Aufbau- und Strategiespiel 1849: Goldrausch und Besiedlung des Wilden Westens

In die Rolle der tapferen Siedler, die vor langer Zeit ihr Glück beim Goldschürfen in Kalifonien suchten, kann man sich im Spiel 1849 hineinversetzen.

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Die Applikation wurde ausschließlich für das iPad konzipiert und kann zum Preis von 4,49 Euro im deutschen App Store erstanden werden. 1849 (App Store-Link) benötigt auf euren Apple-Tablets mindestens 46 MB an freiem Speicherplatz und fordert iOS 6.0 oder neuer ein. Vorab wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass 1849 trotz einer Veröffentlichung Anfang April dieses Jahres bisher noch keine deutsche Lokalisierung erhalten hat: Aufgrund der Tatsache, dass ein großer Teil der spielinternen Kommunikation über kleine Texttafeln abgewickelt wird, sollte man durchschnittlich bis gute Englischkenntnisse mitbringen, um dem Spielgeschehen folgen zu können.

Wie es der Titel des Spiels schon andeutet, befindet man sich im Jahr 1849, und zwar genau genommen im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien, wo zu diesem Zeitpunkt ein großer Goldrausch ausbrach, der viele Siedler dazu brachte, beim Schürfen ihr Glück zu versuchen. Die Arbeit in diesem Städte-Management-Spiel ist es daher, nach und nach in verschiedenen kalifornischen Orten für blühendes Leben zu sorgen, indem Häuser, Ranches, Bäckereien, Distillerien und andere wichtige industrielle Zweige erschlossen, und zusätzlich Arbeiter angeheuert werden, um dem Ort Leben einzuhauchen. 

Wie in vielen anderen Strategie- und Aufbau-Games macht man von wichtigen Ressourcen Gebrauch, in diesem Fall neben Holz, Weizen, Felle und Früchte auch Gold, Bier und Brandy. In jedem der verschiedenen Missionen werden dem Gamer, der als Bürgermeister des zu errichtenden Ortes agiert, bestimmte Ziele gesetzt, wie etwa eine festgelegte Anzahl an neuen Bürgern anzulocken, einen Vorrat an Rsssource anzulegen oder auch bestimmte Gebäude zu errichten.

1849 sorgt für viele zu erledigende Aufgaben

Dabei spielen nicht nur die Mieteinnahmen durch errichtete Häuser eine große Rolle, sondern auch der rege Handel mit selbst hergestellten Ressourcen oder der Einkauf von solchen, die nicht vor Ort produziert werden können. Mit verschiedenen Nachbarstädten lassen sich Handelsrouten etablieren, die meist mit Geld bezahlt werden müssen – die Städte kaufen aber auch gerne Rohstoffe auf, um so die Finanzen des Gamers etwas aufzufrischen. Saloons und ein Sheriffbüro sorgen für Unterhaltung und Zufriedenheit der Anwohner, und auch das eigene Depot muss stetig mit Material aufgestockt werden, damit die Bewohner nicht verärgert die Stadt verlassen.

Das Gameplay von 1849 ist in den ersten ein bis drei Leveln noch gewöhnungsbedürftig, da viele Eindrücke auf den Spieler einprasseln. Am unteren Bildschirmrand lässt sich eine Leiste einblenden, über deren runde Symbole sowohl Handelsaktivitäten und Bauvorhaben starten als auch eine Bestandsliste des Depots im Ort einsehen. Über einfache Fingertipps werden Straßen gebaut, Häuser platziert und auch alle Handelstätigkeiten absolviert. Am oberen Bildschirmrand können die jeweiligen Ziele des Levels eingesehen werden und auch der Rat von einem zugeordneten Finanz- oder Bevölkerungsbeamten eingeholt werden, um zu sehen, ob man wirtschaftlich gearbeitet hat und welche Wünsche die Bewohner an den neu errichteten Ort haben.

Insgesamt ist 1849 daher ein wirklich gelungenes Städte-Management-Game, das zwar nicht auf eine einzige große Stadt wie in Klassikern wie SimCity, sondern auf die Errichtung von mehreren kleinen Orten in verschiedenen Missionen aufgeteilt ist. Damit ist das Spiel auch für Neulinge in diesem Genre empfehlenswert. Eine Anbindung ans Game Center zum Teilen von Errungenschaften und Erfolgen, hochauflösende Grafiken und eine tolle Soundkulisse mit typischen Arbeitsgeräuschen und amerikanischer Folkmusik machen 1849 zu einem wirklich gelungenen, im späteren Spielverlauf auch sehr anspruchsvollen Städtebau-Game für alle Fans des Wilden Westens.

Kommentare 6 Antworten

  1. Im App Store wird oben beim Icon angezeigt das In App Käufe möglich sind.
    Unten werden jedoch keine gelistet.
    Hat das Spiel In App Käufe, und wenn ja was für eine Rolle spielen sie?

  2. Das Spiel funktioniert ähnlich wie „Cäsar“ – Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden sorgen dafür, dass die Häuser sich wieder zurück entwickeln und die Bewohner den Ort verlassen. Also gilt es, die Waage zwischen Bedürfnisbefriedigung und dem Erreichen der vorgegeben Ziele. Sehr spannend!

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