Aukey USB-C-Ladegerät ausprobiert: So holt ihr die beste Leistung fürs iPhone heraus

Preise starten ab 31,99 Euro

Es ist in Zeiten des USB-C-Standards eigentlich immer noch ein Armutszeugnis von Apple, dass bei der Auslieferung von aktuellen iPhone-Modellen lediglich ein USB-auf-Lightning-Kabel sowie ein mickriges 5W-Ladegerät beigelegt wird. Mit diesem dauert es schnell einmal 2 bis 2 1/2 Stunden, bis der Akku des Apple-Smartphones voll geladen ist. Apple hat erkannt, dass mit dem entsprechenden USB-C-Zubehör weitaus schnellere Ladezeiten möglich sind – und vermarktet das eigene Zubehör zu üblichen hohen Preisen.

Wer sein iPhone daher nicht mit Schneckengeschwindigkeit aufladen möchte, muss entweder zu Apples Zubehörprodukten greifen, oder schaut sich im Internet nach Alternativen von Drittanbietern um. Wir haben kürzlich drei neue Ladegeräte von Aukey in einer kurzen Mitteilung vorgestellt und hatten nun die Möglichkeit, zwei davon genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorteil: Je nach Ladegerät kann selbiges auch zum Aufladen von aktuellen MacBooks mit USB-C-Port oder für Spielekonsolen wie die Nintendo Switch verwendet werden. 

Vergleicht man also direkt die Preise, wird für ein 18W-USB-C-Ladegerät mit einem USB-C-Port bei Apple ein Preis von 35 Euro fällig (Apple Store-Link), ein ebenfalls für die Schnellladefunktion notwendiges USB-C-Lightning-Kabel schlägt bei 1m Länge im Apple Store mit 25 Euro zu Buche (Apple Store-Link) – so kommt man für ein simples USB-C-Ladegerät samt passendem Kabel auf insgesamt 60 Euro. Die Konkurrenz von Aukey bietet mit dem 31,99 Euro teuren 30W-Ladegerät (Amazon-Link) zudem Power Delivery und eine Dynamic Detect-Technologie, sowie neben einem USB-C-Port auch einen Standard-USB-A-Anschluss für ein zweites Gerät. Auch hier ist ein USB-C-Lightning-Kabel notwendig, das Aukey in passender schwarzer Farbe in einer Länge von 1,2m, Nylonummantelung und Apples MFi-Zertifizierung für 13,99 Euro anbietet (Amazon-Link). Endpreis demnach: 45,98 Euro – und somit trotz längerem, ummantelten Kabel, mehr Watt und zusätzlichem USB-Ladeport knapp 15 Euro günstiger als die günstigste Lösung von Apple.

30W-Lösung von Aukey ist nicht viel größer als iPad-Standard-Ladegerät

Doch wie schlägt sich so ein Drittanbieter-Ladegerät samt passendem Kabel im Alltag? Lässt sich damit wirklich das iPhone so viel schneller aufladen als mit der Standard-Lösung über USB-A und Lightning-Kabel, oder gar einem Qi-Ladepad? Ich hatte seit einiger Zeit die Möglichkeit, die oben erwähnte Drittanbieter-Alternative von Aukey mit 30W-Ladegerät und USB-C-Lightning-Kabel zu testen – und muss sagen, die Investition lohnt sich absolut. Die Verarbeitung des schwarz-matten Ladegeräts ist hervorragend, es gibt sogar eine kleine grüne Kontroll-LED bei aktivem Ladevorgang. Mit Maßen von 5,8 x 5,4 x 2,8 cm und einem Gewicht von 106 Gramm ist das 30W-Ladegerät auch nicht so viel schwerer und massiver als beispielsweise das Standard-iPad-Ladegerät. Auch beizeiten vorkommende Geräusche beim Ladevorgang wie hochfrequentes Fiepen habe ich bei diesem Modell nicht feststellen können.

Bei meinen Tests mit der obigen Kombination aus Ladegerät und -Kabel stellte sich schnell ein Aha!-Erlebnis ein. Selbst mein iPhone XR, das über einen für iPhone-Verhältnisse großen Akku verfügt, war mit der Lade-Combo in knapp 1 1/2 Stunden, in etwa 80-90 Minuten, auf volle 100 Prozent geladen – sofern man das Smartphone nicht noch nebenbei verwendet. Binnen 30 Minuten bringt man das iPhone auf etwa 50 Prozent. Ein Messgerät gab für den USB-A-Port 5,14V sowie 2,45A beim Aufladen des iPhone XR aus. Besonders praktisch: Mein iPad oder ein anderes Gerät konnte ich gleichzeitig über den zweiten USB-A-Port aufladen. Besonders gefallen haben mir auch die zusätzlichen 20 cm Länge des Ladekabels und die wirklich hochwertige Verarbeitung von selbigem. Im Vergleich zum weißen Standard-Kabel von Apple liegen hier in der Wertigkeit Welten dazwischen. 

Wer mehr als die 30W Leistung für seine iDevices oder andere Geräte benötigt, kann außerdem auf zwei weitere USB-C-Ladegeräte von Aukey zurückgreifen. Neben einem Dual-USB-C-Ladegerät mit Power Delivery und Dynamic Detect und 36W für 36,99 Euro (Amazon-Link) gibt es auch ein 60W-Modell, das ebenfalls über einen USB-C- und einen USB-A-Port verfügt, und auch aktuelle MacBook Pro/Air aufladen kann. Letzteres Exemplar ist aktuell für 54,99 Euro zu haben (Amazon-Link). Wie man sieht, muss es nicht immer die teure Lösung von Apple sein: Für weitaus weniger Geld bekommt man von Drittherstellern sogar oft bessere Qualität und mehr Leistung, und hat zudem das iPhone in weitaus kürzerer Zeit wieder mit Saft befüllt. Die Schnellladefunktion ist übrigens mit allen iPhone-Generationen ab dem iPhone 8 nutzbar.

AUKEY USB PD Ladegerät mit Dynamic Detect, 30W...
14 Bewertungen
AUKEY USB PD Ladegerät mit Dynamic Detect, 30W...
  • Zukunftssichere Energiequelle: Ein leistungsstarkes USB-Ladegerät mit Power-Delivery-3.0-Ausgang und Standard-USB-Ausgang zum effizienten Laden der meisten USB-C- und USB-Geräte.
  • Dynamic Detect: Dank AUKEYs Dynamic Detect bietet der USB-C-Anschluss die volle Leistung des Ladegeräts von 30 W mit Power Delivery, wenn nur der USB-C-Anschluss genutzt wird, und 18 W mit Power...

Kommentare 8 Antworten

  1. Das 60 W Netzteil bekomme ich bei Amazon für 35,74 € wenn ich den 10 % Gutschein einlösen und unter Aktionen noch den 25 % Gutschein aktivieren. Gekauft

  2. Und für das Kabel Lightning auf USB C gibt es momentan auch einen vier Euro Gutschein. Hat aber nur funktioniert wenn ich es getrennt gekauft hab. Das ist ja bei Prime kein Problem

  3. @appgefahren: Es hat schon einen sinnvollen Grund, warum Apple beim iPhone immer noch das kleine Ladegerät beilegt. Je schneller ein Akku geladen wird, desto mehr stresst ihn das. Das wirkt sich auf die Akkugesundheit und -lebensdauer aus.
    Daher lade ich ohne Zeitnot mein iPhone nie mit dem Ladegerät des iPads.

    1. Absolut korrekt 👍🏻.
      Allerdings mit einem kleinen *️⃣: Bei Ladeständen 15~50% ist es vernachlässigbar. Dort kann man durchaus auch mit viel mehr Stromstärke laden.

      Hierbei gibt es trotzdem Grenzen, die manche Hersteller mit ihren 30-45W Ladegeräten missachten. Denn der Akku wird dabei stark erhitzt, was seinerseits Nebenreaktionen begünstigt.

      1. @Reg: Du bist da mehr im Thema als ich, das wird schon so sein mit dem unteren Bereich. Aber ich lehne mich mal ganz doll aus dem Fenster und behaupte, dass sich von den Konsumenten fast niemand um solche Details schert.
        Dass hierzublog der (möglichst bequeme) Konsum propagiert wird und dabei Themen wie Datenschutz und Informationssicherheit unter die Räder kommen, daran habe ich mich schon gewöhnt und weiß wie die Dinge zu lesen sind. Auch der oft gemachte Vorwurf, hier würden lediglich Marketingtexte abgedruckt, ist nicht immer von der Hand zu weisen.
        Blöd ist es, wenn, wie auch hier, das unreflektierte Übernehmen der tollen Herstellertexte ein Handeln fördert, welches den Geräten schadet. Aber hey, wenn der Akku schon nach 1,5 Jahren Schrott ist, kauft man sich halt ein neues. Oder besser noch gleich ein neues iPhone. Ist schließlich auch Konsum.
        Meine iPhones jedenfalls halten mit Originalakku dank guter Behandlung 3 Jahre, danach werden sie durch neue ersetzt. Die Altgeräte leben mit Originalakku in der Familie weiter. Mein MBP13 mid 2009 funktioniert immer noch ca. 1 h mit Originalakku 😉

        1. Leider ja. Wer sein Handy sowieso zusammen mit dem Akku alle 1-2 Jahre tauscht, kann sich ja entspannt zurücklehnen und all das ignorieren. Es ist dann sowieso das Problem des unglücklichen Ebaykäufers ;).

          Wer jedoch darüber nachdenkt seine Geräte wenigstens über die 4-5 Jahre zu nutzen, sollte schon etwas Rücksicht auf die Physik nehmen.

  4. „Apple hat erkannt, dass mit dem entsprechenden USB-C-Zubehör weitaus schnellere Ladezeiten möglich sind“

    Der Satz ist eigentlich nicht korrekt. Man „erkennt“ nichts nachher (im Sinne, schau es klappt ja).
    Man hat abgewogen und ein präzise angepasstes Ladeprofil speziell für die Ladestärke eingebaut.

    Dem Akku ist grundsätzlich komplett egal was du da dran schließt. Von mir aus kann es sich um einen Kilowattstecker handeln – er wird trotzdem ausschließlich mit den Profilen arbeiten und laden, welche in ihn ab Werk eingebaut wurden.

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