LG 34WK95U-W: UltraWide-Monitor mit 5K-Auflösung ausprobiert

Dieser Monitor macht MacBook und Mac Mini zur Waffe

Schärfer und breiter geht es kaum, zumindest nicht mit einem einzigen Monitor. Der seit wenigen Wochen erhältliche LG 34WK95U-W ist eigentlich das, was wir uns von Apple selbst wünschen würden. Nun gut, das Logo von LG ist so unauffällig auf dem Standfuß platziert, das man diesbezüglich kaum meckern kann. Und während Apple das exklusive LG UltraFine 5K Display mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale weiterhin im Apple Online Store für 1.399 Euro verkauft, freuen wir uns darüber, dass es jetzt eine hochauflösende Alternative mit einem noch größeren Bildschirm gibt.

Es ist quasi ein Duell auf Augenhöhe, denn der neue LG 34WK95U-W wird bereits zu einem Straßenpreis von 1.398 Euro gehandelt. Während das exklusive Apple-Modell auf eine Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln kommt, ist die Pixeldichte beim 34 Zoll großen LG 34WK95U-W etwas geringer: „Nur“ 5.120 x 2.160 Pixel sind aber immer noch eine ziemlich feine Sache.

Mit einem Seitenverhältnis von 21:9 bietet der LG 34WK95U-W wirklich jede Menge Platz für alle erdenklichen Inhalte. Während auf einem normalen 4K-Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 16:9 genug Platz ist für vier normale „HD-Bildschirme“, bietet der 5K2K-Monitor von LG noch einmal rund 30 Prozent mehr Platz. Was genau das in der Praxis bedeutet, möchte ich euch im folgenden Video veranschaulichen:

In den letzten Jahren habe ich mich an die beeindruckende Größe, die ein UltraWide-Monitor bietet, bereits gewöhnen können. Bislang war ich mit einem vergleichbaren Modell unterwegs, das allerdings noch ohne USB-C und ohne 5K-Auflösung ausgestattet war. Aber auch auf dem QHD-Modell war es wirklich praktisch, mehrere Fenster in voller Größe nebeneinander darstellen zu können.

Für mich bedeutet das im Arbeitsalltag: Browser mit der Produktwebseite, Schreibprogramm mit dem Textfenster und ein weiteres Fenster mit Mails oder einem Datenblatt können in mehr als vernünftiger Größe angezeigt werden. Und auch andere Anwendungen profitieren von dem horizontalen Platzangebot, besonders bemerkbar macht sich das vor allem bei Bild- und Videobearbeitung, aber auch bei ausgewachsenen Tabellen.

USB-C und Thunderbolt 3 machen Anschluss an den Mac besonders einfach

Aktuell habe ich den LG 34WK95U-W mit dem Mac Mini (jetzt bei Gravis entdecken) im Einsatz, den ich ja in Kooperation mit Gravis ausführlich ausprobieren darf. Hier ist die Handhabung wirklich mehr als einfach: Das mit dem Monitor gelieferte USB-C-Kabel wird einfach an einen freien Steckplatz des Mac gesteckt. Der Monitor selbst muss dann nur noch mit einem Netzkabel an den Strom angeschlossen werden, praktischerweise verzichtet LG hier auf einen dicken Netzteil-Block und hat sämtliche Technik in den Monitor integriert.

Noch spannender ist die Verbindung mit einem MacBook Air oder MacBook Pro, auch hier dient USB-C bzw. Thunderbolt 3 als Schnittstelle. Ein einziges Kabel reicht aus, um nicht nur die Bildschirminhalte zu übertragen, sondern auch um das MacBook zu laden. Über den USB-C-Anschluss liefert der LG 34WK95U-W 85 Watt, das reicht selbst für das große MacBook Pro aus. Die zum Teil auftretenden Probleme mit dem 15 Zoll Modell sollen mit dem neuen macOS 10.14.2 übrigens nicht mehr auftreten.

Wer den LG 34WK95U-W mit einem MacBook nutzt, wird sich nur über ein kleines Detail ärgern: Der Bildschirm verfügt lediglich über zwei klassische USB-A-Anschlüsse, an die Peripherie angeschlossen werden kann. Hätten denn drei oder vier USB-A-Anschlüsse und vielleicht ein zusätzlicher USB-C-Port denn in der Herstellung so viel mehr gekostet? Im Alltag hätten sie dem einen oder anderen Nutzer sicherlich ein zusätzlichen Hub erspart. Dafür sind Lautsprecher integriert, die einen soliden Klang liefern. Großer Musik-Genuss ist zwar nicht möglich, aber für ein paar Office-Arbeiten reichen die Speaker auf jeden Fall aus.

Gespart wurde leider an der Halterung

Ebenfalls gespart hat der Hersteller am Ständer. Während der geschwungene Standfuß aus Metall gefertigt ist und einen sehr guten Eindruck macht, ist der höhenverstellbare Ständer mit Plastik umkleidet. Optisch merkt man zwar kaum einen Unterschied, aber auch hier hätte man durchaus ein paar Euro mehr in die Herstellung investieren können.

Die Höhenverstellung ist eine tolle Sache, bringt aber ebenfalls kleine Probleme mit sich: Je höher man den Monitor eingestellt hat, desto eher fängt er an zu wackeln. Die Oberkante des Bildschirms kann dabei, vom Schreibtisch aus gemessen, auf eine Höhe von 45,5 bis 56,5 Zentimeter eingestellt werden. Bei mir sind es knapp 50 Zentimeter und zumindest ich kann behaupten: Bei meinem normalen Rumgetippe wackelt nichts.

Die gute Ergonomie des LG 34WK95U-W wird durch einen einstellbaren Neigungswinkel abgerundet. Auf Wunsch geht es bis zu 5 Grad nach vorne oder bis zu 15 Grad nach hinten. Zusammen mit der Höhenverstellung sollten so eigentlich alle Fälle abgedeckt sein.

So kann man den Platz auch nutzen

Falls ihr es nicht schaffen solltet, den Monitor mit Inhalten von eurem Computer komplett zu füllen, gibt es gute Nachrichten: Über DisplayPort oder zwei HDMI-Anschlüsse können insgesamt bis zu vier Geräte angeschlossen werden. Dabei kann man nicht nur einfach zwischen den Quellen wechseln, sondern auch verschiedene Split-Screen-Modi verwenden. Etwas schade: Es gibt kein echtes Bild-in-Bild, bei dem eine zweite Quelle als kleines Fenster in einer Ecke des Displays angezeigt werden kann.

Die wichtigsten technischen Daten

Die Auflösung von 5.120 x 2.160 Pixel hatte ich ja bereits mitgeteilt, genau wie die Bildschirmdiagonale von 34 Zoll. Die insgesamt 11.059.200 Pixel verteilen sich auf eine aktive Bildfläche von 793,77 x 340,19 Millimeter und werden mit 60 Hertz ausgegeben. 5 Millisekunden Reaktionszeit und ein Betrachtungswinkel von 178 Grad können sich ebenfalls sehen lassen. Falls euch das noch nicht genug Zahlen sind, findet ihr alle technischen Daten auf der Webseite des Herstellers.

Habt ihr spezielle Fragen rund um den LG 34WK95U-W? Dann schreibt uns einfach eine E-Mail oder hinterlasst einen Kommentar unter diesem Artikel.

LG Electronics 34WK95U-W 34Zoll 5K Ultra HD LED...
16 Bewertungen
LG Electronics 34WK95U-W 34Zoll 5K Ultra HD LED...
  • Mit dem 34WK95U präsentiert LG die nächste 21:9 Monitorgeneration für Medienschaffende
  • Als bester Foto Monitor der TIPA 2018 vereinigt er ein hochperformantes 5K Panel mit der revolutionären Nano IPS Technologie für einen erweiterten DCI-P3 Farbraum von 98%
LG 34WK95U-W
  • 9/10
    Installation - 9/10
  • 9/10
    Design - 9/10
  • 6/10
    Anschlüsse - 6/10
  • 9/10
    Darstellung - 9/10
  • 7/10
    Preis/Leistung - 7/10
8/10

Fazit

Abgesehen von etwas wenigen USB-Anschlüssen weiß der LG 34WK95U-W auf ganzer Linie zu überzeugen. Wer einmal mit einem UltraWide-Monitor gearbeitet hat, will so schnell nichts anderes mehr. Scharfe 5K-Auflösung und USB-C machen diesen Bildschirm zum perfekten Partner für MacBook Air, MacBook Pro oder Mac Mini.

Pros

  • USB-C mit viel Leistung
  • tolle Bildqualität auf 34 Zoll

Cons

  • leider nur zwei USB-A-Anschlüsse
  • keine berauschenden Lautsprecher

Kommentare 15 Antworten

  1. Hallo Fabian,
    ein sehr guter Bericht zu diesem Monitor. Ich habe ein Macbook Air 2017 mit USB C Anschluss.
    Kann man so einen Montior daran anschließen oder spielt die OnBoard Grafikkarte nicht mit?
    Die 5.120 x 2.160 Pixel sind ja nicht ohne und können doch sicherlich nicht von jeder Grafikkarte
    ausgegeben werden.
    Ich würde mir gar nicht speziell diesen Monitor kaufen – wäre für ein MacBook Air sicherlich übertrieben,
    aber es gibt ja auch nette halb so teure Monitore von LG .

    1. Du solltest auf jeden Fall ein QHD-Modell nehmen mit 1440 Pixel in der Vertikalen. Die normalen HDs machen keinen Spaß.

      Bist du sicher, dass du ein MacBook Air 2017 mit USB-C hast? Das Air hat ja erst 2018 USB-C bekommen. Ich denke aber nicht, dass es groß Probleme gibt. Mein 2018er-Air hängt an einem 4K-Display mit 3840 x 2160 Pixeln und alles läuft gut.

  2. Bei 34“ und 5K-Auflösung muss man aber gute Augen haben, damit man den Text noch bequem lesen kann.
    Nutzt man die Retina Skalierung, dann sieht zwar alles sehr geschmeidig aus, aber man büßt auch den Platz wieder ein. Diese Zusammenhänge sollte man auch mal erwähnen.

      1. Trotzdem würde mich gerade das mit der Skalierung doch sehr interessieren. Wenn man die von macOS vorgeschlagene „optimale“ Skalierung verwendet, wird wie beim Retina iMac eine Skalierung um den Faktor 200% vorgenommen. Das sieht dann am besten aus, man hat dann in der Vertikalen aber nur noch 1080 Pixel (2160 / 2 = 1080). Würde man mit 150% skalieren, hat man in der Vertikalen wieder die anstrebsamen 1440 Pixel. Aber wie sieht das dann aus? Auf einem Retina iMac sehen „ungerade“ Skalierungen extrem bescheiden aus. Wie verhält es sich bei diesem Monitor?

    1. Danke für deine Antwort, Fabian. Du hast natürlich recht. Mein MacBook Air 2017 hat gar kein USB-C sondern nur Thunderbolt 2 – verwechsel ich zu oft. D.h. dieses LG Display kommt gar nicht in Frage. Aber es gibt ja auch einige mit Thunderbolt.
      Ich frage mich nur immer ob die Grafikkarte diese großen Displays ansteuern kann. Von 13,3 Zoll auf z.B. 27 ist ja ein riesen Sprung. Ich werde mal schauen was der Markt hergibt.

      1. Haben sie mal die genaue Bezeichnung von der Tastatur.
        Und was schätzen sie so an dieser Tastatur was sie bei Apple vermissen ich frage nur aus interessehalber

      2. Ich sehe grade sie haben auf dem 1sten Bild so eine tolle Kabelbox woher haben sie die . ?

        Die sieht groß aus und sehr gut.

        Danke schon mal für die Antwort

        1. Die Kabelbox ist von Ugreen, gibt es bei Amazon.

          Die Tastatur ist die Logitech Craft. Ich finde, dass es sich darauf einfach wunderbar tippen lässt. Und ich tippe wirklich viel 🙂

  3. Hallo,
    Könnt ihr denn eure Aussage bzgl der 15“ MBPs 2018 bestätigen? „Die zum Teil auftretenden Probleme mit dem 15 Zoll Modell sollen mit dem neuen macOS 10.14.2 übrigens nicht mehr auftreten.“
    Vg Andreas

  4. Ich hab gehört, es gibt Probleme bei der Grafik wenn man 5K an nem Mac Mini betreibt?
    Habt ihr da praktische Erfahrung?

    Und wie ist das mit dem Skalieren – Ziel ist doch dass man bei 5K doch die Auflösung 5K nutzt und nicht 200% skaliert – dann reicht doch auch ein Monitor mit der hälfte der Auflösung?

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