Fusion: Neue HDR-Kamera-App mit einigen Höhen und Tiefen

HDR-Apps, die es erlauben, hochkontrastige Bilder aufzunehmen, erfreuen sich großer Beliebtheit im App Store. Mit Fusion gibt es ein neues Exemplar dieser Gattung.

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Fusion (App Store-Link), mit vollem Titel „Fusion – HDR Camera“, richtet sich an iPhone- und iPad-Nutzer, die mehr aus ihren Bildern herausholen wollen. Mit Hilfe der sogenannten HDR (High Dynamic Range)-Technik werden drei oder mehrere Bilder eines einzigen Motivs mit verschiedenen Belichtungen aufgenommen, um so ein im Tonumfang differenziertes Endergebnis, das aus allen geschossenen Fotos zusammengesetzt wird, zu erreichen.

Auch Fusion, das aktuell für 1,99 Euro als Universal-App heruntergeladen werden kann, wendet dieses Prinzip wie viele andere HDR-Apps im deutschen App Store an und schießt drei verschieden belichtete Bilder eines Motivs. Hier ist schon der erste Pluspunkt der App zu nennen: Der Aufnahmevorgang ist blitzschnell abgeschlossen, so dass man die integrierte Verwacklungs-Erkennung erst gar nicht benötigt. Darüber hinaus gibt es Optionen, um die Belichtung manuell anzupassen, einen Timer und eine Möglichkeit, Reihenaufnahmen anzufertigen.

Anpassungsmöglichkeiten in Fusion haben Vor- und Nachteile

So weit, so gut. Die Ergebnisse von Fusion allerdings sind im direkten Vergleich zu anderen HDR-Apps wie HDR (App Store-Link) und Hydra (App Store-Link) weniger ausdrucksstark und benötigen noch etwas Feinschliff. Oft jedoch fehlt dem Fotografen diese Zeit, um umständlich einige Schieberegler hin- und herzubewegen, um ein perfektes Endergebnis zu kreieren. Immerhin: Fusion bietet dem iPhoneografen auch diese Funktionen bereitwillig an und kommt mit einem kleinen Editor daher, mit dem sich Schatten und Lichter justieren, die Belichtung, Kontraste und Schärfe, der Weißabgleich, Sättigung und Wärme anpassen sowie ein Zuschnitt des Bildes einrichten lässt.

Die fertigen Exemplare können dann entweder in der Camera Roll gespeichert, per E-Mail oder SMS verschickt, aber auch in verschiedenen sozialen Netzwerken geteilt werden. Auch ein Ausdruck über AirPrint-Drucker oder ein Kopieren bzw. Öffnen in Dritt-Apps ist möglich. In einem „Recent“-Bereich lassen sich die letzten erstellten Ergebnisse mitsamt ihrer drei Aufnahmen, sowie Informationen zum Datum und zur Uhrzeit, ISO, Brennweite, Blende, das verwendete Gerät und der Belichtungszeit einsehen. Wer möchte, kann von dort aus auch alle drei Einzelbilder in die Camera Roll exportieren lassen.

Insgesamt ist Fusion daher eine HDR-App, die sich sicherlich nicht für jeden Nutzer eignet. Wer ansehnliche HDR-Aufnahmen ohne große Nachbearbeitung oder zusätzliche Optionen erstellen will, sollte besser zu den oben aufgeführten Alternativen greifen. Schätzt man allerdings eine schnelle Aufnahme oder möchte noch selbst Hand am Bild anlegen, ist die neue App Fusion durchaus eine Überlegung wert.

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