Corona-Warn-App: RKI veröffentlicht neue aktuelle Downloadzahlen

Stand vom 17. August 2020

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig die Kennzahlen der kostenlosen Corona-Warn-App (App Store-Link). Auch wenn Download- und Nutzerzahlen nicht gleichzusetzen sind, ist der Verlauf spannend anzusehen. Nun hat das RKI aktualisierte Details zur App, die die Pandemie weiter eindämmen soll, mitgeteilt.

Das RKI berichtet in seinem neuen PDF-Dokument unter anderem, dass die Corona-Warn-App mittlerweile 17,2 Millionen Mal (zum Vergleich: 16,6 Millionen Mal am 4. August 2020) heruntergeladen worden ist. Mittlerweile entfallen 8,0 Millionen Downloads (4. August 2020: 7,8 Millionen Downloads) auf Apple-Geräte, und 9,2 Millionen (4. August 2020: 8,8 Millionen) auf Android-Smartphones.


Mehr als 2.200 Anrufe bei der Hotline pro Tag

Wie schon in den letzten Wochen hat sich auch das Verhältnis von iOS- und Android-Usern nicht verändert. Trotz der Tatsache, dass Googles Android-Betriebssystem in Deutschland einen Marktanteil von 71,8 Prozent aufweist, und Apples iOS nur 27,5 Prozent, liegen die Downloadzahlen der Corona-Warn-App weiterhin sehr nah beieinander. Daraus lässt sich schließen: Apple-User installieren die Corona-Warn-App im Verhältnis deutlich häufiger auf ihren Geräten.

Im Vergleich zum Stand vom 4. August 2020 hat die Corona-Warn-App-Hotline nun 222.248 Anrufe entgegengenommen, was einem durchschnittlichen täglichen Anrufaufkommen von 2.377 Anrufen entspricht. Bis zum 4. August 2020 waren es noch 191.025 Anrufe und 1.128 Anrufe pro Tag. Seit dem 16. Juni 2020 sind zudem 1.679 teleTANs ausgegeben worden, die zur Verifizierung eines positiven Testergebnisses dienen. Aus diesen Zahlen lässt sich aber nicht schließen, ob alle Empfänger einer teleTAN diese auch in die App eingegeben haben. Wie viele Menschen über die Corona-Warn-App über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert worden sind, lässt sich ebenfalls nicht festhalten, da die Anwendung auf einem dezentralen Ansatz basiert, der diese Daten nicht erhebt.

‎Corona-Warn-App
‎Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos

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Kommentare 17 Antworten

  1. Ich finde es schade, dass bei der App noch immer nicht sichergestellt ist, dass sie tatsächlich aus dem veröffentlichten Source Code stammt.
    Vielleicht wird ja ein Staatstrojaner „dazugemischt“.

      1. @patrick: siehe die Antwort von kaixx von gestern. Wenn die binaries dynamisch zusammengebaut werden, dann geht gerade das nicht, weil dann jede binary anders ist.

  2. Das heißt, vom 4. August bis heute hat sich das tägliche durchschnittliche Aufkommen an Anrufen von 1.128 auf 2.377 mehr als verdoppelt?
    Das erscheint mir unrealistisch. Warum sollte das so sein?
    Und, @appgefahren: Wie wäre es, wenn ihr mal selbst recherchiert anstatt lediglich vorgefertigte Zahlen weiterzugeben? Wie viel Prozent der Support-Anrufer entfällt auf Android, wieviel auf iOS?

    1. Die „vorgefertigten Zahlen“ sind die offiziell vom RKI veröffentlichten Kennzahlen.

      Zu den durchschnittlich eingehenden Anrufen bei der Hotline heißt es, „Durchschnitt der täglichen Anrufe bei den Corona- Warn-App-Hotlines im Zeitraum 10. bis 17. August 2020.“ Das PDF, wo das alles drin steht, haben wir im Artikel auch verlinkt.

      1. @mel: Ja, das pdf hatte ich schon bei eurem vorherigen Artikel zum Thema gesehen. Das Problem ist, dass dort nur aggregierte Zahlen drin stehen und meine Frage damit nicht beantwortet wird.

        1. Wir können ja auch nur das verwerten, was das RKI veröffentlicht. Was deine konkrete Frage bezüglich der Prozentzahlen zu iOS-/Android-Anrufern betrifft, vielleicht mal direkt beim RKI nachfragen?

          https://www.rki.de/DE/Service/Kontakt/kontakt_node.html

          Frage mich gerade, ob es dem RKI überhaupt möglich ist zu differenzieren, ob ein Hotline-Anrufer iOS oder Android nutzt. Festnetz oder Mobilfunknummer kann man ja evtl. noch unterscheiden, aber gibt es Möglichkeiten, herauszufinden, wenn nicht durch direkte Nachfrage während des Anrufes, ob jemand z.B. mit einem iPhone 11 oder mit einem Samsung Galaxy S9 anruft?

          1. @mel: Ohne den Anrufer zu fragen denke ich nicht, dass das RKI das auswerten kann.
            Danke für den Link, aber das hätte ich eigentlich von Euch erwartet da nachzufragen. 😉 Ihr seid doch ein Apple-Blog. Das interessiert sicher einige Leser, wie so der Support-Aufwand sich auf die Betriebssysteme aufteilt.

            Kleine Anekdote am Rande bzw. der Grund warum ich überhaupt nachgefragt habe (auch bei eurem letzten Artikel, jedoch ohne Antwort): Ich arbeite für eine Unternehmensberatung für Informationssicherheit. Unsere Diensthandies als ich angefangen habe waren Blackberries. Die mochte ich nicht. Dann kam der Schwenk auf ein anderes MDM und jeder konnte sich aussuchen, ob er Android oder iPhone nimmt. Erwartungsgemäß haben die ganzen Techies (Forensiker, Penetrationstester, Berufshacker) Androids genommen. Die anderen Berater, die eher regulatorische Informationssicherheit machen (Frameworks, ISMS, etc.) haben iPhones genommen. Das Verhältnis war ca. 30% Android und 70% iOS. Nach einem Jahr wurde eine Auswertung gemacht. Die 30% Android-Smartphones waren für 90% der Support-Calls verantwortlich. Seitdem haben wir nur noch iPhones 😉
            Wenn man bedenkt, dass der Penetrationstester sich eher 3 Tage in den Keller schließt und so lange rumfrickelt, bis er das Problem selbst löst, bis er sich die Schmach gibt, beim Support um Hilfe zu bitten, finde ich das schon bezeichnend.

          2. @zeroG: D.h. Android User sind dümmer als iPhone User? Also nicht so schlau, oder wagen es eher nach zu fragen? Irgendwas stimmt nicht an Deiner Rechnung – das Mittel zum Auswahlsbezug ist immer 50/50 – dann war die Auswahl eingeschränkt oder ungenügend Teilnehmer. Das ist fast überall so in der Psychologie. Die Auswahl welche Eure Berater tätigten ruht rein auf psychologischer Natur! Bsp.: Menschen lernen sich kennen, wollen lieben, haben Sex. Wieviele haben am 1. Tag Sex und wieviel nach 3 Monaten; mit welchem Ergebnis? Es ist 50/50, also 50% haben einen ONS und 50% nach 3 Monaten – und das interessante ist das aus beiden Gruppen gleich viel Paare und gleich viel Nichtpaare resultieren!
            [Immer gefährlich mit Statistik zu argumentieren – ohne Wissen des psychologischen Maßes.]
            Du sagst bestimmt nicht die Unwahrheit, aber der Bezug ist hinreichend, gar eingeschränkt und vielleicht Firmenbedingt suggeriert (Also Du kaufst dir ein neues Auto und am nächsten Tag stellst Du fest das Du noch soviel Autos deines gekauften Wagen siehst als vor dem Kauf.)

            War aber eine klasse Anmerkung!

            Schön erklärt? Und das nächste mal machen wir das 80/20 Verhältnis 😉 … das ist erst der Hit!

            Gruß

          3. @deep: Seltsam, dass Du auf die Intelligenz der Nutzer rückschließt. Die würde ich nämlich unabhängig vom Betriebssystem gar nicht mal so unterschiedlich einschätzen. Ich persönlich würde daraus eher auf die Nutzerfreundlichkeit der Betriebssysteme rückschließen.
            Ansonsten aber nette Geschichte. Lass Dich nicht aufhalten mit Deiner Pareto-Story 😉

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