danke. Könntest Du freundlicherweise noch den Link nennen aus dem Du zitiert hast?
            Ich war mir tatsächlich nicht sicher. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es nicht richtig ist, wenn ich die 4,90 Euro für eine Mittagssuppe nicht bar zahlen kann. Da greift auch nicht das Argument mit den großen Scheinen.
            Das mit dem Bürgeramt finde ich ärgerlicher, denn da hat man keine Alternative. Wenn ein Restaurant oder ein Cafe so eine Strategie fährt, kann man immer noch mit den Füßen abstimmen, selbst wenn es nach irgendwelcher Rechtsprechung zulässig (um nicht zu sagen „nicht verboten“) ist.

          2. Gesetz über die Deutsche Bundesbank
            § 14 Notenausgabe

            (1) Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Die Deutsche Bundesbank hat die Stückelung und die Unterscheidungsmerkmale der von ihr ausgegebenen Noten öffentlich bekanntzumachen.

            (2) Die Deutsche Bundesbank kann unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union Noten zur Einziehung aufrufen. Aufgerufene Noten werden nach Ablauf der beim Aufruf bestimmten Umtauschfrist ungültig.

      1. Das Du nicht im hier und jetzt bist, sondern bei den „bösen“ Chinesen, Russen, Kartenzahlern, und was weiß ich nicht wem … merkt man an deinen Kommentaren.

        Ich wünsche dir das dein Licht wieder brennt und Du nicht nur wie die Motte um das Lucht anderer flatterst. Du hast ein freudiges und zufriedenes Leben verdient, im Lichte deiner Lebenskraft.

        Alles Gute.🍀

  3. Wegen so ner dämlichen Karte startet Ihr so ne Diskussion? 🤔
    Apple Pay gibt es doch auch mit vernünftigen Karten und die Titan-Karte wandert doch eh in die Schublade. Ich hoffe eigentlich eher nicht, dass die kommt, denn sie hat eigentlich den Sinn verfehlt. Apple Pay ok, aber 1. sind die Konditionen unter aller Sau und 2. braucht es die Karte nicht. Und wenn sie kommt, dann ist es mir auch völlig Wumme.
    Ich wundere mich wirklich, wie diese Karte so gehypt wird. Sie ist doch schlicht nichts anderes wie eine Karte von eine Bank…

    1. @STR: Welche Diskussion meinst Du? Wegen Bargeld? Diese Diskussion hat nämlich mit der Apple Card nichts zu tun. 😉
      Mich persönlich interessiert die Apple Card nicht. Ich freue mich, jetzt bei DKB auch über Apple Pay zahlen zu können, wenn ich mal kein Bargeld dabei habe. Das reicht mir völlig.

      1. Die Diskussion über das Bargeld ist mir Wurst. Aber wie kann man sich denn so an die Haare kriegen? Der eine findet es gut, der andere bedenklich.

        1. @STR: Vielleicht wirkt es nur so, aber bei mir ist wirklich wenig Leidenschaft dabei. Eigentlich wäre gar keine Leidenschaft, weil es mir komplett am Allerwertesten vorbei geht, wie viel Datenstriptease andere über sich veranstalten. Es ist mir nur deswegen ein Anliegen, weil gemäß dem Gesetz der Masse irgendwann die anonymen Zahlungsmöglichkeiten abgeschafft werden, wenn die Masse weiterhin so sorglos ist. Ich möchte aber gerne anonym bezahlen können. Nicht weil ich illegale Dinge erwerben möchte, sondern weil ich nicht illegal überall und jederzeit überwacht werden möchte. 😉

  4. Wir sollten unbedingt mit jedem Kartenumsatz Goldman und Sachs unterstützen. Wir verlegen am besten die Wertschöpfung aus dem gesamten unbaren Zahlungsverkehr in Deutschland an US Konzerne 🙂

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