RealityScan: Epic Games entwickelt neue 3D-Scan-App für Smartphones

Ergebnisse lassen noch zu wünschen übrig

Epic Games ist vor allem für die Entwicklung und das Publishing von Spielen bekannt. Nun hat man aber mit RealityScan auch eine kostenlose Anwendung kreiert, die Smartphone-Fotos in originalgetreue 3D-Modelle verwandeln will. Die App wurde in Zusammenarbeit mit Capturing Reality („RealityCapture“) und Quixel („Megascans“) entwickelt und baut auf deren Technologien auf, um den Zugang zu anspruchsvollerer Photogrammetrie zu erweitern.

„Die RealityScan-App, die jetzt in einer begrenzten Beta-Version verfügbar ist, bringt das, was die Nutzer an RealityCapture schätzen – schnelles und einfaches 3D-Scannen – direkt in deine Hand. Die Erfassung von realen Objekten für digitale Erlebnisse war bisher kompliziert, technisch aufwendig und arbeitsintensiv – jetzt ist es so einfach wie das Entsperren deines Smartphones.“

So berichtet Epic Games in einer Mitteilung auf der eigenen Website. RealityScan soll es jeder Person ermöglichen, detaillierte digitale Modelle von realen Objekten in ihre virtuellen Projekte zu bringen.


„RealityScan führt die User mit interaktivem Feedback, AR-Anleitung und Datenqualitätsprüfungen durch den Scanvorgang. Sobald der Scanvorgang abgeschlossen ist, erstellt RealityScan dank seiner blitzschnellen Photogrammetrie-Software fast augenblicklich ein realistisches Modell. Von dort aus können User ihre fertigen Assets nahtlos auf Sketchfab hochladen, der ultimativen Plattform für die Veröffentlichung, den Austausch und den Verkauf von 3D-, VR- und AR-Inhalten.“

RealityScan steht bisher in einer limitierten Betaversion zur Verfügung, bei der Epic Games auf First-Come-First-Serve-Basis 10.000 Usern die App zum Testen bereitstellt. Unter iOS und TestFlight ist die Beta bereits voll, so dass keine neuen User mehr zugelassen werden können. Das Team von The Verge hatte aber bereits die Möglichkeit, RealityScan selbst ausprobieren zu können – und war von den eigenen Ergebnissen leider alles andere als begeistert. Zwei Scans eines Schreibtischstuhls zeigten einen bemitleidenswert aussehenden, zerrupften Stuhl mit einem Loch in der Mitte, und das 3D-Modell einer Wasserflasche war, nun ja, nicht besonders wasserdicht. The Verge vermutet, dass die schlechten Ergebnisse möglicherweise an den nicht so guten Kameras des verwendeten iPhone 12 mini oder einem schlecht ausgeleuchteten Raum gelegen haben könnten.

Generell ist eine solche App ein vielversprechendes Projekt, das vielen Kreativen im Alltag schnellen Zugang zu eigenen 3D-Modellen bieten könnte. Noch im Frühjahr soll eine Early-Access-Version von RealityScan für iOS erscheinen, für Android-Geräte soll diese zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr veröffentlicht werden. Abschließend könnt ihr euch noch das Video von Epic Games zu RealityScan ansehen.

Fotos: Epic Games/The Verge.

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Kommentare 2 Antworten

  1. Ja, ne, isss klar. Ergebnisse wie den unten zerballerten Bürostuhl sind bekannt und „Reality“. Der Sessel im Video zeigt was die Macher gerne hätten … aber irgendwie nicht hinbekommen. Poser-Video, mehr nicht.

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