iPhone als Webcam: Neue 3D-Drucker-Vorlage & Camo-App mit neuen Funktionen

Neues Continuity-Feature in macOS Ventura

Apple hat während der Keynote der WWDC auch eine neue macOS Ventura-Funktion namens Continuity Camera präsentiert. Damit lassen sich auch iPhones (ab iPhone XR oder neuer) als Webcam für den Mac verwenden, um so gegebenenfalls von einer höheren Videoauflösung profitieren zu können.

Um Continuity Camera nutzen zu können, muss allerdings das iPhone auch am Mac befestigt werden. Apple plant an dieser Stelle, mit Herstellern wie Belkin zusammenzuarbeiten, um passendes Zubehör anbieten zu können. Dies soll aber erst im Herbst erscheinen, so dass es gerade für Beta-Tester und -Testerinnen einige Zeit bis zu einer offiziellen Lösung zu überbrücken gilt.


Mit der Verbreitung von 3D-Druckern gibt es nun aber auch eine kleine erste Zwischenlösung für den Hausgebrauch. Jonathan Wight hat bei Twitter eine Continuity Camera-Halterung für den iMac Pro geteilt, die sich bequem mit einem 3D-Drucker ausdrucken lässt. Er hat mittlerweile die Halterung auch für ein MacBook Pro modifiziert und bietet beide Modelle bei Printables an.

Die Halterung von Jonathan Wight setzt Apples magnetisches MagSafe-Ladekabel voraus und erlaubt es dann, das iPhone über zwei Haken an den Bildschirm des MacBook Pro bzw. des iMac Pro anzuhängen. Die 3D-Drucker-Vorlagen für die beiden Halterungen können kostenlos bei Printables heruntergeladen werden. Continuity Camera lässt sich unter macOS Ventura entweder kabelgebunden oder auch drahtlos im WLAN verwenden und nutzt die rückseitige Kamera des iPhones für eine verbesserte Bildqualität. Auch Optionen wie der Porträtmodus mit unscharfem Hintergrund, Studio Light und das Center Stage-Feature sollen damit möglich sein.

Camo-App erhält Editor für Overalls

Das Continuity Camera-Feature dürfte dem Entwicklerteam von Camo hingegen gar nicht geschmeckt haben: Camo ist eine Mac-App, die es schon vor Apples Ankündigung ermöglichte, die iPhone-Kamera als Mac-Webcam zu verwenden. Das Team fühlt sich „gesherlocked“: Dieser Begriff wird immer dann verwendet, wenn Apple von Drittanbietern bekannte Funktionen in das eigene Betriebssystem integriert – und die Dritt-Apps damit quasi überflüssig macht. Im Jahr 2000 geschah das mit der Systemsuche namens „Sherlock“, die damit trauriger Namensgeber für dieses bedauernswerte Phänomen wurde.

Das Camo-Team nimmt die neue Konkurrenz in Form von Apple allerdings erst einmal als Herausforderung an und hat prompt mit dem Release von Version 1.7 der eigenen Webcam-App reagiert. Darin findet sich nun ein Editor für die bereits bekannte Overlay-Funktion, mit der sich beispielsweise Logos oder andere Textelemente in das Webcam-Bild einbinden lassen. Mit dem Editor lassen sich jetzt Texte, Formen, Überlagerungen oder Bilder nutzen oder alternativ aus bereits vorhandenen Vorlagen auswählen.

Mit Version 1.7 von Camo gibt es darüber hinaus auch die üblichen Fehlerbehebungen und kleinen Verbesserungen unter der Haube. Die Anwendung kann sie eingeschränkt ausprobiert werden und im Anschluss als Vollversion im Abo für rund 5 Euro/Monat bzw. 40 Euro/Jahr erworben werden. Auch ein Einmalkauf in Höhe von 81 Euro ist möglich. Nach dem Kauf lässt sich Camo auf bis zu zwei Macs verwenden.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Och nöööö.
    Da warte ich lieber, bis es dass für 69 Euro von Apple gibt und einer App im Abo für 4,99 Euro monatlich, die mir anzeigt, ob ich die Halterung auch korrekt angehängt habe.
    Finde es umfährt gegenüber Apple, wenn sich alle hier diese Superidee von Apple einfach für,lau wegschnorren.

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