Tigerbox Touch: Das sind meine ersten Eindrücke

Alternative zur beliebten Toniebox?

Bereits im vergangenen Jahr haben wir das Thema kurz angeschnitten, nun habe ich endlich einen eigenen ersten Blick auf die Tigerbox Touch werfen können. Es handelt sich um einen kompakten Lautsprecher, der speziell für Kinder entwickelt wurde. Diese können den Speaker ohne Smartphone oder Tablet ganz einfach selbst über ein Touch-Display steuern.

Ein Lautsprecher für Kinder? Da denkt man unweigerlich an die Toniebox, die auch im Kinderzimmer meines zweijährigen Sohns immer wieder im Einsatz ist. Als direkte Konkurrenz sehe ich die Tigerbox Touch allerdings nicht – sondern viel mehr als nachfolgendes Produkt für die älter werdenden Kinder.


Warum? Das ist schnell erklärt. Die Toniebox wird durch Aufsetzen von kleinen Figuren bedient, das bekommen selbst die Allerkleinsten hin. Zwar bietet die Tigerbox Touch durch das Einschieben von Hörspielkarten eine vergleichsweise ähnliche Möglichkeit, im Mittelpunkt steht aber ganz klar das Display. Damit dürften Kinder im Alter ab schätzungsweise vier Jahren vermutlich mehr Möglichkeiten und mehr Spaß haben.

In euren Kommentaren habe ich immer wieder gelesen, dass viele Eltern ihren Kindern einfach ein (ausrangiertes) Smartphone und einen Bluetooth-Lautsprecher zur Verfügung stellen, um dann über Apple Music oder Spotify Hörbücher und Musik zu hören. Das ist sicherlich eine kostengünstige Alternative, meine Sache wäre das aber nicht.

Tigerbox Touch punktet optisch – bis auf ein Detail

Aber kommen wir nun zur Tigerbox Touch. Das Design mit der integrierten Holzplatte an der Oberseite und dem Nachtlicht an der Unterseite gefällt mir richtig gut. Der Kantenschutz wirkt meiner Meinung nach eher billig, kann zum Glück aber abgenommen werden. Ganz so robust wie die Toniebox dürfte die Tigerbox nicht sein, ältere Kinder dürften mit ihr aber wohl auch sorgsamer umgehen.

Geladen wird die Tigerbox Touch per USB-C, was ich sehr praktisch finde, allerdings hat es mit leistungsfähigen USB-C-Netzteilen nicht geklappt. Mit einem einfachen USB-A auf USB-C-Kabel konnte die Tigerbox Touch dann aber auch am Computer geladen werden, alternativ liegt natürlich auch ein Netzteil samt Kabel im Lieferumfang bei. Die Erstinstallation erfordert eine Verbindung mit der App des Herstellers und ist keine große Hürde. In der App kann auch festgelegt werden, auf welche Inhalte des Kind über das Display des Lautsprechers zugreifen kann, was ich sehr toll finde. Hier habe ich allerdings einen Verbesserungsvorschlag: Die Auswahl aus fast 190 „Kinderhelden“ benötigt dringend eine bessere Übersicht mit integrierter Suche.

Die Bedienung an der Tigerbox Touch muss ich tatsächlich noch mal mit einem Kind im passenden Alter ausprobieren, auf den ersten Blick wirkt aber alles ordentlich gelöst. Auch auf die Download-Funktion zur Offline-Nutzung kann man recht einfach zugreifen. Die Lautsprecher klingen absolut in Ordnung und es kann auch ein Kopfhörer angeschlossen werden.

Aber wie kommen die Inhalte auf die Tigerbox Touch? Neben Karten mit einzelnen Hörspielen bietet sich hier vor allem der Premium-Zugang an, quasi ein Audio-Streamingdienst mit Hörspielen und Hörbüchern, Musik und Kinder-Podcasts. Aktuell zahlt man hier für 12 Monate 64,99 Euro, das sind etwas mehr als 5 Euro im Monat. Im Gegenzug erhält man Zugriff auf über 7.000 Audio-Titel, die man mit der Tigerbox Touch oder auch mit der Tigertones-App nutzen kann. Dank einer Kooperation mit Sony soll der Katalog bald noch weiter anwachsen.

So fällt mein erster Eindruck der Tigerbox Touch positiv aus – zumindest aus meiner Sicht als Elternteil. Die nächsten Wochen werde ich dazu nutzen, den Lautsprecher auch mal an einem echten Versuchskandidaten auszuprobieren, um mich dann noch einmal mit weiteren Erkenntnissen bei euch zu melden. Spezielle Fragen in den Kommentaren beantworte ich jetzt natürlich auch schon gerne.

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Kommentare 10 Antworten

  1. Diese Geschichte hat übrigens auch nichts mit Apple zu tun und wurde doch niedergeschrieben. Ähnlich den Artikeln, die ein- bis zweimal mtl. über die Ninrendi Switch kommen sollen/werden (do you remember?)

    Finde ich gut, wenn es nicht übertrieben wird. 👍

    1. Für das Alter ist die Toniebox genau richtig. Denke mal bis 4? Vielleicht auch bis 6. Aber irgendwann dazwischen wird die Tigerbox sicherlich spannender.

  2. Ist da jetzt nicht auch Sony Music mit eingestiegen? Ich meine soetwas mitbekommen zu haben… dürften bald also noch ein paar mehr Titel werden.

  3. Wir hatten die Box für unsere 3 jährige Tochter gekauft und inzwischen durch die Toniebox ersetzt. Unser kurzes Fazit:
    – Verarbeitung + Hardware: wirkt eher billig, bei uns schien auch der Akku defekt, jedenfalls war er immer leer. Die Karten einzuschieben hinten mag bei älteren Kindern dann klappen, ansonsten sehe ich die „Bruchgefahr“ bzw. häufiges knicken der Karten vorgezeichnet
    – Software: grausam, irgendein altes Android läuft da
    – Menü: nicht kindgerecht, da einfache Funktionen wie die Lautstärke über einen Schieberegler gelöst sind
    – Inhalte: man wird mit einem Podcast des Herstellers zwangsbeglückt. Die Inhalte kann man löschen, werden dann aber wieder automatisch nachgeladen
    – Support: „Geht noch nicht“, „geben wir an die Entwicklung weiter“ und „probieren sie mal ein Reset der Box“ waren die Antworten auf unsere Fragen

    Long Story Short: Ich kann die Box nicht empfehlen. Wenn der Hersteller vor allem bei der Software nachbessert, mag es demnächst mal laufen. Wer von Tonie kommt und seinem Kind den Umgang mit einem Display zutraut, könnte auch ein entsprechend konfiguriertes Tablet überdenken.

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