Intel bewirbt „weltweit besten Prozessor“ mit einem MacBook Pro

Nicht ganz konsequent

Intel hat erst vor wenigen Wochen mit dem früheren „I’m a Mac“-Schauspieler zahlreiche Spots abgedreht, die alle das MacBook auf die Schippe nehmen. Und ich muss sagen: Da hat die Marketing-Abteilung einen guten Job geleistet und viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Doch jetzt haben die Macher mal wieder ins Klo gegriffen.

Obwohl Apple noch Intel-Macs anbietet, werden in Zukunft alle Macs mit den hauseigenen Prozessoren arbeiten. Das mag Intel nicht schmecken, dennoch bewirbt der Chip-Hersteller den „weltweit besten Prozessor“ nun mit einem MacBook Pro. Obwohl das Foto bearbeitet wurde, kann man das MacBook Pro immer noch sehr gut erkennen. Klar und deutlich wird es, wenn man weiß, dass Intel hier ein Stock-Foto von Getty Images verwendet hat. Und hier sieht man das MacBook Pro in voller Gänze.


Während man also noch vor ein paar Wochen gegen das MacBook eine Kampagne fährt, nutzt man nun ein MacBook Pro um den weltweit besten Prozessor in einem „Laptop“ zu bewerben. Abgesehen davon, kommt der beworbene i7-1185G7 in keinem einzigen Mac zum Einsatz. Wer soll das noch verstehen.

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Kommentare 8 Antworten

  1. Intel sieht seine Felle davonschwimmen – die Campagne mit Justin Long hat meiner Meinung nur dazu beigetragen, die Allgemeinheit darüber zu informieren, dass Apple nun auch eigene Desktop-Chips fertigt. Das hätte „Otto-Normal“ ja nie mitbekommen…

    …also in meinen Augen auch ein Schuss ins eigene Knie von Intel 🤣

    Intel wird in Macs in 2-3 Jahren keine Rolle mehr spielen – das kann man jetzt schon absehen 👍🏻

    1. Naja das ist so nicht korrekt und Apple fertigt natürlich (genau wie die meisten anderen) eben nicht seine eigenen Chips – im Gegensatz zu Intel.

      Das Problem (und Vorteil) von Intel war und ist die einzigartige Möglichkeit seine Chips und Befehlssätze eigenständig zu produzieren. Das kann kaum jemand anders auf der Welt, da sie eben diese Produktion auf Firmen umlegen, die gerade die eine oder andere Produktionsmethode gemeistert haben, welche Intel sich jedes Mal selbst ertüfteln muss.

      Wenn du mal hinter die Kulissen von Intels Entwicklungsabteilung schaust, dann siehst du extrem ambitionierte Prozesse, welche weit über das hinausgehen, was derzeit möglich ist. Bloß hatten sie genau bei diesen leider seit gut einem Jahrzehnt Pech mit der Qualitätssicherung in der Produktion selbst. Etwas im Labor zu schaffen und es dann in der Produktion umzusetzen, sind nunmal zwei unterschiedliche paar Schuhe.

      Insofern haben sie sehr wohl das Potential wieder stark in Führung zu gehen. Die Frage ist bloß, ob sie es rechtzeitig schaffen, oder ihre Würde begraben und wie der Rest zu Drittproduzenten greifen.

      1. Ich spreche ja hauptsächlich von Apple Hardware, da wird Intel bald keine Rolle mehr spielen 👍🏻

        Und was bringen uns Endverbrauchern tolle Prototypen in Laboren? Klar ist es toll, dass weiter ambitioniert entwickelt wird, aber wenn da nichts rausfällt bringst der Allgemeinheit auch nichts 😉

        1. Die Prototypen von Gestern sind die Geräte von Heute. Und Intel mischt da ganz vorne mit.

          Ich würde hier eher weniger auf Apple schauen, sondern den Markt selbst beobachten. Apple – genau wie andere Marken – sind in ihrer Geschichte schon regelmäßig von Architektur zu Architektur gesprungen – je nachdem, was gerade für die Geräte Sinn machte.

          Derzeit bieten die ARM Systeme die energieeffizienteren Chips mit (kurzfristig) voraussichtlich höher skalierbaren Quoten.

          Die x86 liegen derzeit vergleichsweise noch auf einem Plateau, welches man zu überwinden versucht.
          _____
          Apple selbst hat ja seinerzeit versucht im Intels Spezialgebiet mit der selben Architektur zu konkurrieren (PowerPC) und mussten sich geschlagen geben.
          Nun haben sie auf ARM gesetzt, da es aktuell mehrere Hersteller gibt, die große Fortschritte machen konnten.
          Es war anscheinend viel einfacher einen kompetenten x86 Emulator zu integrieren, als auf die Entwicklung der Hersteller zu warten.

  2. Hey Freddy, hast du mal nachgesehen wieviele von euch verwendete Produktfotos inhaltlich daneben sind? Nein? Genug. Ja, sie kommen oft vom Hersteller aber auch von euch selbst. Und selbst wenn sie vom Hersteller kommen, sollte man überlegen ob es Sinn macht Unsinn einfach so zu verbreiten.

    1. Cool, du vergleichst die Redaktion von appgefahren mit der Marketingabteilung von INTEL?! Ganz ehrlich – und Freddy bitte sei mir nicht böse – INTEL ist minimal größer und hat vermutlich mehr Geld zur Verfügung.

    2. @NoItman: Du kannst mir gerne sagen, welche Produktfotos inhaltlich daneben sind. Dann können wir daran arbeiten (wenns denn zutrifft). Wenn du Kritik äußerst, wäre es gut, wenn du da auch ein paar Beispiele nennst. So ist deine Aussage für uns leider nutzlos.

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