Apple Watch: Neues Lärm-Feature arbeitet überraschend präzise

Die Funktion wird mit watchOS 6 erscheinen

Software-Entwickler Blake Helms hat die Apple Watch im wahrsten Sinne des Wortes auf den Prüfstand gestellt und das kommende Feature der Lärmerkennung einem Vergleichstest unterzogen. Die Lärm-Funktion gehört zu einer der Neuheiten des kommenden watchOS 6, das erstmals auf der WWDC-Keynote Anfang Juni vorgestellt wurde und im Herbst für die Öffentlichkeit freigegeben wird. 

Die von Apple als „Noise App“ bezeichnete Anwendung auf der Apple Watch soll es dem Besitzer der Smartwatch ermöglichen, zu laute Umgebungen zu identifizieren, um so geeignete Maßnahmen zu treffen, die einem dauerhaften Hörschaden vorbeugen können. Denn bereits eine Lautstärke von 90 Dezibel, der man regelmäßig ausgesetzt ist, kann zu irreparablem Hörverlust führen. 

Gerade Bau- und Straßenbauarbeiter, Discotheken-Mitarbeiter oder Konzertbesucher können mit dem Lärm-Feature unter watchOS 6 schnell feststellen, ob die Gesundheit gefährdet ist. Ich hätte mir eine solche Funktion durchaus auch gewünscht, als ich vor wenigen Wochen ein Konzert besuchte und danach Ohrenprobleme bekommen habe. Glücklicherweise konnten sich die Sinneszellen im Ohr in meinem Fall wieder regenerieren – dies ist aber gerade bei dauerhafter Lärmbelastung nicht gegeben. 

 

Wie man im Video von Blake Helms, den selbiger bei Twitter veröffentlicht hat, eindrucksvoll sehen kann, steht die Messung der Apple Watch einem teuren Gerät zur Dezibel-Messung in nichts nach. Helms berichtet im Folgethread des Tweets, dass er bei weiteren Tests lediglich Abweichungen von 3 bis 5 Dezibel ausmachen konnte und die Messungen der Apple Watch bei 120 Dezibel aufhören. Für ein Gadget am Handgelenk, das lediglich über ein kleines Mikrofon verfügt, ist das eine hervorragende Leistung. Man darf also gespannt sein, wie sich die Funktion dann im Alltag schlagen wird.

Kommentare 26 Antworten

    1. Eine Series 4 kostet bei Apple 449 Euro und im Internet-Preisvergleich 400 Euro in der günstigsten Konfiguration. Da sind „749 Euro oder mehr“ einfach etwas hoch gegriffen.

  1. Lautstärke merkt man selber. Und als Bauarbeiter hat man eh Gehörschutz auf.

    Maximal in der Disco sehe ich es als sinnvoll an, wenn man die Lautstärke nicht mehr als solches wahrnimmt.

    Ich fände dagegen eine Luftqualitätswertmessung praktisch, falls das technisch umsetzbar ist.

    1. Das hier soll jetzt keine Werbung sein (Firma wurde mal in einem TED Talk vorgestellt), aber was du wahrscheinlich suchst ist etwas wie Flow von Plumelabs.

      Direkt an der Haut ist es wirklich eher schlecht, da oft abgedeckt. Aber als Anhänger am Rucksack und co geht das schon.

      Ich selbst habe ihr Gerät nicht gekauft, nutze aber deren praktische App „Plume“ mit der Einstellung für die Städte, die mich interessieren. Da kriege ich dann auch immer eine Aussicht für den Tag und gehe zB gerne mal eine extra Runde Joggen, wenn die Luft besonders klar ist.

  2. Ich denke das es eher um den unvorhergesehenen Lärm geht. Bei einem Konzert würde ich mir schon Ohrophax mitgenommen wenn ich weis, dass es laut wird und ich empfindliche Ohren habe…

    1. Für Leute, die die Instrumente gleichmäßig dämpfen wollen, kann ich wirklich Musiker Hörschutz empfehlen.

      Bei Metall Konzerten nutze ich die goldenen Einsätze von Alpine MusicSafe.

  3. Also mal ganz ehrlich diese Funktion sollte nicht erwähnenswert sein. Wenn es mir zu laut ist dann gehe ich einfach. Das merkt man doch selber. Ich glaube nicht das viele diese Funktion auf dem Watchface benutzen. Anstatt sich mit einem Apple Store für watchfaces zu beschäftigen. Nein da hauen die solche dummen Festures raus. Einfach nur zum einpennen. Gute Nacht 💤😴

    1. Schonmal daran gedacht das dies ein Gesundheitsfeature ist und für bestimmte Personen Kreise wichtig bzw. Interessant ist? Nicht jeder ist Kerngesund. Das Gehört ja auch zu den Features die zu den schwerhörigen Funktionen gehören.

      Vieles in den Apple Geräten ist vorallem für die Randgruppen Benutzer gedacht und da sind die Features ggf. ein Segen weil man die Geräte nun mal IMMER dabei hat und man nicht überall spezial Geräte mit schleppen muss.

  4. Ist doch ein nettes Feature… so als Dreingabe. Dass es noch so genau misst wie in dem Video dargestellt um so besser. Wer keinen Nutzen darin sieht braucht es einfach nicht nutzen.
    (Und wird es trotzdem vorführen wie genau der 25000€ teure WhatsAppempfänger Lautstärkepegel musst 😉

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