Eero Pro ausprobiert: Das Mesh-System mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis?

Aktuell noch 150 Euro günstiger

Es ist erst rund eine Woche her, seit ich euch Eero vorgestellt habe, ein WLAN-Mesh-System von Amazon. Mich hat die mehr als einfache Einrichtung genau so begeistern können wie das Produktdesign, nur mit der Leistung wollte es in meinem Reihenhaus über drei Etagen trotz der drei Module nicht so recht klappen. Ganz oben kamen nur noch rund 60 Mbit/s an, das ist langsamer als meine Internet-Geschwindigkeit von knapp 100 Mbit/s.

Umso gespannter war ich, wie sich Eero Pro schlägt, denn auf dem Papier steht hier eine deutlich bessere Leistung zur Verfügung. Das zahlt auch etwas mehr, der Preis für drei Module beträgt 499 Euro, beim normalen Eero sind es regulär 279 Euro. Glücklicherweise sind beide Varianten aktuell im Angebot und beim Eero Pro kann man 150 Euro sparen. Für das 3er-Set zahlt man momentan nur 349 Euro.

Einfach zu bedienende App mit wenig Einstellungen

Rein von der Software sind beide Modelle identisch, soweit ich das sehe. Verwendet ihr Eero Pro im Router-Modus, könnt ihr beispielsweise Zeitpläne für verschiedene Geräte festlegen, so dass das iPad der Kids nach 20 Uhr keine Verbindung mehr zum Internet hat. Dazu kommen noch ein paar Einstellungen wie etwa DNS, DHCP oder Portfreigabe, wirklich viele Funktionen hat man bei Eero aber nicht. Der Otto-Normal-Nutzer, dessen WLAN einfach nur funktionieren soll, wird das aber auch nicht brauchen.

Noch weniger Funktionen sind es, wenn man die Module im Bridge-Modus verwendet. Genau das habe ich mit den Eero Pro ausprobiert, die ich an meine Fritz!Box angeschlossen habe. In diesem Modus werden sämtliche Netzwerk-Aufgaben, wie etwa das Verteilen der IP-Adressen, vom externen Router übernommen, die Eero Pro dienen dann nur noch als reine WLAN-Hotspots. In diesem Fall hat man mit der Konfiguration wirklich nichts mehr am Hut, im Prinzip muss man nur noch WLAN-Name und -Passwort festlegen. Hier nimmt man am besten einfach die gleichen Daten wie bisher und deaktiviert das WLAN des vorhandenen Routers – dann loggen sich alle Geräte automatisch im neuen Eero-Netzwerk ein.

In der Eero-App selbst sieht man bei dieser Konfiguration nur noch die angemeldeten Geräte samt Verbindungsstatus, IP-Adresse und Mac-Adresse, kann auf die automatischen Tests der Internet-Geschwindigkeit zugreifen und bekommt automatisch eine Push-Mitteilung, falls hier etwas nicht stimmen sollte. Zudem kann ohne großen Aufwand ein Gästenetzwerk erstellt werden. Praktisch: Die Login-Daten für beide Netzwerke lassen sich per QR-Code oder Teilen-Menü weitergeben. Am Ende ist das alles sehr übersichtlich und für jeden verständlich.

Eero Pro überträgt Daten überraschend flott

Aber wie sieht es denn nun mit der Performance aus? Hier hat mich Eero Pro wirklich überraschen können. Selbst beim am weitesten entfernten Hotspot wurden im internen Netzwerk-Speedtest der Fritz!Box mehr als 150 Mbit/s auf dem iPhone gemessen, auf diese Werte komme ich in etwa auch mit dem deutlich teureren und größeren Netgear Orbi System. Mit dem internen Leistungstest von macOS werden bei der direkten Verbindung über rund fünf Meter zum nächsten Hotspot sogar konstant über 650 Mbit/s gemessen.

Apple hat HomeKit-Update bereits angekündigt

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war für mich klar: Das Orbi-System darf sich durchaus mal eine Pause können, Eero Pro übernimmt ab jetzt. Zudem die Zukunft noch sehr spannend werden könnte: Seit dieser Woche werden sowohl Eero als auch Eero Pro auf der Apple-Webseite als bald mit HomeKit kompatible Router angekündigt. Was bedeutet das in der Praxis? Sobald das entsprechende Update ausgerollt wird, sollen die Eero-Hotspots über Apples Home-App zu konfigurieren sein und dort weitere Funktionen zur Verfügung stehen, um etwa einzelne Geräte in ihrer Funktion zu beschränken oder zu isolieren. Ebenso könnten die Hotspots als HomeKit-Gateways dienen, ein Bluetooth-Modul wäre jedenfalls vorhanden. Wohin genau der Weg führt, wird uns Apple hoffentlich bald verraten.

Aber wie fällt nun mein Fazit aus? Wenn man von der eingeschränkten Konfiguration absieht, mit der ich zumindest gar kein Problem habe, fällt es schwer an Eero Pro Kritik zu äußern. Die recht helle Status-LED lässt sich abschalten und auch den USB-C-Stromanschluss empfinde ich als praktisch. Ich hätte mir von einer Pro-Version nur mehr als zwei Ethernet-Ports je Hotspot gewünscht, ohne die Anschlüsse an meiner Fritz!Box müsste ich hier auf jeden Fall noch weiteres Zubehör einsetzen.

Falls das für euch kein Problem ist, bekommt ihr mit Eero Pro ein sehr gutes und aktuell recht günstiges Tri-Band-System mit 2,4, 5,2 und 5,8 GHz, das in Zukunft mit weiteren Funktionen ausgestattet wird. Sollte ihr vor dem Kauf noch spezielle Fragen haben, versuche ich diese natürlich gerne in den Kommentaren zu beantworten.

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3 Bewertungen
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Kommentare 14 Antworten

  1. anschlüsse an bestehenden router lassen und die würfeln holen die daten selbst von dort u leiten sie weiter an clients. oder ginge das nicht?
    grund: 2 ports am hauptwürfel sind wirklich mickrig!

      1. Hallo Fabian, in dem vor 3 Tagen von dir erstellten Artikel über die neue Bose-App, besteht eine offene Frage in den Kommentaren.
        Bitte schau dir das nochmal an!

      1. Repeater gibt’s doch schon ab 10€. Von Fritz! ab 39.90. Wirkt Wunder. 😉
        …ne alte FritzBox wenn man noch hat (oder günstig haben kann) tut‘s ebenso als Repeater und harmonisch passend. Insb. das VoIP der Festnetz auf iPhone per Fritz nebst den anderen Fritz Features wird so doch nun nicht laufen!? Und das dann noch so ultra teuer bzw. voll überdimensioniert. Hmm. Hauptsache Du bist zufrieden 😉 Und danke für die Infos!

        1. Es soll ja nun auch Leute geben, die keine FritzBox zuhause stehen haben. Sondern irgendeinen dürftigen Kram.

          Und mit den kleinen FritzRepeatern für 40 Euro kommst du auch nicht sonderlich weit. Da muss es schon einer der neuen sein und beim 3000er bist du bei einem Modul auch schon bei 110 Euro.

          Es gibt halt zig Möglichkeiten, und Eero ist nur eine davon.

          1. Ja, wer keine Fritz hat sollte sich eine holen 😉
            Ne Etage höher kommst Du locker mit dem „Billig-Repeater“.

            Auch ohne Fritz……Netgear hast Du selbst dort erwähnt. Nicht die Technik, der Preis/Leistung ist es. Halt viel zu überdimensioniert und für so‘n privaten Gebrauch voll überteuert. Stellst Dir auch nicht nen Solarkraftwerk auf Rädern als Powerbank in den Garten. Blöder Vergleich, ich weiß. Lol. Jedem das Seine und jedem seine Meinung, schon klar, für 2 Kästen Bier kann man auch nen Kleinlaster nehmen 😉
            Hmm, jetzt dann nochmal 200€ für‘n Keller ausgeben und nochmal im Angebot 189.90€ für‘n Garten :-)))
            ((Cheers))

    1. Ich wohn in einem Neubau. Aufgrund der Isolierung reicht das Wlan der Fritzbox nur im EG. Repeater hab ich schon probiert, sogar die teuren und auch mehrere in Kombination mit den Fritzbox Dlan Modulen. Egal wie ich das Setting aufgebaut habe im 3. Stock, wo auch mein Arbeitszimmer ist gab es ständige Verbindungsabbrüche. Die Lösung war jetzt das Netgear Orbi System. Damit läufts wunderbar.

  2. Ich habe seit heute die normalen eero. Das LEAN der Fritzbox ist aus und der eero am LAN angeschlossen. Der Einrichtungsgegenstände Assistent sagt das er keine Internetverbindung bekommt. An der Stelle komme ich nicht weiter.
    Die support Beiträge schreiben ja vom Bridge Mode in der App aber bis dahin komme ich ja gar nicht.
    Hat jemand eine Idee?
    Gruß Christian

    1. Das kann ja im Prinzip erstmal nichts mit dem WLAN der FritzBox Zusammenhängen. Wird dir denn der angeschlossene Eero in der Netzwerkübersicht der FritzBox angezeigt? Bekommt er eine IP?

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