Tiny Troopers Alliance: „Diese App ermöglicht In-App-Käufe“ – Und wie!

Allianzen schmieden, gegen Gegner aus der ganzen Welt kämpfen – Moment mal, das klingt sehr nach Clash of Clans. Ist es aber nicht, denn hier kommt Tiny Troopers Alliance.

Tiny Troopers Alliance 1 Tiny Troopers Alliance 2 Tiny Troopers Alliance 4 Tiny Troopers Alliance 3

Nachdem die Independent-Publisher von Chillingo bereits mit Tiny Troopers auf sich aufmerksam gemacht haben, folgt nun der nächste Ableger der Reihe, Tiny Troopers Alliance (App Store-Link). Und ähnlich wie auch im sehr beliebten Strategie- und Aufbauspiel Clash of Clans gilt es auch in diesem Titel, eine Armee zu bilden, Ressourcen einzusammeln, die eigene Festung mit Verteidigungsmechanismen vor gegnerischen Angriffen zu schützen und in Allianzen gegen weltweite Gegner anzutreten.

Leider scheinen derartige Games ein großes finanzielles Potential zu bergen, anders lässt sich die Neuerscheinung von Tiny Troopers Alliance nicht erklären. Immerhin gibt es mit Tiny Troopers und Tiny Troopers 2 – Special Ops schon zwei Vorgänger, die als Geldmaschinerie dienten. In Tiny Troopers Alliance ist es allerdings zum ersten Mal möglich, Allianzen mit anderen Gamern einzugehen, um gemeinsam größere Kämpfe zu führen und dabei siegreich Beute zu ergattern.

Das übliche Schema: Bezahlen oder warten

Bezahlt werden muss der Anschluss an eine Allianz in Tiny Troopers Alliance glücklicherweise nicht – dafür fällt aber so ziemlich alles andere unter die Kategorie „finanzielle Belastung“. Wer seine kleinen Truppen ausbilden will, wartet sich entweder ein Loch in den Bauch – und das schon auf geringer Levelstufe – oder zahlt mit der entsprechenden Währung. Mit dieser lassen sich die selbst nach halbstündiger Spielzeit schon zu Stunden anhäufenden Wartezeiten zum Bau von Kasernen, Geschütztürmen, Hauptquartieren oder Bunker in Sekundenschnelle verkürzen.

Spaß macht all das ganz sicher nicht. Zwar wird dem Spieler zu Beginn ein kleines Kontingent an
entsprechender Währung bereitgestellt, aber bei den schnell ansteigenden Preisen für Gebäude, Wartung, Erweiterung und Rekrutierung ist auch dieser Obolus schneller aufgebraucht, als man „In-App-Kauf“ sagen kann. Gemeinerweise gibt es in Tiny Troopers Alliance gleich mehrere Währungen und Rohstoffe, beispielsweise Goldmünzen, Stahleinheiten, Sternabzeichen und Allianzmünzen, die allesamt aufgestockt werden wollen – aber nicht unbegrenzt eingesammelt werden können.

Ausgaben und Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zueinander

Werden für eine Erweiterung eines Hauptquartiers locker 5.000 Münzen fällig, können nur maximal 2.500 Einheiten aus dem eigenen Vorrat bezahlt werden, der Rest muss über die wertvollen Sternabzeichen erstanden werden, die eigentlich dazu dienen, Wartezeiten zu verkürzen. Ein kluger Schachzug, um Gratis-Spieler nicht allzu viel Macht zukommen zu lassen. Zwar gibt es über eigens errichtete Stahlhallen und Goldminen die Möglichkeit, selbst einige der Währungen zu generieren, aber deren Erträge stehen auch zu Beginn von Tiny Troopers Alliance in keinem Verhältnis zu den zu tätigenden Ausgaben.

So schließt sich der Teufelskreis: Hat man keine Mittel, um die eigenen Truppen aufzurüsten, verliert man die entweder im Einzelspieler-Modus bereitgestellten Kampagnen-Kämpfe oder Online-Battles, verdient kein Geld, und kann damit keine Erweiterungen oder Verbesserungen erstehen. Durchbrochen wird dieser perfide Mechanismus nur durch ellenlange Wartezeiten oder den Einsatz von barer Münze. Wir sagen: Ladet euch Tiny Troopers Alliance nicht – das Spiel vergeudet nur kostbare Zeit, die man weitaus sinnvoller nutzen kann.

Kommentare 11 Antworten

  1. Da vergeht mir ja nur beim Lesen des Artikels die Lust. Schonmal ein ‚Danke‘ dafür! Aber ich bin mir sicher, daß sich genügend Spieler finden, die Geld in die Kassen treiben werden – und so lange das funktioniert, wird es das Konzept auch weiterhin geben.

    1. Klar wird das funktionieren! Sehr clever das Ganze!
      Biete ein Spiel für 10€ an – keine wird es kaufen! Biete ein Spiel gratis an und verlange 10€ per In-App-Kauf un das Spiel überhaupt richtig spielen zu können, wirst du reich! Wieso diese Absurdität funktioniert bleibt in der Psyche derjenigen Menschen versteckt, die genau darauf reinfallen..
      Hatte mir grade ein Eummy-Spiel geladen. Kostenlos. Mit Multiplayer! Um diesen Multiplayer aber spielen zu können, brauchst du ebenfalls Münzen 😀
      Und dann ist der teuerste In-App-Kauf auch noch 89,99 :DDD ich habe die App direkt gelöscht und mich gefragt wer zum Teufel das ernsthaft kauft! 90€ für irgendwelche Münzen?? Wahnsinn! Wenn ich könnte würde ich Spiele programmieren 😀

    2. Leider wahr. Jeden Morgen stehen wohl weit mehr als nur ein Dummer auf.
      Irgendwo gabs mal eine Statistik, wer wieviel für diese Spiele ausgibt. Fazit war, dass es prozentual nur wenige sind, aber die lassen größere Summen an Geld da. Und am Ende macht’s dann halt die Masse.
      Es ist halt leider soo offensichtlich, dass diese Art Spiele nur zum Ausnehmen einiger erstellt werden. So läuft das halt. Da verliert so mancher Manager die Sicht aufs Wesentliche, weil ihm die Dollarzeichen in die Augen springen. Oh, hoppla, für den Manager sind ja die Dollars das Wesentliche. 😉
      Ich würde gern für ein Spiel angemessen zahlen, aber nur unter zwei Bedingungen: 1. Das war’s dann mit der Bezahlung und 2. Ich möchte das vorher ausprobieren. Leider sind beides Konzepte, die im App-Store so nur selten zu finden sind.
      Wie sehr würde ich mir hier die Rückgabe-Frist aus dem Play-Store wünschen. Ich habe definitiv schon auf Käufe verzichtet, weil ich nicht wusste, worauf ich mich genau einlasse. Genauso habe ich auch schon Fehlkäufe getätigt, über die ich mich sehr geärgert habe, was dann wiederum zu ersterem geführt hat.
      Ich glaube nicht, dass der Umsatz im AppStore merklich sinken würde, nur wirklich schwache Apps und die ganzen zwielichtigen Progrämmchen würden Einbußen hinnehmen müssen. Aber weil auch Apple an denen gut verdient, wird sich da nie was ändern, zumindest solang die typisch beschränkte Manager-Denkweise vorherrscht.

  2. Warum macht Ihr Euch noch die Mühe „Gratis“-Spiele mit teuren In-App-Käufen vorzustellen? Am Ende verreißt Ihr sie sowieso!

    Schade um die Zeit, in der Ihr vernünftige Spiele oder andere brauchbare Apps vorstellen könntet …

    1. Das mit der Zeit ist natürlich richtig. Aber als Warnung ist das ganz ok, vielleicht hilft es ja, den ein der anderen oder auch die ein oder andere von dem Spiel abzuhalten und den Machern einen Strich durch die Rechnung zu machen.

  3. Der Sohn (11 Jahre) meines besten Freundes hatte sein iTunes Passwort und bei
    Clash of Clans für sagenhafte 3.500€ inApp Käufe getätigt…. 😉

    1. Wahnsinn aber davon leben die machen (kleine dumme Kinder mit noch blöderen Eltern die es nicht verstehen mit Geld umzugehen und Kinder nicht so ein Ding in die Hand drücken).

  4. Hey hey.Spiele das Spiel selber ab und an.Bezahle aber auch kein Geld dafür.Ist halt mal ganz nett zwischendurch.Klicken,Geld einsammeln.Warten..
    Was ich nur lustig finde ist.Das die böse „Manager“ Maschinerie weiter Produziert.Und „Dumme“ Menschen drauf herum fallen.1.Hätte jeder,der das behauptet die Mittel und das Handwerk für solche Sachen.Mit dem Umsatz usw.Keiner würde sich beschweren.
    2.Keiner hat gesagt das ihr dumpfbacken euch das laden müsst.Allgemein scheint mir das hier sinnlos zu diskutieren.Wieso man sich über eine Geldmaschinerie aufregt.Doe jeder für sich selbst beeinflussen kann. Ich find Leute wie euch lustig .schön Tag noch ?

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