Navmii: Weltweite und werbefreie Offline-Navigation lässt sich kostenlos verwenden

Nachdem der Platzhirsch Navigon vor nicht allzu langer Zeit die Weiterentwicklung eingestellt hat, buhlen andere Navigations-Apps um die Gunst der iOS-User. Auch Navmii gehört dazu.

Navmii

Wenn es um Alternativen zur eingestellten Navigon-iOS-App geht, hören wir oft von Apps wie HERE WeGo (App Store-Link) oder auch das gute alte Google Maps (App Store-Link). Weniger Aufmerksamkeit hat bisher die Universal-App Navmii (App Store-Link) bekommen, die ebenfalls mit kostenloser Offline-Navigation per GPS samt Sprachanweisungen aufwarten kann. Für die 216 MB große „World“-Variante der Anwendung ist iOS 8.0 oder neuer bei der Installation erforderlich. Auch eine deutsche Lokalisierung wurde von den Entwicklern bereits umgesetzt.

„Navmii World ist die weltweit führende Navigations-App für Autofahrer mit kostenlosem Zugang zu Karten und Navigationsmaterial für alle Länder – alles mit einer einzigen App“, so berichtet das Navmii-Team in der App Store-Beschreibung. „Alle Karten, Kartenupdates und Funktionen sind komplett kostenfrei. Offline-Karten zur verlässlichen Navigation zuhause oder im Ausland ohne Internetverbindung. Über 24 Millionen Autofahrer weltweit vertrauen auf uns.“

Zu den Features von Navmii zählen – nach einer erstmaligen Anmeldung per E-Mail oder einem Facebook-Konto – eine Turn-by-Turn-Navigation mit Sprachansagen, Verkehrs-, Geschwindigkeits-, Hindernis- und optional erwerbbare Blitzerwarnungen, eine intelligente Routenanpassung, ein zusätzlicher Fußgängermodus, Kartenmaterial für einzelne Länder oder Ländergebiete, eine lokale Suche mit TripAdvisor- und Foursquare-Integration, What3Words-Support, das Teilen der Route und Ankunftszeit mit Freunden, Favoriten, eine Community mit aktuellen Verkehrsinfos wie Baustellen und Unfällen sowie ein Punktesystem für Nutzer samt Fahrtenanalyse.

Für das Kartenmaterial von Navmii kommen übrigens die weltweit gut ausgebauten OSM-Karten (Open Street Maps) zum Einsatz, die in der Anwendung für insgesamt 197 Länder verfügbar gemacht worden sind. Während die Karten-Downloads komplett gratis sind, und auch einige Extras wie ein Tachometer, Head-Up-Display und (englischsprachige) Promi-Sprachansagen von Homer Simpson oder Stephen Fry, heißt es, für aktuelle Blitzerfallen eines wählbaren Landes per In-App-Kauf 5,49 Euro zu bezahlen. Damit steht der Dienst für 12 Monate samt Updates zur Verfügung, danach muss erneut gebucht werden. 

Richtige Einstellungen verhindern Datenschnüffelei

Nach einer ersten Begutachtung macht Navmii durchaus einen guten Eindruck, auch wenn mir persönlich die Menüs und Navigationsansicht in einigen Aspekten entweder etwas zu überladen oder zu klein bzw. zu unübersichtlich designt worden sind. Einige Nutzer berichten im App Store zudem, dass die Anwendung übermäßig viele Daten der Anwender sammelt und sich daher als Datenkrake sondergleichen herausstellt. 

Hier hilft ein Blick in die Datenschutzrichtlinie des Anbieters Navmii: Prinzipiell werden anonymisierte Nutzerdaten per GPS bei der Navigation gesammelt, um für bessere Ergebnisse zu sorgen und den Dienst weiter optimieren zu können. Navmii gestattet sich den Zugriff auf den GPS-Standortdienst dann auch, wenn die App nicht geöffnet ist, aber GPS aktiviert wurde. Diesem Vorgehen kann man durch die Auswahl „Beim Verwenden der App“ in den Einstellungen der Ortungsdienste entgegenwirken. Ebenfalls gefragt wird nach dem Zugriff auf die Kontakte – auch dies kann man ablehnen, wenn man der Anwendung hier keinen neugierigen Blick erlauben möchte. Wählt man dann bei der Anmeldung auch noch den Erhalt von Werbemails per Schieberegler ab, sollte man auf der sicheren Seite sein. Ich jedenfalls werde die App in den kommenden Wochen für meine Autonavigation ausprobieren und schauen, wie sie sich im Alltag schlägt – und dann gegebenenfalls erneut berichten.

Habt ihr schon mit Navmii Routen geplant und die App zur Navigation verwendet? Wenn ja, wie macht sich die Anwendung? Oder gibt es andere Alternativen zu Navigon, die ihr empfehlen könnt, oder die wir unbedingt vorstellen sollten? Wir sind gespannt auf eure Kommentare zu diesem Thema.

Kommentare 17 Antworten

  1. Ein Herzliches Hallo,

    Sorry Melli aber jetzt bin ich sehr enttäuscht worden.
    So ein, Sorry, misst App, die nur Eure Daten will, oh nein so nicht.
    Warum Glaubt Ihr den Käse was Euch von den Entwicklern erzählt wir, hätte ich jetzt nich Gedacht. Ihr macht sonst echt gute Arbeit aber das hier habt Ihr nicht nötig, wollte nicht unhöflich sein nur Meinung schreiben.
    Was Navigon angeht, hatte ich auch. Ja, gelöscht und zurück zu CoPilot und gut und nutze noch Google Maps, hatte ich mal mitten in Berlin gebrauch, alles gut. Da Navigon mich völlig falsch geschickt hat, war mit Rad und zu Fuß unterwegs.

    Mach Euch doch bitte vorher etwas schlauer und Glaubt diesen Entwicklern bissel weniger.

    Netten Gruß
    Sven H.

  2. Nun ja,- dem Vorreder folgend ud seinen argumenten zuhörend ud abwägend, sollte man bzw. frau ein laden des kostenfreien programms unterlassen…
    Es hätte mich aber wirklich interessiert, wieso die App so „kagge“ sein soll?!

    Ich lade sie also dennoch und nach meiner pers. Erfahrung werde ich dazu etwas schreiben.

    Ich trauere aber immer noch meinem bezahlten Navigon hinterher 😢

  3. Einerseits schreien immer alle entsetzt „Datenkrake“, aber andererseits nutzen alle immer gerne präzise Stauvorhersagen, die nur durch Standortübertragungen möglich sind.

  4. Danke Mel für den Hinweis auf die interessant Navi-App; wird auf jeden Fall mal ausprobiert.

    Es ist im übrigen – wie Mel korrekt beschrieben hat – eine ganz normale Navi-App:
    – Eine solche App muss natürlich Zugriff auf die Standortdaten haben – und man kann ganz normal auswählen, ob die App hierzu im Vordergrund sein muss oder auch im Hintergrund sein darf ( z.B. wenn man während einer Navigation eine andere App verwendet)
    – Wenn man auch zu Adressen im Adressbuch navigieren will, muss die App natürlich auch hierauf Zugriff haben – oder man lässt es eben sein.
    – Am Anfang fragt die App – wie andere Apps auch – ab, ob man den Newsletter abonnieren will – will man das nicht, stellt man den Schalter auf aus.

    Was hat das mit „Glauben“ zu tun?

    Allerdings glaube ich, dass einige hier nicht lesen können – oder das Wort „DATENKRAKE“ zu einer sofortigen Gehirnlähmung führt…

    P.S.: „Kack-Programm“ schreibt man „Kack-Programm“ oder „Kackprogramm“ und nie! nie! nie! mit einem Leerzeichen; zumindest ist das im Deutschen so…

  5. Trauere natürlich dem genialen NAVIGON hinterher. Für mich als Erdgasfahrer die einzig brauchbare App.
    Jetzt versuche ich mein Glück mit Sygic.
    Sehr tolle App, theoretisch auch mit Erdgas Unterstützung. Praktisch aber (noch) noch nicht wirklich fähig, CNG Tankstellen auf der Strecke aufzulisten.
    Aber sehr tolle Einstellmöglichkeiten.
    Demnächst auch mit Apple CarPlay Unterstützung.
    zum testen kostenlos.
    Zum Datensammeln kann ich jetzt nix sagen.
    Muss man aber nicht alles in iOS freigeben.

    1. Moin!

      Ich habe Sygic im Urlaub auf Fehmarn ausprobiert. Das war die reinste Katastrophe. Man wurde nur über Feldwege geleitet und dazu noch über welche bei denen die Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art verboten ist.
      Diese App ist nicht zu gebrauchen, wenn dort die einfachsten Dinge nicht beachtet werden.

  6. Ich benutze Kreuz und quer alles da ich einfach nicht meinen persönlichen Favoriten entdecken durfte.
    Apple, Google Maps, Waze, HERE und Scout.
    Einige andere Apps wurden direkt gelöscht.

  7. Ich bin nach wie vor mit TomTom sehr zufrieden. War vor vielen Jahren auch lange Navigon-Fan, aber die Routenführung und vor allem Stauumfahrung konnte schon länger nicht mehr mit TomTom mithalten. Ist nicht kostenlos, hat mir aber schon viel Zeit erspart.

  8. Da ich Apps, welche nach fast einem Jahr noch nicht an das X angepasst sind, prinzipiell liquidiere, habe ich sie direkt nach dem Start wieder gelöscht

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