Smart Battery Case fürs iPhone 6 im Kurztest: Der Buckelfips aus Cupertino

Gestern hat es Apple offiziell präsentiert, heute haben wir es bereits bei uns im Büro ausprobiert: Das Smart Battery Case für das iPhone 6 und iPhone 6s.
iPhone 6 Smart Battery Case

Über die Akkulaufzeit des iPhones (und auch anderer Smartphones) kann man definitiv diskutieren. Ich persönlich komme dank des Bürojobs absolut problemlos über den Tag, ich hätte aber auch nichts gegen ein etwas dickeres Gehäuse mit einem größeren Akku. Gerade bei intensiver Nutzung kann man beim iPhone ja regelrecht zuschauen, wie die die Batterie leer gesaugt wird. Mit einem iPhone-Akku, der zwei oder gar drei Tage hält, hätte sich Apple jedenfalls das neue Smart Battery Case sparen können.

Bevor ich komplett in Kritik verfalle, möchte ich zunächst aber ein paar lobende Worte über das neueste Zubehör-Produkt für das iPhone 6 und iPhone 6s verlieren. In Sachen Verpackung und Verarbeitung macht Apple jedenfalls so schnell niemand etwas vor. Das Smart Battery Case ist perfekt auf das iPhone zugeschnitten und innen samtweich ausgekleidet. Alle Anschlüsse und Knöpfe bleiben erreichbar, auch für Mikrofon und Lautsprecher gibt es entsprechende Aussparungen.

Akkustand des Smart Battery Case wird in iOS 9 angezeigt

Smart Battery Case iOS 9

Richtig fortschrittlich wird es, sobald man das iPhone in das Smart Battery Case eingelegt hat. Statt den aktuellen Akkustand wie von anderen Herstellern üblich über kleine Leuchtdioden am Gehäuse anzuzeigen, werden die Daten des Smart Battery Case in iOS 9 angezeigt. Sowohl auf dem Lockscreen als auch im Batterie-Widget wird der aktuelle Ladestand der Akkuhülle angezeigt. Lädt man das Smart Battery Case ohne iPhone auf, zeigt eine kleine LED im Innenraum die Ladeaktivität an.

Eine weitere Kleinigkeit, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffällt: Das Smart Battery Case wird mit einem Lightning-Kabel aufgeladen. So spart man sich das sonst übliche Micro-USB-Kabel, mit dem man Akkuhüllen anderer Hersteller auflädt. Selbstverständlich kann das iPhone samt Smart Battery Case auch zur Synchronisation und nicht nur zum Aufladen mit dem Computer verbunden werden.

Bis hier hin klingt die ganze Sache wirklich klasse. Und ich würde selbst über die Tatsache hinwegsehen, dass die Außenhaut aus Silikon Staub und Flusen nahezu magisch anzieht – das kennt man ja schon von den normalen Silikon-Hüllen ohne Akku.

Das Produktdesign ist…

Was sich Apple allerdings in Sachen Produktdesign gedacht hat, kann auch ich absolut nicht nachvollziehen. Das sonst so runde und geschmeidige Design der Apple-Produkte wird durch einen mehr als hässlichen Buckel auf der Rückseite des Smart Battery Case komplett zerstört. Zum ersten Mal seit den lustigen Erzählungen von Michael Mittermeier habe ich wieder an einen Buckelfips gedacht. Allerdings ist dieser Gedanke in diesem Fall alles andere als lustig, sondern viel mehr erschreckend.

Mir kann niemand erzählen, dass Chef-Designer Jony Ive dieses Produkt wirklich abgesegnet hat. Und Sprüche wie „da dreht sich Steve Jobs ja im Grab um“ kann ich in diesem Fall absolut nachvollziehen. Ich mag Apple sehr, aber was sie sich bei diesem Design gedacht haben, kann ich nicht verstehen. Ebenfalls etwas unverständlich: Es gibt keinen An/-Aus-Schalter. Liegt das iPhone im Case wird es automatisch geladen. Eine Option den Ladevorgang zwischenzeitlich zu unterbinden gibt es nicht.

Neben einem abschließenden Video, das noch einmal alle wichtigen Details des Smart Battery Case zeigt, gibt es noch einmal ein paar Fakten: Das Smart Battery Case kostet 119 Euro, ist in zwei Farben erhältlich und verfügt über einen Akku mit knapp 1900 mAh. Die Kapazität reicht laut Apple aus, um die Gesprächsdauer auf 25 Stunden und die Videowiedergabe auf 20 Stunden zu erhöhen.

Kommentare 42 Antworten

    1. Wahrscheinlich wird der Akku den aktuellen Leistungsverlust des iPhone-Akku permanent ausgleichen. Durch einen Schalter aber erst, wenn der Nutzer es möchte oder braucht.

  1. Ebenfalls etwas unverständlich: Es gibt keinen An/-Aus-Schalter. Liegt das iPhone im Case wird es automatisch geladen. Eine Option den Ladevorgang zwischenzeitlich zu unterbinden gibt es nicht.

    Das Case ausschalten zu können macht mehr Sinn? Weshalb sollte das Case das iPhone bei Bedarf nicht automatisch laden? Die Aussage finde ich „unverständlich“ 🙂 es nur als Case zu verwenden ist auch appgefahren ?

  2. Ich verstehe den Buckel. Wenn alles so dick wäre, würde der Kamerablitz an den Rändern Reflektiert werden und ein Flimmer aus Bild Zaubern. Das! Würde Ivy nie durchgehen lassen!

  3. Ich verstehe die Kritik nicht. Hätte Apple den Akku über die volle Rückseite ausgedehnt, wäre die Haptik im Eimer. Mit dem Bucke fühlt sich das iPhone super an und es liegt sogar noch besser in der Hand als ohne Zusatz-Akku.

    Erstmal nachdenken, dann meckern über Design. Design ist nämlich nciht nur die Optik, meine Damen und Herren…

    1. Sag das bitte Apple.
      Es würde sich noch besser in der Hand fühlen, wenns 1nen Millimeter dicker wäre. Dann stünde auch die Kameraline nicht mehr hervor. Und es würde kein auch keinen Zusatzakku benötigen.
      Wetten das nächste iPhone wird noch dünner?

    1. Ne, bei Apple zahlst nicht für das Design, du zahlst für den fehlenden Wettbewerb. Apple entscheidet selbst, welche Anbieter Zusatzgeräte, Kabel und was weiß ich entwickeln dürfen und auch wirklich mit ihrem iPhone sicher funktionieren. So kann der Preis künstlich hoch gehalten werden. Eigentlich könnte man sagen, die nutzen ihre Monopolstellung aus. Nur Apple produziert das iPhone, durch das geschlossene System melken sie ihre Kunden aber noch weiter.

  4. Off Topic: Hier werden ja so viele Minuspunkte vergeben, da traut man sich ja gar nicht mehr zu kommentieren. Fast jeder Kommentar hat einen. Als ob hier eine sehr unfreundliche Stimmung herrschen würde. Sind die Minuspunkte vielleicht alle nur von einer Person?

      1. Ich weiß es wurde schon tausendmal diskutiert. Aber ich vermisse es. Nicht das Minus, das war Schwachsinn. Aber das Plus. Schreibt jemand was gutes will ich mitteilen, dass ich selber Meinung bin. Dann drücke ich da drauf, wie auf Facebook. Dann muss nicht jeder sagen: bin der selben Meinung, sondern ein Klick genügt. So ein system machen auch Diskussion deutlich übersichtlicher.

        1. Ach und noch was:
          Ich mag es auch nicht mich auf jeder News Seite extra anzumelden. Ich habe disqus kennen und lieben gelernt. Das wird von so vielen Seiten als optionale Anmeldeform genutzt. Ich habe einen nutzernamen, ein Profil und sehe so immer, wer mir auf Seite y geantwortet hat… Das fehlt mir hier.

  5. Design Krüppel…
    Du hast gesagt: „…ich weiß nicht…“
    Ich sage: „…ich weiß schon… Nie im Leben!!!“ Und dann noch so ein unverschämter Preis! Bestell mir jetzt ein Anker…!

  6. Ich verstehe nicht, warum Apple nicht gleich ein dickeres iPhone mit einem potenteren Akku anbietet. Es gibt doch bestimmt genug Menschen, die das total gern hätten. Und daneben noch das dünnste Modell für den Rest der User, statt dieser „Umstandsbekleidung“.

    1. Kannst du sonst einen popeligen 5€ Akku aus dem Standard Regal nehmen, bissl Silikon und etwas Minimalst-Lade-Technik vom Chinamann nebenan dran flanschen und den für 119€ verkaufen? Siehste… ?

  7. An Herrn Jony Ive vorbei sind in letzter Zeit offenbar noch andere Sachen geschleust worden, wie z.B. die neue MagicMouse, die man von unten auflädt.
    Der arme Kerl kann nichts dafür, aber AppleTV 4 ohne 4K-Unterstützung auf den Markt zu bringen, während das iPhone 6S diese Auflösung beim Filmen unterstützt ist auch der glorreichen Ideen, die sich Apple in letzter Zeit hat einfallen lassen, gemeint sei hier auch die iPad-Pro-Tastatur ohne deutsches Layout.

  8. Wisst ihr warum der „Buckel“ vorhanden ist?
    Es könnte sein, dass der empfang weniger gestört wird… Hatte auch schon alkupacks oder alubumpers, die den empfang erheblich beeinträchtigten

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