Pixelmator: Großartige Bildbearbeitungs-Suite fürs iPad im App Store erschienen

Auf der iPad-Keynote wurde erstmals ein Blick auf die neue Bildbearbeitungs-App für das iPad, Pixelmator, geworfen.

Pixelmator iPad 1 Pixelmator iPad 2 Pixelmator iPad 3 Pixelmator iPad 4

Seit heute ist es soweit: Die Entwickler von Pixelmator haben ihre Anwendung im App Store veröffentlicht. Seit heute Nachmittag kann Pixelmator (App Store-Link) zum Preis von 4,49 Euro inklusive einer deutschen Lokalisierung aus dem Store geladen werden. Für die Installation benötigt der User neben 120 MB an freiem Speicherplatz auch zwingend iOS 8.0 oder neuer auf dem zu nutzenden iPad. Für vergleichsweise kleine 26,99 Euro steht weiterhin auch der große Bruder, Pixelmator für den Mac (Mac App Store-Link), im deutschen Mac App Store zum Download bereit.


Wir haben bereits einen ersten Blick auf das neue Pixelmator fürs iPad werfen können und können gleich sagen: Ja, der Download lohnt sich. Und ja, auch für Fotografie-Fans, die bisher von Adobe Photoshop Touch Gebrauch gemacht haben. Pixelmator verfügt über ein meiner Ansicht nach weitaus intuitiveres, klarer strukturierteres Layout, das bereits vollkommen in die deutsche Sprache übersetzt worden und mit einfachen Vorgängen zum Importieren, Erstellen, Bearbeiten und Exportieren ausgestattet ist. Hinsichtlich des Startscreens und der Platzierung der Bedienelemente im Hauptmenü fühlt man sich sogar ein wenig an die Apple-Apps Pages und Keynote erinnert. Meine ersten Eindrücke von Pixelmator habe ich auf einem iPad 4 gesammelt, hier gab es keinerlei Probleme hinsichtlich der Performance.

Pixelmator bietet Farbanpassungen, Effekte und Ebenenfunktionen

Neben einigen kreativen Werkzeugen, darunter Tools zum Zeichnen und Malen mittels einer Vielzahl von Pinseln und Stiften und einer Bluetooth-Unterstützung für drucksensitive Styli, gibt es in Pixelmator die Möglichkeit, die eigenen Bilder signifikant zu verbessern. Die App macht es unter anderem möglich, mehrere Ebenen zu erstellen, Teile eines Bildes für die Bearbeitung zu definieren, automatisch (und erstaunlich gut!) unerwünschte Objekte aus dem Bild zu entfernen, Farbfilter und Bokeh-Effekte anzuwenden, rote Augen zu entfernen, Bilder zuzuschneiden, skalieren und drehen, Lichtlecks zu kreieren und verschiedene Filter miteinander zu kombinieren.

Weiterhin verfügt Pixelmator über ein effektives Farbanpassungs-Werkzeug, in dem sich nicht nur bereits acht Presets für eine schnelle Bearbeitung finden, sondern auch einzeln über Schieberegler bestimmte Werte abgestimmt werden können. Neben einem Farbpegel und einer Verlaufskurve finden sich auch Möglichkeiten zum Weißabgleich mit Temperatur und Färbung, zur Farbbalance, Helligkeit, Kontrast und Sättigung.

Retuschieren leicht gemacht

Besonders eindrucksvoll ist neben der Ebenenfunktion, die mit verschiedenen Füllmodi, Ebenenstilen und Templates daher kommt, auch der im Hauptmenü unter „Retuschieren“ zu findende Bereich, der es dem Nutzer einfach macht, das Bild auf schnelle Art und Weise zu verbessern. Unerwünschte Elemente können entfernt werden, Bereiche aufgehellt oder verdunkelt werden, der Fokus geschärft oder abgeschwächt werden, rote Augen entfernt, und die Farbintensität verstärkt oder verringert werden – sogar das aus Photoshop bekannte „Wischfinger“-Werkzeug ist in dieser Kategorie vorhanden.

Pixelmator iPad 5 Pixelmator iPad 6 Pixelmator iPad 7 Pixelmator iPad 8

Wer noch kreativer sein möchte, findet in Pixelmator eine Option, eigene Texte, Formen und ganze Layouts für Collagen oder Grußkarten zu nutzen. In einer eigenen Galerieansicht werden dann importierte und bereits bearbeitete Fotos und Bilder gesammelt: Als Importfunktion steht die Bereitstellung einer weißen Leinwand, ein Import von Dateien aus dem neuen iCloud Drive, aus der Fotobibliothek oder direkt über die Kamera des iPads bereit.

Will man eines der fertigen Werke exportieren, stehen verschiedene Formate bereit, darunter die Photoshop-Datei psd mit beibehaltenen Ebenen, das eigene Pixelmator-Format, png und jpg. Natürlich lassen sich die Bilder auch in der Cloud oder in den Aufnahmen sichern, als auch in einer anderen App als psd, png oder jpg zur weiteren Bearbeitung öffnen. Zusammengefasst überzeugt Pixelmator dank seines übersichtlichen Layouts, vielen Funktionen und einem einfachen Im- und Export schon nach kurzer Zeit – in meinem Fall hat die App schon jetzt dafür gesorgt, dass Photoshop Touch vom iPad verschwindet und Pixelmator sie dauerhaft ersetzen wird.

Anzeige

Kommentare 40 Antworten

      1. Klar, es wird einem alles wunderbar angezeigt. Nur wenn man auf Kaufen klickt, dann kommt nach dem Eingeben des Passworts die Meldung, dass es nicht mehr erhältlich ist.

  1. Die App ist bestimmt super; Pixelmator habe ich schon immer auf dem Mac genutzt. Nur warum zum Teufel will diese App nicht auf mein iPad (iPad Air mit ios 8.1 und 12,7 GB freiem Speicherplatz)? Im Internet schreiben auch viele Leute, dass Pixelmator sich nicht kaufen lässt. Es wird auch mir immer angezeigt, dass die App nicht mehr erhältlich ist. Was ist das los?

  2. Bei mir kommt immer die Meldung „Der Artikel den sie kaufen möchten ist nicht mehr erhältlich“. Ich habe iOS8 auf dem iPad installiert.

  3. Lol….iOS 8 eben. Seit dieser Mist draußen ist, läuft doch nix mehr vernünftig. Möchte mal wissen, ob die bei Apple zu viel gefeiert haben. Wenn das so weiter geht, wechsle ich zu Android….grins…ne natürlich nicht.

    1. Hä? Bei mir läuft ios 8 wie geschmiert; sogar besser als ios 7. Safari ist mir auf ios 7 ständig abgestürzt. Seit ios 8 ist das nicht mehr passiert.

  4. hallo zusammen,

    ich wollt mir für mein neues heute eingetroffenes ipad den Photoshop touch kaufen. aufm macbook hab ich photoshop elements.
    nachdem ich pixelmator bei der keynote gesehen hab, mit dem einfachen Sachen entfernen usw (wie es PSE auch kann) interessier ich mich für die app schon.
    nun meine frage, wie siehts mit so „intelligentem retuschieren“ beim PS Touch aus? wie sind eure erfahrungen so?

    1. Hallo Michael!
      Glückwunsch zum neuen iDevice! Um Deine Frage zu beantworten: Das geht nur vernünftig mit Photoshop Mix. PS Touch ist eine App, die vermitteln soll zwischen iDevice, Creative Cloud und Photoshop CC. Erste Ideen mit PS Touch und Vervollständigung mit dem großen Bruder ist das Métier dieser App. Retusche habe ich damit noch nie gemacht.
      Was Pixelmator betrifft: Geht schon den ganzen Tag nicht downzuloaden, weder auf dem iPad noch in iTunes. War ähnlich nervig mit dem neuen OmniFocus 2 fürs iPad.

      1. hallo monkeyme,
        danke für diene Antwort. es ist ja nicht mein erstes idevice. ich hab schon viel zu viel hier rumliegen 😀
        ist ps touch aufm ipad in Verbindung mit PSelements aufm mac überhaupt sinnvoll oder kann pse dann einfach viel zu wenig dafür dass ps touch sinnvoll wäre?

        1. Lieber Michael,
          trotz der vielen iDevices, man freut sich immer über ein neues Spielzeug 😉 Das Problem ist hier die Kompatibilität: PSE (Photoshop Elements) wird nicht von der Creative Cloud unterstützt, d. h. die Daten im Format .psdx, welche von PS-Touch erzeugt werden können selbst in PS CC nur mit einem Plug-in für die mobile App gelesen und geladen werden, PSE unterstützt weder das eine noch das andere. Um die Gemeinde hier nicht zu langweilen bzw. den Vorwurf zu bekommen, wir kämen vom Thema Pixelmator ab, beantworte ich Dir gerne alle Fragen in diesem Zusammenhang. Entweder Du fragst die Jungs von appgefahren nach meiner Mail-Adresse oder guckst auf meiner Website nach: awalterphotography.com Du findest den Mailto auf der Seite „Disclaimer“ ganz am Ende. Happy retouching! 🙂

  5. Wer Bilder auf dem iPad bearbeiten will braucht leider eher eins mit mehr als 16gb Speicher. Diese Version wird aber wohl die verbreitetste sein. Ich habe kaum apps drauf und trotzdem kaum Platz. Macht ihr die Bilder, die ihr bearbeitet auch mit dem iPad?

    1. Mein iPad – gut, ich habe auch die 64 GB-Variante – dient bei mir quasi nur als Zwischenspeicher. Die neuesten Bilder sind dort gespeichert (aber in 95% der Fälle nicht mit dem iPad geknipst) und werden, sofern nötig und gewollt, bearbeitet.

      Danach wandern sie direkt auf meine Synology DiskStation, ein privater Cloud-Server. Von dort habe ich, sollte ich ein Foto später nochmals verwenden wollen, immer Zugriff und kann die Bilddatei wieder zurück aufs iPad schubsen. 🙂

      1. Das klingt machbarer. Gibt’s von Sybilles ne App mit der du überall Zugriff hast darauf? Werden sie dann in der Cloud oder Lokal bearbeitet?

        1. Falls du nicht Sybille, sondern Synology meinst ;-), ja, da gibt es entsprechende Apps für Zugriff aus dem eigenen WLAN und auch von unterwegs. „DS File“ nennt sich die App, es gibt auch noch spezielle für Musik, Fotos und Videos.

          Bearbeitet werden die Bilder dann lokal, gespeichert sind sie nach dem Transfer per DS File in der privaten Cloud. Sehr empfehlenswertes System.

  6. Leider kann ich keinen Hinweis darauf finden, ob alle Effekte auch in Echtzeit realisiert werden.
    Wenn ja würde ich evtl. auf IOS 8.1 updaten, aber bevor das nicht wirklich rundläuft, lasse ich die Finger davon.
    Ich warte mal die ersten Bewertungen der app ab.
    Adobe lehne ich kategorisch ab, weil Abo-Modell.
    Welche anderen Alternativen könnt Ihr noch empfehlen?
    Habe das meiste bislang mit Snapseed erledigt.
    Dort fehlen viele Dinge und es wurde nie vernünftig upgedated, aber vom Bedienungskomfort imho noch immer noch ungeschlagen.

  7. Wo finde ich denn das Werkzeug, um Objektive zu entfernen (Keynote) in der Retuschierauwahl? Ich finde nur Aufhellen, Verdunkeln etc.l

    1. Im Hauptmenü zum Retuschieren einfach oben links auf das Pflaster-Symbol „Reparieren“ gehen. Dann das entsprechende Objekt 😉 per Fingerwisch markieren und bestätigen. Pixelmator entfernt es dann automatisch – bei kleinen Fehlerchen wie Vögel am Himmel, Hautunreinheiten bei einem Porträtbild o.ä. klappt das hervorragend.

  8. Danke Mel für die Info, aber bei mir (iPad 3) finde ich das Symbol nicht, welches bei der Keynote oben links zu sehen war. Hier kann ich dir ja kein Screenshot schicken, aber tatsächlich fehlt das Pflaster bei mir in der Auflistung – ich hab die App bereits erneut installiert, aber nix. Oder besteht die Möglichkeit erst ab iPad 4/Air…?

  9. Da schau her! Besten Dank für die Auskunft iFly! Dann muss in wenigen Stunden (UPS steckt hoffentlich nicht im Stau) das Air 2 beweisen, dass das Pflaster auch bei mir zum Einsatz kommen kann.

    1. Glückwunsch zum neuen iPad! Mein Air muss erst mal noch ein paar Jährchen aushalten, bis die ersten Sachen nicht mehr funktionieren. Und viel Spaß mit Pixelmator für das iPad! Echt klasse, was die Entwickler da auf die Beine gestellt haben.

  10. Die app gefällt mir. Doch die maximale Auflösung beim Export ist zu gering.
    Bitte die bearbeiteten Fotos in Originalauflösung wenigstens bis 24 MP abspeichern lassen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 appgefahren.de