Grim Fandango Remastered: Klassisches Grafik-Adventure jetzt für iOS erhältlich

Grim Fandango erschien 1998 erstmals für Windows-Rechner. Nun kann man das düstere Abenteuer-Game auch erstmals unter iOS spielen.

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Grim Fandango Remastered (App Store-Link) wurde vor wenigen Tagen, genauer gesagt am 5. Mai dieses Jahres, im deutschen App Store veröffentlicht. Dort steht es seitdem zum Preis von 9,99 Euro bereit und lässt sich auf alle iPhones, iPod Touch und iPads laden, die mindestens über iOS 8.0 sowie satte 3,09 GB an freiem Speicherplatz verfügen. Auch eine deutsche Sprachversion sowie eine Anpassung an die Displays vom iPhone 6 und 6 Plus wurden für Grim Fandango bereits umgesetzt.


In der deutschsprachigen Wikipedia heißt es im Artikel zu Grim Fandango, „Grim Fandango ist ein Grafik-Adventure von LucasArts, das thematisch in einer mexikanisch angehauchten Welt der Toten spielt. […] Der Spieler übernimmt die Rolle von Manuel Calavera (genannt ‚Manny‘), eines Verstorbenen, der im Reich der Toten für das ‚Department Of Death‘ (DOD) als Reiseberater arbeitet. Wie so viele hat Manny als Lebender nicht genug gute Taten vollbracht, um sofort in das ‚Reich der ewigen Ruhe‘ weiterreisen zu dürfen. Er ist daher gezwungen zu arbeiten, um seine Reise dorthin finanzieren zu können.“

Auch Tim Schafer war an Grim Fandango Remastered beteiligt

Das ähnlich einem Point-and-Click-Abenteuer aufgezogene Spiel macht dabei unter anderem von alten aztekischen Totenritualen und -mythen Gebrauch und kommt mit einem lateinamerikanisch inspirierten Soundtrack daher, der für die just veröffentlichte Remastered-Variante von einem Orchester neu eingespielt wurde und sogar bei iTunes als Download bereit steht (iTunes-Link). Der Spieler steuert den Protagonisten anders als in der früheren PC-Version mit einfachen Fingertipps durch düstere Umgebungen, die an das Film Noir-Genre erinnern.

Die ursprüngliche Idee von Grim Fandango stammt von keinem geringeren als Tim Schafer, der kürzlich auch das iOS-Abenteuer Broken Age kreierte und zur damaligen Zeit für LucasArts tätig war. Die neue Version für iPhones und iPads wurde in Zusammenarbeit von Tim Schafer mit dem Entwicklerstudio Double Fine Productions realisiert und laut eigenen Aussagen mit „neu gezeichneten, hochauflösenden Charakteren“ und „neuen, dynamischen Lichtsituationen“ versehen.

Bei einem ersten Test mit Grim Fandango auf meinem iPad Air 2 waren die Grafiken allerdings alles andere als hochauflösend, sondern wirkten in weiten Teilen schwammig und unscharf, gemessen an den Möglichkeiten, die auf aktuellen Geräten realisierbar sind. Auch mehrere Abstürze hatte ich bei meinen Versuchen zu vermelden, und durfte nach einem erneuten Aufrufen der App wieder von vorn beginnen. Auch wenn das Abenteuer einen echten Kultstatus genießen mag, über eine tolle Geschichte sowie einen grandiosen Soundtrack verfügt – zu einem Preis von 9,99 Euro eine derartige Grafik anzubieten und dann noch zwischendurch mit Abstürzen kämpfen zu müssen, spricht nicht gerade für einen gerechtfertigten Preis.

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Kommentare 12 Antworten

  1. Schade dass die iOS Umsetzung so schlecht geworden ist…Ein super Spiel! Als die Info kam, dass es eine überarbeitete Version für PS4 geben wird hatte ich mich gefreut wie ein Keks!! Da kamen Erinnerungen wieder hoch ?

    1. Wenn du ein iPad Air 2 hast, ist es durchaus wahrscheinlich, dass es gut funktioniert und sonst keine Probleme existieren. Mel/Melanie schreibt hier wie bei einer BILD Zeitung.

  2. Ihr sagt, es ist auf deutsch spielbar. Im App Store steht bei mir bei Sprache: Englisch.
    Ist es nun auf deutsch spielbar oder nicht?

  3. Eure journalistische Mittelmäßigkeit wird insbesondere bei Besprechungen von echten Spieleklassikern deutlich. In Ermangelung von Spiel-(und Lebens-)Erfahrung wird erst mal fleißig Wikipedia zitiert und dann noch was kritisches über verwaschene iPad-Darstellung gefaselt.
    Grim Fandango gehört unbestritten zu den großartigsten Adventures aller Zeiten. Ich finde die Portierung recht gelungen und freue mich wie ein Schnitzel, dass es ab und zu, neben dem ganzen Candy-Crush-Casual-Scheiß (mit dem Ihr Euch definitiv besser auskennt), auch hochwertige Titel aufs iPad schaffen.
    Natürlich erschließen sich die Besonderheiten dieses Spiels dem geneigten Rezensenten erst, wenn er sich eingehend damit beschäftigt, statt nur zu kopieren…

    1. Was hätten wir denn deiner Meinung nach tun sollen? Das Spiel drei Tage lang drei Mal von vorne bis hinten durchzuspielen, um dann ebenfalls zum gleichen Ergebnis zu kommen? Die definitiv nicht als hochwertig zu bezeichnenden Grafiken werden dadurch auch nicht besser. Nach etwa 1 Stunde Spielzeit mit unzähligen Abstürzen hatte ich von diesem Klassiker dann auch genug.

      Ich kann verstehen, wenn sich Fans des Spiels hier angegriffen fühlen, jedoch sollte man ob oder gerade wegen des Kult-Charakters auch Kritik üben dürfen. Da mir der Spiele-Titel vorab nicht bekannt war – auch unsere Redaktion kennt nicht alle Spiele-Klassiker der letzten 20 Jahre – zitiere ich lieber korrekt aus der Wikipedia, als mir halbgare Fakten aus den Fingern zu saugen, die im Anschluss in gefühlten 100 Korrekturen und empörten Kommentaren à la „DAS kennst du nicht?“ resultieren.

      1. Ich habe das Spiel laut Screenshots länger gespielt auf meinem iPad Air 2, was auch das allererste Modell ist. Bei mir ist überhaupt nichts verwaschen. Entweder ist das iPad bei euch defekt oder du hast irgendetwas gegen die Produzenten. UND ich hatte nie Abstürze, obwohl ich wegen deinem Bericht das Spiel mal kurz und mal lange und nach mehreren Apps länger im Standby gehabt habe und mehrmals die Lade- und Speicherfunktion genutzt. Übrigens hatte bei mir das automatische Speichern immer funktioniert, was auch ein Hinweis ist, dass irgendetwas mit eurem genutzten iPad nicht stimmt.
        (Techn. Hintergrund: Wenn iPad kurz im Standby, wird dies zwar der App berichtet, die dann irgendwelche Maßnahmen ansolvieren kann, aber in der Regel macht iOS kaum etwas mit dem Spiel. Wenn man es länger im Standby hat (z.B. auch einfach auf Home-Button gedrückt wurde), dann ist es lediglich im Arbeitsspeicher (außer Hintergrundaktivität ist erlaubt (kontrolliertes Multitasking), dann ist es zum Teil in Intervallen aktiv), bis eine oder mehrere Apps zu viel Speicher brauchen und iOS automatisch radikal das Spiel aus dem Arbeitsspeicher wirft (was man auch selbst simulieren kann, wenn man doppelt auf den Home-Button drückt und dann das Spiel mit einem Swipe nach oben zum komplett Beenden auffordert).)
        All dies habe ich probiert und keine Abstürze erlebt. Meine Einstellung war, das Spiel auf Englisch gesetzt, weil die Stimmen auf Englisch am Besten sind. Ich habe es mit deutschen Stimmen probiert, was laut Stimmenauswahl auch recht gut ist und zum Teil sogar komplementär ist (aus aus Übersetzung zwar ein paar englische Witze verliert, aber auf Deutsch dafür sogar weitere Witze hinzufügt => Ich werde es nach dem Englischen noch einmal auf Deutsch durchspielen.). Aber persönlich find ich das Englische momentan besser. Das Spanische hat leider schreckliche Stimmen. Es scheint wie von einer Schultheatergruppe gesprochen worden zu sein. Also ist bisher nur Englisch und Deutsch gut (leider bisher nur Anfang getestet …). Die anderen Sprachen habe ich nicht probiert.

        Zusätzlicher toller Pluspunkt zu erwähnen ist: Man kann sogenannte Regisseurkommentare einschalten. Dann erscheint oben links eine Filmklappe, durch dessen Antippen dann in den Szenen von den Produzenten Kommentare gesprochen werden (wie am Anfang erwähnt, dass das Zimmer und der Gang bei der anfänglichen Produktion zuerst die angeblich perfekte Testumgebung war, bevor das Spiel geschichtlich ganz aufgebaut wurde).

        An Mel oder Melanie: Ich muss dich für diesen miserablen Artikeln sehr stark tadeln. Wenn es ein Artikel der BILD Zeitung wäre, wäre es vielleicht akzeptabel, dass man solche Stammtischparolen vollkommen subjektiv einfach so hinwirft. Du hast überhaupt nichts bei dir überprüft, ob du etwas falsch gemacht hast, sondern einfach vollkommen unsinnige Behauptungen „ausgekotzt“ (entschuldige für die Wortwahl, weil dein Artikel überhaupt keine Objektivität beinhaltet). Richtige Journalisten würden als allererstes bei diesen vielen Problemen überprüfen, ob sie nicht selbst etwas falsch gemacht haben oder ihre Umgebung fehlerhaft ist. Ich bin jetzt ein guter Beweis, dass der Artikel bezüglich Problemen Müll ist, da ich nicht einmal die geringsten Probleme habe. Dass diese Erkenntnis erst von einem Leser kommen muss, ist schändlich für euch!

        An Appgefahren: Ihr nennt euch Redaktion. Also müsst ihr euch wie eine Redaktion verhalten. Dazu gehört es, dass ihr mind. ein Testgerät habt (wenn nicht mehrere). Wenn dann diese Probleme entstehen, müsst ihr ohne Recovery-Backup das iPad komplett mit Kabel zurücksetzen und anschließend auf dem sauberen iPad die App probieren. Wenn es weiterhin Probleme gibt, ist vielleicht das Gerät defekt. Deshalb testet man es dann mind. mit einem weiteren SAUBEREN(!) iPad. Wenn es dann weiterhin Probleme gibt, DANN ERST erwähnt man, dass man die bemerkten Probleme auf (den mind. zwei) iPads hatte. ABER AUCH DANN darf man nicht sagen, dass die App schlecht programmiert ist, wenn man es nicht zumindest empirisch genug getestet hat (Beweis ist leider unmöglich – es kann nur empirisch „bewiesen“ werden, was als Beweis hinreichend sein kann). Ich bin nun der beste Widerspruchsbeweis, dass ich überhaupt keine Probleme mit dieser App habe. Somit ist dieser Artikel eher nur Müll!

  4. Naja, es gab weitaus bessere Spiele von LucasArts als Grim Fandango. Indianer Jones III und IV, Zak McKracken, Maniac Mansion und vorallem Day of the Tentacle. Gar nicht vergessen sollte man noch Monkey Island …

    Ich würde mir das Spiel holen, aber keineswegs für 10 Euro. Also wieder AppZapp Alarm einschalten.

  5. Das Spiel läuft super auf meinem 6+ und die Grafiken eines 17 Jahren alten Spiels (auch wenn es ein wenig überarbeitet wurde) zu kritisieren ist eine sehr merkwürdige Herangehensweise.

    Es ist ein Klassiker den ich nun mit mir rumtragen kann. Hätte mir das einer vor 10 Jahren erzählt hätte ich ihn ausgelacht.

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