WeatherPro für Mac im Test: Dünne Luft vorhergesagt

In dieser Woche ist WeatherPro für den Mac erschienen und ist bis an die Spitze der Charts geklettert. Wir haben die App für euch getestet.

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Eigentlich war es mit den Kollegen von WeatherPro abgesprochen, dass wir die Mac-App kurz vor dem Start im Mac App Store testen dürfen. Als die neue Wetter-App dann plötzlich ohne Ankündigung veröffentlicht wurde, war die Zeit für einen ausführlichen Test zu knapp. Daher wollen wir euch unsere Eindrücke nach einigen Tagen mit WeatherPro auf dem Mac nun in einem ausführlichen Bericht zusammenfassen. Aktuell ist die Neuerscheinung zum Einführungspreis von 2,99 Euro verfügbar, wie lange das Angebot noch gilt, ist leider nicht bekannt.

Auf dem iPhone ist WeatherPro, das in unserem Wettervorhersage-Vergleichstest knapp geschlagen auf dem zweiten Platz landete, weiterhin unser Favorit. Auf dem Mac findet man sich daher schnell zurecht: WeatherPro ist im bekannten blau gehalten, der Aufbau des Hauptfensters erinnert stark an das Design von WeatherPro auf dem iPad. Neben dem Hauptfenster verfügt die App auf dem Mac über ein Mini-Fenster in der Systemleiste und ein Widget in der Mitteilungszentrale.

Das große Fenster, das bislang nicht über einen Vollbildmodus verfügt, ist in drei Bereiche aufgeteilt: Ganz links sieht man das aktuelle Wetter, in der Mitte die ausführliche Vorhersage für die kommenden Tage und rechts die Favoriten. Die beiden äußeren Bereiche können per Knopfdruck ausgeblendet werden. Die Fülle an Informationen ist wie auf den mobilen Plattformen unschlagbar: Temperatur, Wind, Luftdruck, Niederschlag und viele weitere Details kann man in WeatherPro finden.

WeatherPro für Mac lässt einige Details vermissen

Im gleichen Atemzug müssen wir aber feststellen, dass einige Dinge noch fehlen. So gibt es statt animierter Radar-Bilder inklusive Vorhersage für die nächsten Stunden lediglich ein einfaches Standbild. Insbesondere beim Regenradar wäre es sehr wichtig zu wissen, in welche Richtung sich der Regen bewegt. Ebenfalls weniger praktisch gelöst: Die Stundenansicht kann nur über einen Mausklick auf einen der Vorhersage-Graphen geöffnet werden. Bei welcher Stunde man genau landet, ist ein Glücksspiel. Bei gehaltener Maustaste kann man zwar durch die Stunden scrollen, wirklich Spaß macht das aber nicht.

Viel wichtiger als das Hauptfenster finde ich auf dem Mac das kleine Mini-Fenster, das man über die Systemleiste erreichen kann – ähnlich wie es meine bisher favorisierte Wetter-App Temps anstellt. Auch hier geht es mit der Kritik weiter: Wer WeatherPro hauptsächlich in diesem Mini-Fenster nutzen will, wird sich definitiv darüber ärgern, dass das Icon im Dock nicht ausgeblendet werden kann. Wenn man die App im Dock beendet, ist das Mini-Fenster logischerweise auch nicht mehr aktiv.

Jedenfalls: In der Systemleiste zeigt WeatherPro für den Mac ein Vorhersage-Icon und die aktuelle Temperatur an. Mit einem Mausklick wird das Mini-Fenster geöffnet, hier bekommt man alle wichtige aktuellen Daten angezeigt, inklusive der Radar-Standbilder und einer Kurzfrist-Prognose für die nächsten Stunden. Eine genaue Stundenansicht sowie eine Vorhersage für die nächsten Tage ist hier aber leider noch nicht zu finden.

Zahlreiche Abstürze trüben das Gesamtbild

In der Mitteilungszentrale ist WeatherPro quasi genau so gestaltet wie auf iPhone und iPad. Neben dem aktuellen Wetter liefert die Mac-App hier im Gegensatz zum Mini-Fenster auch eine Vorhersage für die nächsten Tage. Das Problem: Die Mitteilungszentrale wird von mir quasi nicht verwendet und ich kenne viele Mac-Nutzer, bei denen das ähnlich ist.

Aus technischer Sicht gibt es bei WeatherPro auch noch Luft nach oben: Nachdem ich zunächst nur im Mac App Store auf anscheinend häufiger auftretende Abstürze aufmerksam geworden sind, ist mir die App beim Schreiben dieses Artikels gleich drei Mal komplett abgestürzt. In den Tagen zuvor gab es erstaunlicherweise überhaupt keine Probleme. Das kann bei einer Version 1.0 durchaus passieren – sollte es allerdings nicht. Was ich dagegen nicht verstehen kann: Einige der Grafiken sind nicht für Retina-Bildschirme optimiert, das hätte doch eigentlich auffallen müssen?

Die Luft rund um WeatherPro für den Mac ist definitiv dünn. Wir sehen gleich mehrere Ansatzpunkte, an denen die App verbessert werden kann. Die Entwickler geben in der Beschreibung im Mac App Store aber auch an, dass noch nicht der komplette Funktionsumfang integriert ist – eine Anbindung an Netatmo-Wetterstationen fehlt zum Beispiel noch völlig. Trotzdem ist WeatherPro schon jetzt eine der besten Wetter-Apps für den Mac – aber das liegt auch an der schwachen Konkurrenz. Wer das Premium-Abo von WeatherPro nutzt, auf dem Mac gibt es hier die gut versteckte stündliche Vorhersage sowie zusätzliche Layer für die Karten-Vorschau, bekommt zum Einführungspreis jedenfalls eine sehr solide App, die in Zukunft ganz sicher weiter ausgebaut wird.

Kommentare 8 Antworten

  1. Exakt die Punkte, die ich auch bemängele. Ich denke, da wird aber recht schnell für Abhilfe gesorgt.
    Allerdings hättet Ihr die Einleitung weglassen sollen. Jetzt klingt der ganze Artikel nach einer billigen Retourkutsche, was er definitiv nicht ist.

    1. Das mit der Retourkutsche sehe ich genauso.
      Der Einleitungsabschnitt ist wirklich überflüssig.

      Bitte überdenkt dies künftig bei dem verfassen von Artikeln.

      Obschon die Mängelliste, das sollte man betonen, für ein bekanntes Programm schon erheblich ist.
      Mit heißer Nadel in den Store gebracht und später als Freemium neu aufgelegt…?!

  2. Dieser Artikel beschreibt genau meine Erfahrungen und Eindrücke von der App. Gerade heute suchte ich eine animierte Darstellung der Regenwolken, Abstürze habe ich auch dauernd und die Notwendigkeit das Programm zu starten für die Menüleistendarstellung stört mich ebefalls.
    Da ich mich aber schon so sehr an die Darstellung auf dem iPad gewöhnt habe und es dort nach meiner Meinung die beste Wetter-App ist, freue ich mich, sie nun auch auf dem Mac zu haben – mit gleichem Design!
    In der Vergangenheit wurde die App auf dem iPad immer weiter verbessert und ich hoffe, dass dies nun auf dem Mac auch so sein wird.

  3. Jetzt schon eine der beste Wetter-Apps auf dem Mac? Nicht euer ernst. Natürlich ist man bereit, aufgrund der tollen iOS Apps einen gewissen Vertrauensvorschuss zu geben, was Updates anbelangt. Derzeit ist die App für den Mac aber wirklich in jeder Hinsicht dreister früher beta Status. Ich nutze erstmal „Problem melden“ und lasse mir den Kaufpreis zurückerstatten.

  4. Das größte und unverständliche Manko ist, dass man die App nicht separat für die Anzeige in der Systemleiste des Mac beim Start alleine öffnen kann. Das wäre eigentlich ein Grund gewesen diese App nicht zu kaufen.

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