Ulysses III: Der Text-Editor aus der Cloud

Heute starten wir mal mit einer Mac-News in den Tag. Wir wollen euch den Text-Editor Ulysses III vorstellen.

Ulysses III (Mac Store-Link) wurde erst in dieser Woche zum Download freigegeben und ist noch bis zum Wochenende mit 50 Prozent Rabatt zu haben. Obwohl der Einführungspreis damit immer noch bei soliden 17,99 Euro liegt, kommt der Text-Editor auf eine durchschnittliche Bewertung von viereinhalb Sternen.


Zu einem der Highlights zählt sicherlich der iCloud-Sync mit dem schon seit längerer Zeit für iPhone und iPad erhältlichem Daedalus Touch, das wir in dieser Woche bereits auf den Radar gebracht haben. Beeindruckend ist in diesem Zusammenhang sicher das Layout der Mac-Applikation – man kämpft sich nicht durch Ordner im Finder, sondern verwaltet seine Dokumente zentral in der Cloud und kann mit allen Computern auf die gleichen Dateien zugreifen.

Pünktlich zum Release von Ulysses III konnten wir ein paar Worte mit dem führenden Entwickler Max Seelemann wechseln. Seine Antworten wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Warum habt ihr euch entschieden, neben Daedalus auch einen Text-Editor für den Mac zu entwickeln und warum habt ihr ihn anders genannt?
Die Reihenfolge war ja andersrum. Vor etwa 10 Jahren haben haben wir das originale Ulysses für Mac OS X 10.1 rausgebracht. Daedalus kam erst viel viel später für das iPad. Die beiden Programme sind einfach zu verschieden, um ihnen den selben Namen zu geben. Die gestenbasierte Oberfläche von iOS kann man auf dem Mac nicht sinnvoll nachbauen, genau so wie die ganzen Features einer Mac App nicht auf ein iPhone passen würden.

Konntet ihr Technologien des Vorgängers übernehmen oder handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung?
Ulysses III ist komplett neu. Wir haben nicht eine einzige Zeile Code aus Ulysses 2 oder Daedalus übernommen. Daher unter anderem auch die lange Entwicklungszeit von 18 Monaten. Die Synergie geht eher in die andere Richtung: in Daedalus 1.5 ist zum Beispiel die iCloud-Anbindung bereits eine vereinfachte Variante der aus Ulysses III. Ein anderes Beispiel ist der RTF Export, der für Ulysses entwickelt worden ist, aber zuerst in Daedalus 1.4 an die Öffentlichkeit kam.

Was unterscheidet den Text-Editor von anderen Programmen aus dem Mac App Store?
Wir haben einen komplett neuen Ansatz. Zum Beispiel ist Ulysses die erste Schreib-App, die eine einzige Bibliothek für alles hat und diese über iCloud synchronisiert. Außerdem haben wir mit der „Plain Text Enhanced“ Engine erstmals einen Reinen-Text-Editor geschaffen, bei dem sich Objekte wie Links oder Bilder einbinden lassen, ohne eine fragile Syntax benutzen zu müssen.

Momentan vermissen wir noch einige Extras, wie etwa die deutsche Lokalisierung. Wie sieht eure Roadmap aus?
Wir haben keine feste Roadmap, sondern eher eine lange Liste an Wünschen und Verbesserungen, aus der wir die wichtigsten und gefragtesten Dinge zuerst umsetzen. Aktuell sind das unter anderem eine deutsche Lokalisierung, eine Suche im gesamten Programm und ein ePub Export.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Gibt es gravierende Vor- und Nachteile zu Scrivener?
    Ich würde Ulysses gern selbst mal probieren, aber da es keine Möglichkeit gibt das Programm vor Erwerb zu testen, wird es dazu wohl nicht kommen.

  2. Stelle mir gerade die selbe Frage. Schade auch, dass es keine Trial-Version auf der Herstellerseite gibt. Aber dafür kann der Hersteller nichts, denn wenn iCloud-Sync angeboten wird, geht das nur bei Apps aus dem MAS Dank der Restriktionen von Apple. Bleibe also beim Scrivener und dem Austausch über die Dropbox.

    1. Die Jungs von Scrivener arbeiten auch an einer App, die sollte allerdings schon Ende letzten Jahres erscheinen. Ich hoffe das Projekt verzögert sich nur und wurde nicht auf Eis gelegt.

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