Kekz ausprobiert: Kopfhörer für Kinder mit magnetischen Audiochips

Geeignet ab drei Jahren

Falls eure Kinder eine Toniebox im Einsatz haben, kennt ihr sicherlich auch die zwei Probleme des Lautsprechers: Immer und immer wieder die gleichen Geschichten aus dem Kinderzimmer zu hören, kann auf Dauer schon anstrengend sein. Und auch wenn man einen Kopfhörer anschließen kann, ist die Toniebox nicht unbedingt der beste Begleiter für unterwegs.

Das sieht bei der heutigen Neuvorstellung ganz anders aus. Der seit diesem Monat erhältliche Kekzhörer ist ein kabelloser On-Ear-Kopfhörer für Kinder ab drei Jahren, der auf ein ganz ähnliches Bedienkonzept setzt. Statt kleine Figuren auf einen Lautsprecher zu stellen, setzt kam beim Kekzhörer kleinen Audiochips in die rechte Ohrmuschel.


Während der Kopfhörer selbst eine unverbindliche Preisempfehlung von 59,95 Euro hat, kosten die einzelnen Audiochips jeweils 9,99 Euro. Bisher sind rund 20 verschiedene Geschichten verfügbar. Zu den Kekz Partnern zählen Verlage wie BMG, Edel Kids, Universal Music, Kiddinx oder Jumbo, somit stehen bekannten Kinderhelden wie Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen oder Petterson und Findus zur Auswahl. Geplant ist natürlich, die Auswahl an Geschichten weiter auszubauen.

Inhalte sind direkt auf dem Kekzhörer gespeichert

Interessant zu erwähnen ist die Tatsache, dass alle bisher verfügbaren Inhalte bereits verschlüsselt auf dem Kekzhörer gespeichert sind und durch den jeweiligen Audiochip freigeschaltet werden. Selbst für die erste Wiedergabe sind weder WLAN noch Download notwendig, es kann sofort losgehen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es aber erforderlich sein, den Kekzhörer per USB-C an einen Computer anzuschließen, um Updates und neue Inhalte zu laden. Die dafür notwendige Software ist bislang noch nicht verfügbar. Unklar ist auch, ob es möglich sein wird, Audiochips mit eigenen Inhalten zu befüllen.

Aufmerksamkeit ist auch an anderer Stelle gefordert. Meiner Meinung nach lassen sich die Audiochips zu leicht aus der Ohrmuschel lösen. Das muss natürlich einfach möglich sein, damit auch Kinder eine neue Geschichte einlegen können, doch ich könnte mir auch vorstellen, dass sich unterwegs im Eifer des Gefechts mal ein Audiochip selbstständig macht.

Die Qualität der Kopfhörer empfinde ich ansonsten dem Preis angemessen. Natürlich darf man hier kein Bose oder Bowers & Wilkins erwarten, aber die Polster der Ohrmuscheln und auch des Bügels sind absolut in Ordnung. Zudem lässt sich der Bügel einstellen und die Ohrmuscheln leicht neigen. Die Bedienung erfolgt über eine große Taste an der linken Ohrmuschel und sollte für Kinder mit etwas Übung kein Problem darstellen.

Lautstärke ist auf sichere 85 Dezibel begrenzt

Klasse finde ich, dass der Kekzhörer keinen normalen Lautstärkeregler gibt. Stattdessen kann man über einen etwas versteckten Schalter zwischen drei Lautstärkeoptionen wählen, wobei die höchste auf 85 Dezibel begrenzt ist. Das ist die von der WHO empfohlene sichere Lautstärke für Kinder. So und nicht anders sollte es bei einem Produkt für Kinder sein.

Beeindruckt war ich auch von der Klangqualität. Natürlich reden wir hier immer noch von einem Kinder-Kopfhörer, aber der Stereo-Effekt bei der mitgelieferten Geschichte war schon echt klasse.

Insgesamt hinterlässt der Kekzhörer einen sehr positiven Eindruck. Bedenken sollte man natürlich den Preis der einzelnen Audiochips, der mit 9,99 Euro zwar günstiger ist als beispielsweise eine Toniefigur, aber immer noch mehr als der Kauf eines Hörspiels auf Amazon oder iTunes. Zudem gilt es abzuwarten, wann der Hersteller neue Geschichten für den Kekzhörer liefert und ob es auch Audiochips geben wird, die mit eigenen Inhalten bestückt werden können.






Bibi und Tina - Folge 1: Das Fohlen als Kekz
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Audiochip für Kekzhörer
9,99 EUR

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Kommentare 4 Antworten

    1. Das mit dem teuer ist Ansichtssache, ich finde eine Geschichte für 9,99 Euro auch nicht gerade günstig. Warum hältst du nichts von Kopfhörern für Kinder? Unser drei Jahre alter Sohn hat noch nie welche verwendet, mich würde da deine Meinung interessieren.

  1. Wir benutzen nur Spotify. 10€ im Monat (oder 12€ mit Kind Account) und die Auswahl ist riesig. Ein paar Geschichten werden auch mal öfters gehört, aber das ist absolute Glückssache, daher würde ich kein Geld mehr für einzelne Hörbücher/Hörspiele ausgeben. Bibi Blocksberg oder Benjamin Blümchen haben allein jeweils über 140 Folgen! Um nur mal 2 populäre Vertreter zu nennen. Das ich den Kindern dann kurz beim anmachen helfen muss? Die paar Minuten sollten nun wirklich kein Problem sein…
    Dafür freuen sich die Kinder umso mehr über die Wahlfreiheit.

    Bei den Kopfhörern haben wir welche von iClever genommen, passt soweit alles. Wichtig war mir, dass sie Bluetooth und Klinke haben, damit man sie bei einem Video am iPad auch mal zusammen schauen lassen kann, da man über Bluetooth, warum auch immer, nicht mehrere Geräte gleichzeitig bespielen kann. Mit Y-Klinken-Adapter dann aber zumindest machbar (zumindest bei 2 Kindern 😉).

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