Reduziert & ausprobiert: Der ABBYY TextGrabber

Am Computer ist ABBYY ein echter Spezialist für Texterkennung. Wie sieht es auf dem iPhone aus?

Über „Scanner-Apps“ mit denen man Dokumente abfotografieren, besser beleuchten, zuschneiden und begradigen kann, haben wir euch schon zu genüge vorgestellt. TextGrabber + Translator (App Store-Link) von ABBY geht etwas weiter – hier können Dokumente und Artikel in reinen Text umgewandelt werden.


Derzeit ist das 26,9 MB große Programm von 7,99 Euro auf 79 Cent reduziert – übrigens keine Seltenheit. Daher haben wir uns das Angebot ganz genau angesehen und wollten herausfinden, ob sich die Investition lohnt.

Grundsätzlich können wir die Installation des Textgrabbers nur auf iPhone 4 und iPhone 4S empfehlen. Bei älteren Geräten ist die Qualität der Kamera gerade bei schwächeren Lichtverhältnissen nicht ausreichend.

In unserem Kurztest mit Magazin-Artikeln wurden kleine Texte mit ein oder zwei Spalten über eine halbe Seite sehr gut erkannt. Kleinere Schwierigkeiten gab es hier nur bei längeren Zahlen mit vielen Nullen. Völlig inakzeptabel waren die Ergebnisse beim „Scannen“ von ganzen Seiten mit mehreren Spalten und kleiner Zeichengröße.

Praktisch ist die Tatsache, dass man die erkannten Texte gleich in 40 Sprachen erkennen und gleich übersetzen kann. Dafür ist, im Gegensatz zur Erkennung, aber natürlich eine Internetverbindung notwendig. Hier greift man vermutlich auf den Google Translator zurück. Außerdem kann man die erkannten Texte speichern, teilen und weiterleiten. Eine Erstellung von zusammenhängenden Dokumenten ist leider nicht möglich.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Ich werde es mir wahrscheinlich kaufen, ausprobieren, bleibe aber skeptisch. Meine Erfahrung nach braucht Texterkennung viel „Betreuung“ bevor es anfängt gute Ergebnisse zu liefern. Und heutzutage ist eine explizite Texterkennung häufig nicht nötig.

    z.B. Ich nutze seit kurzem Genius Scan und bin sehr zufrieden (danke Appgefahren für den Tipp). Artikel sind schnell und akkurat freigestellt, die übertrage ich dann in Evernote, wo sie für die Suche indiziert werden. Funktioniert einwandfrei. Es handelt es sich um Referenz die ich nicht weiter bearbeiten werde, muss oder vor allem will. Und bevor eine anfängt mit „nurgghhh isch wull nuscht duss Evernote meine Scans durchsucht und erkennt“ (da gibts ja immer einer) dann sage ich nur, sei doch realistisch: Rezepte, nen Artikel über Fussball oder adere Lieblingsthema, eine CD Review, etc… ist es wirklich so schlimm wenn Evernote weißt das sie dich interessieren?! Das weißt sowieso schon längst Google 😉

    1. … oder Apple mit iOS und vielleicht auch der Mac, wenn man Safari verwendet und das Benutzerkonto mit Apple ID verbunden hat. 😉

    2. Ich danke auch an Appgefahren! 😀

      Ich habe soeben gesehen, dass ich ja schon Genius Scan+ habe (leider noch kaum ausprobiert, aber schon „gesichert“ 😉 ).

  2. Eben gekauft, schnell ausprobiert, sehr gefreut.
    Ich erzielte sehr gute Ergebnisse, ohne dass ich nach dem Download der App irgendetwas einstellen oder konfigurieren mußte.
    Great!
    Schöne Grüße aus Bremen
    Mirko

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