N26: Nur noch drei monatliche Bargeldabhebungen ohne Hauptkonto

Weitere Abhebungen kosten 2 Euro

So trennt man wohl die Spreu vom Weizen: Die mobile Bank N26 (App Store-Link) hat Änderungen in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis bekannt gegeben. Verlierer sind in diesem Fall die Nutzer, die die Banking-App nicht als Hauptkonto verwenden. Für sie heißt es ab dem 10. Mai dieses Jahres: Nur noch maximal drei Bargeldabhebungen pro Monat statt bisheriger fünf. Jede weitere Abhebung am Bankautomaten wird dem Nutzer mit 2 Euro in Rechnung gestellt.

Lediglich die User, die das N26-Konto als ihr Hauptkonto verwenden, können weiterhin auf die bisher gültigen monatlichen fünf Bargeldabhebungen zurückgreifen. Das Banking-StartUp erklärt in einem veröffentlichten PDF-Dokument, wie die Kriterien für ein Hauptkonto aussehen, um weiter von den fünf Barabhebungen im Monat profitieren zu können. Dort heißt es unter anderem:


Du hast wiederkehrende monatliche Kontoeingänge, die sich in zwei aufeinanderfolgenden Monaten nachweisen lassen. Dies können Gehaltseingänge oder vergleichbare staatliche Unterstützungen sein. Es können auch regelmäßige monatliche Kontoeingänge von in Summe mindestens 1.000,00 € sein. In diesen Fällen hast du 5 kostenlose Abhebungen. Wir behalten uns vor, bei Erreichen der Eingangssumme zur Anerkennung des Status als Hauptkonto durch offensichtlich missbräuchliches Verhalten (z.B. bei Überweisung und kurzfristig nachfolgender Rücküberweisung von 1.000,00 € oder mehr in ganzen und/oder gestückelten Beträgen) den Status als Hauptkonto nicht zu gewähren bzw. wieder zu entziehen.

Wer ein N26 Metal-Konto hat, kann pro Monat bis zu acht Bargeldabhebungen kostenlos nutzen, für User von N26 You und N26 Business You gelten die obigen Bestimmungen mit fünf Gratis-Abhebungen im Monat. Weitere Änderungen betreffen die sogenannten CASH26-Einzahlungen: Hier wird ab dem 10. Mai eine Gebühr von 1,5 Prozent des vom Nutzer eingezahlten Betrags fällig. Auch die Kosten für Kartenbestellungen und Expressversand wurden geändert: Eine Ersatzkarte kostet bald 10 Euro, die Expresslieferung der Standardkarte 30 Euro. Wer eine N26 Metal-Ersatzkarte per Express anfordert, zahlt ab dem 10. Mai satte 65 Euro.

‎N26 – Die mobile Bank
‎N26 – Die mobile Bank
Entwickler: N26 GmbH
Preis: Kostenlos

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Kommentare 23 Antworten

      1. Mit den Berichten über Leute, die plötzlich nicht mehr an ihr Geld gekommen sind weil ihr Konto gesperrt wurde und N26 sich einen Dreck darum gekümmert hat. Das reicht mir an Begründung.

      2. Als der Kundensupport erheblich eingeschränkt wurde und dieser nun weder per Telefon noch über Chat vernünftig erreichbar war, was ich mehrmals über Wochen und zu verschiedenen Tageszeiten probiert hatte, habe ich mein N26-Konto gekündigt. Einige Tage später bekam ich die Kündigungsbestätigung – und einige Minuten nach der Bestätigung kam eine weitere E-Mail in der mir erklärt wurde, dass man nun mir kündigen würde, da mein Konto angeblich gepfändet worden sei – was aber auf keinen Fall stimmte! Und wieder war keiner erreichbar, um den Sachverhalt zu klären. Nachdem ich mehrere E-Mail geschrieben hatte und um umgehende Klärung und weitere Infos gebeten hatte, kam Tage später dann die Nachricht, das es sich nur um ein Versehen gehandelt habe. Keine Entschuldigung, keine direkte Beantwortung meiner Fragen… nichts! Später habe ich eine Schufa-Auskunft über mich eingeholt und war froh, dass zumindest dorthin kein Mist von N26 übermittelt wurde..!

  1. Und ich wette die N-Nutzer haben auch für diesen Unsinn eine Ausrede und finden es toll. Im Trend wäre jetzt noch, wenn deren App ein Abo bekommt. loool

  2. Wer braucht schon Bargeld?
    Als Ing-Kunde muss man mindestens 50€ abheben.

    Kleiner Tipp um evtl. Kosten zu umgehen, oder kleinere Beträge abzuheben:

    Bei Einkauf an der Kasse von Rewe, Aldi, Obi und Co. einfach was abbuchen. Das wird dann als Zahlung gebucht, und das Rückgeld in bar ausgezahlt.

          1. @Mischi: Genau, von Höhlenmalereien und Kritzeleien über Hieroglyphen über Buchstaben hin zu komplexen Schriften, die erst komplexe Sprachen und die Entwicklung von komplexen Gehirnen, wie sie heutige Menschen in der Regel haben (nicht unbedingt nutzen, aber doch zumindest haben 😉), und jetzt zurück zu Hieroglyphen. Finde den Fehler 😉

          2. Hoppala, da ist ein Teil untergegangen.
            …, die erst komplexe Sprachen … „überhaupt erst ermöglicht haben“

  3. Diese Regelung steht schon länger in den AGBs, es wurde bisher nur nicht umgesetzt. Umso besser, dass transparent darauf hin gewiesen wird.

  4. Ein N26-Konto wird z. Zt. nur dadurch gerechtfertigt, das Zahlungen, keine ATM-Nutzung, im Nicht-€-Raum ohne AEE und mit gutem Wechselkurs abgewickelt werden. Und die Karte sieht ganz flott aus (Wurde ich ernsthaft schon mal drauf angesprochen).

      1. Für unsere deutschen Freunde hier die Übersetzungen:
        Nicht-€-Raum = Gegenden wo der Euro (€) nicht die lokale Währung ist
        AEE = Auslandseinsatzentgelt (Terminus Technicus)
        ATM = Automated Tellermachine (Geldautomat)

  5. Dieses Konto habe ich eh nicht um Bargeld abzuheben, eher als monatliches Taschengeld und bargeldlos mit Apple Pay zu zahlen. Es bietet mir eine einfache Übersicht der Ausgaben, unabhängig der fixen Kosten.

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