Tennis World Tour: Neues touch-basiertes Tennisspiel leidet unter unpräziser Steuerung

Erst kürzlich musste sich Novak Djokovic im Finale der French Open seinem Herausforderer Stan Wawrinka geschlagen geben. Mit Tennis World Tour könnt ihr dem „Djoker“ wieder zu Siegen verhelfen.

Tennis World Tour 1 Tennis World Tour 2 Tennis World Tour 3 Tennis World Tour 4

Tennis World Tour (App Store-Link) steht seit heute zum Preis von 4,99 Euro im deutschen App Store zum Download bereit und erfordert zur Installation auf iPhone oder iPad neben 203 MB an freiem Speicherplatz auch mindestens iOS 8.1 oder neuer. Eine deutsche Lokalisierung ist bisher noch nicht gegeben, dafür wurde aber eine Anpassung an das iPhone 6-Display vorgenommen.

Im App Store gibt es nur wenig bis gar keine guten Tennisspiele – viele bieten eine schlechte Grafik und verfügen darüber hinaus über zu wenig Inhalt oder eine komplizierte, ungenaue Steuerung. Beim nun erschienenen Tennis World Tour wird der Tennisfan hellhörig: Ganze 50 Weltranglisten-Spieler – leider nur in männlicher Form – können ausgewählt und in Matches in den großen Tennisarenen dieser Welt eingesetzt werden. So gibt es neben den Cracks Rafa Nadal, Roger Federer und Novak Djokovic auch Andy Murray, Jo-Wilfried Tsonga und David Ferrer – und mit Thomas Haas und Philipp Kohlschreiber sind auch zwei deutsche Spieler dabei.

Das primäre Ziel von Tennis World Tour ist es, in den ATP-Turnieren, darunter die Klassiker in Wimbledon, Roland Garros und die Australien und US Open, durch Siege die Spitze der Weltrangliste zu erreichen. Für das Erreichen einer Runde gibt es eine bestimmte Anzahl an Punkten, die dem Spieler angerechnet werden: Bei den Australian Open sind dies beispielsweise für den Finalisten 1.200 Punkte, für den Halbfinalisten 720 Punkte.

Die Matches selbst werden zufällig ausgelost und können in drei Schwierigkeitsgraden, die sich im Hauptmenü auswählen lassen, absolviert werden. Wie in der Überschrift bereits erwähnt, wird Tennis World Tour ausschließlich über Touch-Gesten gespielt – und hier liegt das große Manko dieses ansonsten grafisch ansehnlichen Tennis-Games. Während es durch einfache Fingertipps noch einigermaßen simpel ist, einen Aufschlag in die gegnerische Hälfte zu bekommen, hat man das Gefühl, der Tennisspieler verselbständigt sich bei den Returns.

Touch-Steuerung in Tennis World Tour führt schnell zu Frust

Offiziell soll ein Wisch nach oben einen Topspin, ein Wisch nach unten einen Rückhand-Spin und ein Gedrückthalten einen Lob bewirken. In der Realität sieht dies allerdings oft anders aus: Die Bälle kommen unpräzise, werden einfach in die Mitte geschlagen und fliegen in hohem Bogen über den Platz, so dass der Gegner selbst im „Easy“-Modus in den meisten Fällen leichtes Spiel hat. Selbst bei wirklich exakt ausgeführten Schlägen mit geraden Wischgesten nach oben hat man das Gefühl, keinerlei Kontrolle über Härte und Richtung des geschlagenen Balles zu haben. Ich habe daher mit seeehr viel Glück selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad ein paar Gnadenpunkte erlangen, aber kein wirkliches Schlagmuster erkennen können.

Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass der Spieler auch selbst laufen muss. Zwar gibt es in den Einstellungen die Möglichkeit, den Tennisspieler automatisch auf dem Platz laufen zu lassen, aber dann ist selbiger so träge und unbeweglich, als hätte man seine Schuhsohlen mit Sekundenkleber auf dem Court festgeklebt. Beim selbständigen Bewegen wirkt die App anscheinend oft überfordert mit den vielen Fingertipps und Wischgesten auf dem Screen – vom Gamer vor dem Bildschirm einmal ganz abgesehen.

Aufgrund dieser Tatsachen können wir aktuell keine Empfehlung für Tennis World Tour ausgeben. Neben den sehr unpräzisen Touchgesten, die schnell zu Frust beim Gamer führen, gibt es nämlich auch ein weiteres „Feature“, das insbesondere Ungeduldige schnell zur Weißglut treiben wird: Zwischen jedem Ballwechsel wird eine grafische Animation in Form eines langsamen Schwenks durch das Stadion, die im Anschluss langsam ausgeblendet wird, angezeigt. Warum man sich für ein solch störendes Element, das keinerlei Mehrwert bietet und den Spieler nur beim Absolvieren seiner Matches stört, entschieden hat, ist fraglich. Somit müssen Tennis-Fans auch weiterhin auf eine wirklich gute Simulation in diesem Genre warten.

Kommentare 3 Antworten

  1. Spiele Tennis Elbow 2013 ein sehr gutes Spiel mit 1000 Spielern in der Weltrangliste mit allen challanger Turnieren Atp oder Grand Slam es gibt ein Kariere modus wo du 1000 in der Weltrangliste anfängst in kleinen Turnieren wo du erst durch Qualifikation reinkommst wirklich realistisch und es macht enorm Spass

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de